Mein Handy ist schwanger!

… könnte man zumindest meinen, schaut man sich die Klappe von meinem Handy an. Die beult sich nämlich gewaltig, was wohl daran liegt, dass der Akku dicker wird. So dick, dass der vorhergesehene Platz nicht mehr ausreicht. Da auch ich bereits von explodierenden Handys gelesen habe, mache ich mich auf in einen T-Punkt. Schließlich ist der Vertrag von T-Mobile.

‚Der Akku wird dicker, kann man da was machen? Ist das gefährlich?‘ Durchaus verunsichert und sichtlich neugierig löchere ich den Mitarbeiter. Er guckt auf mein Handy. Holt den Akku raus. Stellt fest, dass der wohl etwas dicker ist. ‚Normal ist das nicht.‘ Oh, einer von der schnellen Sorte. Doch er geht in die Analysephase. ‚Das kommt manchmal davon, wenn Leute ihr Telefon Tag und Nacht am Ladegerät haben.‘ – ‚Mach ich nicht.‘ Mach ich nie. ‚Ja, normal ist das nicht‘, stellt er wiederum fest. Ganz groß. Legt den Akku wieder ein und bittet mich, meine Nummer wieder einzutippen. Schnell greift er wiederum nach meinem Telefon. ‚Ja, funktionieren tut es noch‘, erkläre ich. Es ist halt nur zu dick für das Gehäuse. Ob das denn nun gefährlich ist, möchte ich wissen – große Augen starren mich an. ‚Das kann ich Ihnen wirklich nicht sagen‘. Soso. Dafür müsste ich dann schon mal die Serviceleitung anrufen, die man mit der vierstelligen Telefonnummer über das Handy kostenlos erreicht. ‚Die verbinden Sie dann mit einem Techniker.‘ Soso. Der Techniker macht dann die Ferndiagnose. Und wenn der Akku dann live explodiert, wissen wir wenigstens alle, woran es gelegen hat.
Deppen, die.

Nachtrag oder Ende der Geschichte: Kundendienst angerufen, zunächst fast am Sprachtelefon verzweifelt. Dann aber mit einem kompetenten Herrn gesprochen, der mir verriet, dass ich mir schleunigst einen neuen Akku kaufen soll. Hersteller gibt nur 6 Monate Garantie darauf.
(nur für den fall, dass auch dein handy mal in andere umstände gerät.)

Der Morgen Mittag danach

Schöner Abend. Und wer es noch nicht weiß: Elle hat ne Hammer-Lache. Ich hab nun zwei Hammer-CD-Ständer erwichtelt. Und will immer noch nicht mit Don tauschen, der einen Hammer-Kalender bekommen hat. Ansonsten: Viel getrunken, viel gelacht. Können wir gerne wiederholen.

Happy Birthday to me!

Und wenn man morgens um neun seine Eltern am Telefon hat, man leider noch unfähig ist, normale Sätze zu bauen und dann nach dem Auflegen feststellt, dass bereits um 7:13 der erste versucht hat, anzurufen, dann kann das kein normaler Tag sein, der einen da begrüßt angröhlt.

Nip/Tuck

Da war ich aber gespannt. Hochgelobt und da Carsten Spengemann ja in der deutschen Version eine absolut erbärmliche Figur gemacht hat, dachte ich, Julian McMahon überzeugt mich ein bisschen mehr. Tat er auch. Aber ich hatte ein anderes Problem. Will ich in einer Fernsehserie wirklich sehen, wie das Blut spritzt, wenn der Arzt den Arsch aufschneidet, um dann ein Implantat einzulegen? Will ich sehen, wie der Doc in zehn verschiedene Damenköpfe Botox spritzt? Will ich sehen, wie das Fettabsaugeding im Bauch rumsaugt? Ehrlich gesagt: Nein. Mich nervten diese Szenen sehr. Und auch wenn ich nach der zweiten Werbepause schon keine Lust mehr hatte, diese Folge zu Ende zu schauen, bin ich bis zum Schluss drangeblieben. Die Neugier war doch größer. Und so ein bisschen was pädagogisches hatte diese Folge ja auch: Wer zu viel Scheiße baut, wird mit Botox im Schwanz bestraft. Recht so.

Weihnachtsstimmung off

Ok, ich gebe es zu. Mich nervt Weihnachten, Aber nicht, weil es dieses Jahr wieder so wird wie in den vergangenen Jahren. Nein, weil es diesmal so wird, wie es noch nie war. Früher war es klar. Da hab ich am 23. meist erstmal schön ausgeschlafen. Am Vortag immer eine kleine, geburtstagsbedingte Feierei, auch wenn diese wegen der Weihnachtsnähe nie so richtig ausartete. Dann noch den Rest packen und auf zum Bahnhof. Schön mit dem Zug gefahren und nach rund vier Stunden von den Eltern in die Arme genommen werden. ‚Schön, dass du da bist‘ oder ‚Gut schaust du aus‘ oder ‚Wir müssen noch ein paar Sachen vorbereiten‘ oder ‚Hast du Hunger, Kind?‘ Am 24. trudelten dann immer die Großeltern ein, so gegen Mittag, dann gab es die traditionelle Kartoffelsuppe, dann Kaffee und dann drängelten sowohl Eltern, als auch Großeltern, dass wir doch schon Bescherung machen könnten. So war das immer. Jedes Jahr.

In diesem Jahr ist nun alles anders. Nicht nur, dass der Opa in diesem Jahr fehlen wird, auch die Oma ist nicht in der Lage, den Weihnachtsweg anzutreten. Nein, wegen dieser neuen Konstellation ist nun noch nicht einmal klar, wohin die Reise am 23. nun geht. Ob ich meinen Bruder in diesem Jahr zu Gesicht bekomme? Ob mein Vater vielleicht auch im Krankenhaus liegt? Wohin ich jetzt fahre? Zu den Eltern, zu der Oma oder vielleicht doch nach Düsseldorf? Alles völlig unklar.

5 Dinge zum Bahnfahren (ACHTUNG NUTZWERT!)

Man lernt nie aus. Nie. Schon gar nicht, wenn man regelmäßig Zug fährt. Und so durfte ich an diesem Wochenende wieder viele wunderbare Erfahrungen sammeln.
1. Eine Journalisten-Bahncard muss man ONLINE 7 Tage vor dem erwünschten Gültigkeitstag beantragen.
2. Man darf vorher keine gültige Bahncard 50 für die zweite Klasse haben. Will man nämlich wechseln, muss man dann die Bahncard 50 für die erste Klasse für 200 Eier kaufen.
3. Ist man in Begleitung unterwegs und will die Begleitung vom 50-prozentigem Rabatt profitieren, müssen die beiden die Karte am Automaten oder Schalter kaufen. Im Zug gibt’s keinen Mitfahrerrabatt.
4. Wenn zwei Personen (ohne Mitfahrerrabatt) 170 Euro für ihre Fahrkarte von Berlin nach Karlsruhe ausgeben, gehn sie erstmal in das Bahnrestaurant den Speisewagen und trinken sich einen an.
5. Auf der Strecke von Berlin nach Heidelberg findet genau viermal ein Personalwechsel statt.

Blogger-Lesung

Diesmal hat sich der Herr Bjerg einfach zwei andere Kerle geschnappt und hat gelesen. Vorgelesen. Das haben sie auch gut gemacht.
Gelernt hab ich ja auch was dabei. Nämlich dass der Herr Dahlmann auch so ne Kamera hat wie ich. Er von Saturn und ich vom Mediamarkt. Und keiner musste sich ärgern – gleicher Preis. So muss ein Sonntag enden.

Montagmorgen

Was man immer mal machen sollte an einem solchen Morgen: Nach neun Monaten (uups) in die Ex-Uni fahren, an der Tür des Prüfungsamtes klopfen, freundlich sein, das Diplomzeugnis in den Händen halten, tief durchatmen. Geschafft. Endlich.

Journalistenwitze

Das Altpapier heute mal mit einem Link zu Journalistenwitzen. Hier mein Favorit:

Ein pingeliger Journalist, Typ Oberlehrer, im Restaurant. Der Ober kommt. Der Journalist sieht ihn strafend an, klopft mit den Fingern auf die Speisekarte, zeigt auf das falsch geschriebene Wort „Omelet“ und raunzt herablassend: „Omelett mit zwei ‚t‘ gefälligst!“ Der Ober geht Richtung Küche und ruft: „Ein Omelett und zwei Tee.“

(das schlimme: könnte mir auch passieren.)

Und was sind das eigentlich für Männer, die mit einem Perry-Rhodan-Heft bewaffnet in die U-Bahn steigen? Weißer Parker, große, unmodische, silberne Brille und – Kunstpause – schwarzen Handschuhen aus dem Disneyland? Für weiterführende Hinweise bin ich sehr dankbar.
(vielleicht sollte ich öfter so früh u-bahn fahren, wer weiß, was ich dann alles erleben würde…)