Sturmflut – live auf n-tv

Seit ungefähr anderthalb Stunden schaue ich nun interessiert den Schalten nach Dagebüll (Aktueller Stand: schon recht nass und windig), Rotterdam (Man versteht kaum noch ein Wort) und Hamburg („Das Schlimmste erwarten wir erst am Nachmittag“, dafür brachte den Moderator ein anlegendes Schiff kurz aus dem Gleichgewicht), ja, Sturmflut an der Nordseeküste. Wie soll man die auch sonst bebildern? Einfach mal aufs Wasser halten? Zu unspektakulär. Also schauen wir uns doch einfach immer beinahe davonwehende Moderatoren an, die nicht viel reden müssen, Hauptsache sie sind schön nass und vom Wind verweht (haha).

Dann noch ein kurzes Interview mit einem so genannten Sturmflut-Experten. Was es alles so gibt.

FILM: Contergan (1+2)

Und da sagt nochmal einer, große Ereignisse in der deutschen Geschichte können filmisch nur anhand der Dreierkonstellation (Eine Frau zwischen zwei Männern) umgesetzt werden. Und doch war es spannend, das muss man den Drehbuchautoren wahrscheinlich nochmal schriftlich geben.

Contergan und kein gutes Gefühl

Da lief er nun, der erste Teil dieses Films „Contergan“, fein säuberlich mit einem Vorspann ausgestattet, in dem noch einmal auf die Fiktionalität des Filmes hingewiesen wurde. Wenn dieser Vorspann das Ergebnis des Rechtsstreits ist, der die Ausstrahlung des Filmes jahrelang verhinderte, …, Mannmannmann.

Am meisten hat mich berührt, wie der Arzt und die Schwester bei der Geburt von Tochter Kathrin auftreten. Sie bezeichnen das Kind als „Krüppel“ und reden von einer „Zumutung“, die die Eltern den Ärzten da beschert haben. Eine glückliche Geburt sieht anders aus. Erschreckend aber auch, obwohl man es natürlich schon tausendmal gelesen hat: Dass die Einnahme einer einzigen Tablette solche Folgen haben kann. Nein, das ist alles nichts Neues und doch, wenn man den Film sieht und sich hineinfühlt, in die Figur der Mutter und in die Figur des Anwalts, dann geht einem die Geschichte der beiden sehr wohl ans Herz. So sehr, dass man erst einmal das Internet anschmeißt und guckt.

Was es so gibt. Sucht man nach Contergan, stehen die Wikipedia-Einträge ganz oben. Während ich auf der Seite der Firma „Grünenthal“ herumsurfe (Diese ist – oh Wunder – ziemlich überlastet), spricht Herr Plasberg gerade davon, dass die Familie Wirtz, die hinter der Firma steht, auf Platz 36 im Manager-Magazin-Ranking „Die reichsten Deutschen“ liegt.

Ein Enkel führt jetzt die Geschäfte, Sebastian heißt er mit Vornamen. Und er spricht auf der Webseite von der „Contergan-Tragödie„, die er bedauere.

Und auch wenn das mittlerweile alles ungefähr 50 Jahre her ist und die Firma mit diesem Präparat nichts mehr zu tun hat, hinterlässt die Tatsache, dass die Antibabypille, die ich derzeit nehme, von Grünenthal stammt, ein ungutes Gefühl.

Und jetzt könnt ihr mir Naivität vorwerfen.

Alles kommt wieder – auch Baileys?

In der vergangenen Woche hatte ich ja Besuch von meiner Mutter. Und seitdem steht nicht nur eine große Tüte Äpfel in der Küche, nein, auf meinem Sekretär steht auch eine große Flasche Baileys. Keine Ahnung, warum man nach Mutter-Besuch immer „Großes“ sein Eigen nennt, aber das ist gar nicht das Thema.

Thema ist die Tatsache, dass ich das letzte Mal Baileys getrunken habe, als ich so ungefähr 17 Jahre alt war. Wobei ich zugeben muss, dass wir damals zwar ab und zu wirklich Baileys getrunken haben, meistens aber zu den billigeren Nachahmerprodukten gegriffen haben. Das klebrige Zeug war süß und schmeckte nun mal nicht so sehr nach Alkohol. Baileys, der Alcopop der 90er.

Umso mehr wunderte mich das Geschenk meiner Mutter. Und sie muss wohl auch meinen skeptischen Blick gesehen haben. Denn sie sagte beim Überreichen der Flasche sowas wie „Das trinkt man jetzt wieder!“ Woher auch immer sie dieses Gespür für Trends hat.

(Ist irgendwie auch Tussi-Report-Content.)

Das glaubt mir eh keiner

Ha! Heute bei Ikea gewesen und nichts gekauft! NICHTS! Nur der Mann meines Herzens hat sich Regalkram gekauft. Und auch nur die beiden Regale, die er kaufen wollte. Hammer, oder?

Dieses Lied, aus der Saturn-Werbung

Wer wie ich gerade wieder überlegte, ob dieser Song in der neuen Saturn-Werbung vielleicht von Kylie Minogue stammt, für den gibt’s hier die Auflösung: Es ist noch besser, er stammt von Goldfrapp:

(via)

Das Sushi-Problem

Im Stern informiert ein Japaner ausführlich über die Sushi-Kultur in Deutschland (Fazit: Alles scheiße hier in Deutschland). Wasabi in die Soja-Soße? Tut man nicht. Sowieso seien die meisten Soja-Soßen maschinell hergestellt, das gehört sich auch nicht. Schön das Urteil, von Herrn Takada aus Düsseldorf:

„Das größte Problem“ findet der strenge Herr Takada aus Düsseldorf, „ist, dass die deutschen Gäste mangels Erfahrung zu unkritisch sind.“ Und gute Restaurants entwickelten sich nur bei kritischer Kundschaft. „Leider gehört ein großer Teil der deutschen Sushi-Fans in die Kategorie der Multikulti-, Schickimicki-, Fitness- und Fast-Food-Anhänger ohne kulinarisches Interesse.“

Ok, ich gelobe Besserung und frage in die Runde: Gibt es in Düsseldorf ein wirklich gutes (also im Sinne von Herrn Takada) Sushi-Restaurant?

Make up gibt’s jetzt auch zum Sprühen

Ein Besuch meiner Mutter ist unter verschiedenen Aspekten als sehr lohnenswert zu beschreiben. Erstens: Am Telefon kann man mit ihr nicht ganz so ausführlich plaudern wie es in "Real life" funktioniert. Zweitens: Sie bringt meist Geschenke mit. Diesmal unter anderem eine riesige Tüte voll mit Äpfeln, deren Herkunft eine eigene Geschichte wäre, aber lassen wir das. Und drittens informiert ein Besuch von ihr ausführlichst über den technischen Fortschritt in der Kosmetikindustrie.

Denn meine Mutter besucht regelmäßig Drogeriemärkte und lässt sich dort sogar beraten. Ich muss zugeben, dass ich dies meist meide, weil lästig, durch meine Mutter weiß ich, dass ich dabei (leider) sehr viel verpasse.

Ihr neuestes Highlight in ihrer Kosmetiktasche war eine Sprayflasche von Dior. Und zwar "Dior AirFlash Spray Foundation", eine Grundierung, die man sich ins Gesicht sprüht. Natürlich musste ich das Zeugs sofort ausprobieren, hatte ich ja noch nie gesehen, so ein Make-up.

Ich sprühte mir das Zeugs also auf und es fühlte sich toll an: Kein Gefühl von dicker Schicht, die sich auf die Haut gelegt hat, keine fettige Creme, die Flüssigkeit war sofort verflogen, meine Haut hatte lediglich einen ebenen Teint. Toll.

Könnte also sein, dass demnächst ein neues Zeitalter anbricht: Ein Leben mit Make-up. Obwohl. Bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich dafür wirklich den stolzen Preis von 44,80 Euro ausgeben will.

PS: Internet ist toll. Es gibt so ein Spray-Ding angeblich auch von Shiseido. Auf deren Webseite hab ich dazu allerdings nichts gefunden.


Sei einiger Zeit gibt es bei meinem Arbeitgeber den „Tussi-Report“. Ich bin eine der „Tussis“. Den Text gibt’s da auch.

Die Super-Zahnstory

Schon mal die Erbsensuppe von der Plus-Marke Viva Vital probiert? Schmeckt super, auch wenn die Walnussstückchen mich zuerst vor eine große Herausforderung gestellt haben. Als ich die Suppe am Freitag abend aß, konnte ich auch nicht erkennen, dass es sich dabei um Walnuss handelte. Das hab ich erst gestern kapiert. Anscheinend war mein Geschmackssinn auch ein bisschen beeinträchtigt. Aber dass ich mal freiwillig Erbsensuppe esse. Heute morgen mein erstes Brötchen (sehr dünn geschnittene untere Hälfte, aber immerhin) gegessen. Beim Versuch, mal auf der linken Seite zu kauen, gemerkt, dass das Gefühl in den Wangenzähnen noch nicht wirklich zurückgekehrt ist.

Wird.

Der schwarze Freitag

Ziemlich beruhigend, wenn die Zahnärztin am Ende der Prozedur fragt, warum heute eigentlich alles schief gehe. (Zwei Stunden auf dem Stuhl!)

(Und dann kommt auch noch Pech dazu: Rechner fährt nicht mehr hoch, bleibt einfach alles schwarz. Arbeitsspeicher ist es nicht, Festplatte ist auch ok, am Akku ist auch nichts. Und die Diagnose des Fachmanns: Ziemlich unwahrscheinlich, dass die Reparatur unter 600 Euro kostet.)

Jetzt erstmal Kamillentee und Suppe.