Aber sonst geht’s gut, Jochen?
Meine liebste Überschrift am heutigen Tage in der Offline-Presse (sogar online verfügbar)
(Noch irgendwer morgen im ZAKK?)
Meine liebste Überschrift am heutigen Tage in der Offline-Presse (sogar online verfügbar)
(Noch irgendwer morgen im ZAKK?)
Sie: Wir haben den Keller noch gar nicht abgeschlossen.
Er: Das können wir ja mal zusammen machen.
Sie: ?
Er: Ich find das da unten gruselig.
Sie: ???? Aber du bist der Mann!
Er: Na, eigentlich weiß ich nur nicht mehr, welcher Keller unserer ist.
Oh mein Gott: Wie unrealistisch ist das denn? Ein Mann, der freiwillig auf eine Tanzschule aufmerksam wird und diese dann auch noch betritt und das auch noch in der Midlife Crisis? Ein MANN! Also einen, den man auch noch ernst nehmen soll. Ich lach mich tot. Und dann bringt dieser Tanzkram auch noch wichtige Impulse für den Fortbestand der Ehe. Und neue Freunde. Und ein neues Hobby der beiden. Das ist alles ganz furchtbar kitschig. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich an der einen oder anderen Stelle „Hach“ gedacht und wohl auch artikuliert habe. (Der Mann meines Herzens saß daneben und hat gelacht und gesagt, dass ich das unbedingt in mein Blog schreiben muss, sonst outet er mich.)
Gestern im „Pretty Vacant“ den Typen gesehen, der zu meiner Berliner Zeit in der Strandbar Bier verkaufte.
Ich bin verdammt froh, diesen Film nicht im Kino gesehen zu haben. Der Grund: Im Nachhinein habe ich mich über so viele Dinge geärgert. Warum musste Regisseurin Margarethe von Trotta unbedingt einen Film drehen, der in der heutigen Zeit und in der Geschichte spielt? Meiner Meinung nach ist der gesamte Gegenwartsteil völlig misslungen. Da erfahren wir, dass der Ruths Mann gestorben ist. Sie hält sich plötzlich an all die Rituale, die ihr ihre Religion vorschreibt, ist sogar gegen die Beziehung ihrer Tochter zu einem Nicht-Juden. Warum das so ist, erfahren wir. Warum sie aber dann doch zulässt, dass die beiden heiraten, bleibt unklar. Ebenfalls ist die Rolle der Hannah, Ruths Tochter, die von Maria Schrader gespielt wird, unausgegoren. Um zu erfahren, warum ihre Mutter die Vergangenheit ausblendet, fährt sie nach Berlin und trifft dort Lena Fischer, die Frau, die ihre Mutter 1943 aufgenommen hat. Innerlich zerrisssen zweifelt sie kurz an der Beziehung zu ihrem Freund, doch – oh Wunder – wenig später heiratet sie ihn dann doch. Einfach so. Ohne wenigstens noch einmal drüber nachgedacht zu haben. Und auch die Mutter lächelt nur kurz, gibt ihrer Tochter den Ring zurück und alle sind glücklich. Klar, musste man vielleicht nicht so genau ausbauen, aber warum man all diese Konflikte überhaupt erwähnte, ist unklar und nervt.
„Rosenstraße“ ist ein unausgegorener Film über ein außergewöhnliches Ereignis in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges. Schauen muss man ihn aber nicht.

Wenn es nach mir ginge, dann wäre die aktuelle Ausgabe des SPIEGELs wohl die schlechtverkaufteste des Jahres. Der Grund: Als ich gestern und heute an den Bushaltestellen dieses Cover sah, war ich mir sicher, dass es sich um eine sehr alte Ausgabe handelte. Und die muss ich mir ja nun wirklich nicht kaufen. Bei näherem Hinsehen stellte sich aber heraus, dass der SPIEGEL nur nicht besonders kreativ war (Von der Klischee-Nackten auf der Zigarre von Freud mal abgesehen). Denn der STERN hat vor einigen Wochen mit einem ähnlichen Bild von Freud aufgemacht (ohne Klischee-Nackte auf der Zigarre, dafür daneben und von hinten).

Die Stadt erkunden, indem man einfach Straßen bis an ihr Ende fährt. Heute die Volmerswerther Straße getestet: Endet am Volmerswerther Deich. Ist sogar wirklich einer (Deich). Mit wunderbarem Blick auf den Rhein.