Mal eben ums Blog
Schön war’s auf der Lesung. Auch vorher. Und nachher. Besonders nachher. Aber interessieren würde mich schon einmal, welche Schuhgröße der Herr Knüwer hat.
Schön war’s auf der Lesung. Auch vorher. Und nachher. Besonders nachher. Aber interessieren würde mich schon einmal, welche Schuhgröße der Herr Knüwer hat.
Jungle World über „Waldi & Harry“:
„Mit jeder Sendung wuchs der Wortanteil Schmidts. Und die Sendung wurde besser. Erträglicher wurden gar Hartmanns zotige Kneipengags – etwa, als er gegenüber einer Sportlerin meinte, sie hätte sich »sicher für Harry freigemacht, äh, hättest dir Zeit genommen«. Darüber grunzt ein Waldi. Darüber staunt der Zuseher und fragt sich manchmal mit Schrecken, ob der auch so ist, wenn die Scheinwerfer ausgeschaltet sind. Einer, der schon als Jugendlicher nur in der Geisterbahn gefahren ist, damit er grapschen kann. Wohltuend sind da Schmidts Repliken auf Hartmanns offensichtlich unstillbaren Hunger nach praller Weiblichkeit: Als das Thema Vogelgrippe auch bis ins Studio nach Sestriere schwappte, entgegnete Schmidt ziemlich lässig, dass bei Waldi »die Hühner ohnehin nicht das Zimmer verlassen dürfen«. Womit eigentlich auch schon geklärt ist, dass der Waldi auch im wirklichen Leben eine Bedrohung für die Seele darstellt.“
(Für mich ist die Sendung immer noch unerträglich.)
Lustig, wenn man in seinem Briefkasten eine Postkarte findet, auf der der Autor fragt, ob man denn trotzdem zu seiner Lesung komme. Noch lustiger allerdings, dass man die Karte 5 Tage nach der Lesung (im Damenundherren) erhält. Obwohl sie bereits am 15.2. abgestempelt wurde. Hab ich was verpasst? Gehört die Deutsche Post etwa auch noch zum Öffentlichen Dienst? Naja, lieber George Lindt, wenn du das liest, würde ich mich freuen, wenn du mir einfach eine E-Mail schreibst und mir deine nächsten Lesungen mitteilst. Elektronisch ist schneller. Dann komme ich auch mal.
Ich kenne mein eigenes Blog nicht, wie mir scheint. Anke sagt behauptet, ich würde Durch den Monsun mögen. Kann ihr mal jemand beim Suchen helfen?
(Und bei mir dadurch eine absolute Identitätskrise auslösen?)
Ein außenpolitischer Rundumschlag mit Egon Bahr und Franziska Augstein in der Süddeutschen.
(Keine Ahnung, ob auch online verfügbar. Kauft Zeitungen!)
Seitdem Heiner Lauterbach nicht mehr säuft (dass er das nicht mehr tut, habe ich durch das Stern-Interview erfahren), sieht er verdammt ungesund aus.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie sich Rolf Köster zu Beginn des Films fühlt. Seit Jahren ist er Kassierer in einer kleinen Filiale in der Sparkasse Bremen, täglich die gleichen Gesichter. Jeden Morgen geht er joggen, legt die Rückkehr in den Schoß der Familie immer genau so, dass er seiner Frau, dem kleinen Paul und Berit, die in der Schule zu den Außenseitern gehört, nicht mehr begegnen muss. Der Weg zur Arbeit im öffentlichen Bus, immer die gleichen Rituale, keine neuen Gedanken, keine neuen Impulse. Rolfs Körper rebelliert. Sein Chef schickt ihn nach Hause, Urlaub. Urlaub vom Leben für eine Woche.
Seltsamerweise musste ich während des Films immer wieder an eine Freundin denken, die nach sechs Jahren in der Bankfilale den Job an den Nagel hing und noch einmal studieren gegangen ist. Nach einer Woche Urlaub kündigt auch Rolf. Durch die Auszeit hat er erfahren, dass seine Frau ihn mit dem Schuldirektor betrügt und dass ihm wohl doch mehr an seinen Kindern liegt, als er bisher zugeben wollte. Er interessiert sich wieder für seine Familie und er hat endlich wieder das Gefühl, glücklich zu sein.
Klingt alles ein bisschen zu toll? Ja, das ging mir auch so. Der Film war zu glatt und die schönen, leisen Momente zu rar gesät. Eine Woche Urlaub und dann weiß man, dass das Leben so nicht mehr weitergehen kann? Zu wenig merkt man Gustav Peter Wöhler an, dass sich in ihm etwas regt, was man sieht, ist der immer gleiche Blick, dem zwar im Laufe des Films dann und wann ein Lächeln über dem Gesicht breit macht. Ich musste die ganze Zeit an Axel Prahl denken, dem die Rolle wohl auch ganz gut gestanden hätte.
„Urlaub vom Leben“ ist der erste abendfüllende Film von Neele Leana Vollmar, der übrigens in Zusammenarbeit mit „ZDF – Das kleine Fernsehspiel“ produziert wurde. Und auch wenn es doof klingt, kann schon sein, dass das der Grund dafür ist, dass man dann und wann das Gefühl nicht loswurde, dass der Film auf der Stelle trat. Und vielleicht entfaltet er an einem Montag vor dem Fernseher auch eine ganz andere Wirkung.