TV-Filmvorschau (22)

Meine Fresse, diese Filmwoche ist wirklich an Unattraktivität nicht zu toppen. Klar, nicht wirklich überraschend wegen der WM, aber was soll’s. Als Highlight der schlimmen Dinge möchte ich die werten Leser und Leserinnen aber auf das Feuerwerk an Filmen mit Star-Schauspielerin Alexandra Kamp hinweisen: Samstag in „Sumuru – Planet der Frauen“ (TV-Spielfilm: Derart billig, hanebüchen und daneben, dass es schon wieder heiter ist) und ab Sonntag im Sat.1-Dreiteiler „Antonia“ (TV-Spielfilm: „Dröges Herzschmerzmärchen ohne Pfiff“). Wenn das nicht animiert, ein paar Fußballspiele zu schauen.

Aber genug der Schelte. Hier also die 22. TV-Filmvorschau, natürlich mal wieder wegen des großen Erfolges.

Dienstag, 13.6., 23 Uhr: „Mulholland Drive“ (NDR)
David Lynchs Film mit Naomi Watts wird mal wieder wiederholt. Wenigstens ein Highlight.

Mittwoch, 14.6., 0.55 Uhr: „Raus aus Amal“ (MDR)
Coming-of-Age-Film, die weibliche Variante. Elin, auf die die Kerle stehen, entdeckt ihre Zuneigung zu der älteren Agnes, die nicht sonderlich beliebt ist. Sehr netter Film, im Kino gesehen und damals für gut befunden.

Mittwoch, 14.6., 1.15 Uhr: „1984“ (NDR)
Literaturverfilmung, ihr wisst schon.

Freitag, 16.6., 1.35 Uhr: „Zusammen!“ (NDR)
Kann mir mal einer erklären, warum der NDR Filme um diese Uhrzeit zeigt? Ein bisschen Mut hätte man den Programmdirektoren schon zugetraut. Ist doch eh WM, da kann man die kleinen Filme doch auch mal früher zeigen. Auf die Quote dürfte sich das doch eh nicht auswirken. Den Film hier wollte ich schon lange mal sehen, hat aber bisher nie geklappt, weil er immer so spät kam.

Freitag, 16.6., 20.15 Uhr: „Anne Frank“ (VOX)
Ich hab den Film nicht gesehen, aber er soll gut sein. Sehenswert sicherlich auch wegen Ben Kingsley. Die Geschichte kennt man ja.

FILM: Something new

Und noch ein Film voller Vorhersehbarkeit. Diesmal eine Liebesgeschichte mit Rassismus-Problematik. Kenya ist eine erfolgreiche Business-Frau und leider Single, was wohl daran liegt, dass sie sehr wählerisch ist. Als eine Freundin von ihr ein Blind Date mit einem weißen Mann arrangiert, ist sie voller Vorurteile, engagiert Brian aber als Gärtner. Dort lernen sie sich natürlich besser kennen, eine Affäre schließt sich an, doch aufgrund der ganzen Schwarz-Weiß-Problematik glaubt Kenya weiterhin, dass sie ein schwarzer Mann glücklicher machen könnte. Trennung, kurze Affäre mit einem Schwarzen und mit einer rührenden Liebeserklärung (ja, Pipi in den Augen) und ab ins Happy End. Wie gesagt, tausendmal gesehen, aber zumindest hat er in Sachen Herzschmerz funktioniert.

FILM: Wimbledon

Tennisprofi Peter Colt ist nicht der beste Tennisspieler und spielt sein wohl letztes Grand Slam Turnier. Er trifft auf Lizzy Bradbury und verliebt sich natürlich in sie. Leider hält Lizzys Manager nichts von der Liaison. Am  Ende gewinnt Peter natürlich das Turnier, alle jubeln mit ihm und Lizzy und Peter leben glücklich mit ihren Kindern bis an ihr Lebensende. Hahaha. Noch Fragen?

FILM: Annapolis

Ich muss ja noch meine Flugzeug-Filme besprechen. Dieser hier handelt von einem jungen Mann aus einfachen Verhältnissen, der sich gegen den Willen seines Vaters durchsetzt und zur Navy geht. Nach einigen Rückschlägen und ein paar Auseinandersetzungen mit den Vorgesetzten macht sich auch noch einen Namen als Boxer. Natürlich ist auch sein Vater beim Boxfinale dabei und auch wenn er nicht gewinnt, ist dieser natürlich stolz auf seinen Sohn. Nicht vergessen darf man natürlich auch nicht, dass er sich in eine seiner Vorgesetzten verliebt und sie sich am Ende ebenfalls glücklich in den Armen liegen.

Alles sehr vorhersehbar, aber was will man erwarten von einem Film, der es in Deutschland laut kino.de nicht ins Kino geschafft hat, allerdings ab 17. August 2006 auf Video/DVD erhältlich ist.

Und jetzt muss ich morgen auch noch ins Stadion.

Nun geht sie also los, die größte Bewährungsprobe für jede Beziehung.

Hast du dich auch schon mal gefragt, warum der Spiegel am Montag, Stern, Bunte und Zeit am Donnerstag und am Mittwoch überhaupt kein relevantes Wochenmagazin erscheint? Dann lies doch mal, was Oliver Gehrs dazu für Brandeins herausgefunden hat.

Und wer es noch nicht bemerkt hat, ich bin wieder zurück. Es war schön, aber auch anstrengend. Mehr wollt ihr sicherlich nicht wissen, meine Mutter ja auch nicht. Die erzählte mir nämlich sofort, dass sie morgen einen Termin bei einer Kosmetikerin hat. Wusste ich doch, dass mir das Gespür für die wahren Nachrichten fehlt. (So, und nun zähle ich die Stunden, bis sie anruft und sagt, dass das alles gar nicht so gemeint war. Sie hatte nämlich auch Hunger und da ist sie – wie ich – nicht in Plauderlaune.)

Auf Reisen (7)

Ich bin wirklich kein großer Fan der Bayrischen Küche, doch leider gibt es Momente im Leben, an denen man die Einladung zum Essen nicht ausschlagen darf. Und in den sauren Apfel, naja, passender vielleicht, in das saftige Steak beißen muss. Nein, keine Chance, mich zu einer Haxe, einem Wurstteller, Kassler (ok, manchmal schon) oder Sauerbraten zu überreden. Und da ich nicht wirklich wusste, was sich hinter einem Porterhouse Steak verbarg, ging ich das Risiko ein. „It is really big, but you’ll like it“, hatte eine der Einladerinnen noch gesagt. Abgeschreckt hat es mich allerdings nicht.


Erst als der Teller vor mir stand, musste ich tief einatmen und schlucken. Und wie ihr seht, Teller fast leergegessen. Ich hatte selbst nicht mehr an mich geglaubt.

Auf Reisen (6)


Unity Station. Der schönste Bahnhof, den ich bisher gesehen habe.