Margarethe, die Web-Rakete

Gestern nach dem Nachhausekommen noch die letzten Minuten des so genannten Medienmagazin „Zapp“ gesehen. Die Sendung endete mit einem Beitrag über Gewinner und Verlierer der Woche, nur haben die das irgendwie anders genannt, kann ich mich gerade aber nicht erinnern. In letzterer Rubrik ein Beitrag über Margarethe Schreinemakers. Über die kann man ja sagen, was man will. Die einen mögen die, andere halt nicht. Die Redaktion von „Zapp“ hasst Frau Schreinemakers. Und das Internet. Denn der Beitrag handelte von der Tatsache, dass Frau Schreinemakers im kommenden Jahr Internetfernsehen aus ihrem Keller heraus machen will. Diese Nachricht wurde mit derart bitterbösen Sprüchen garniert, dass ich wirklich beinahe noch das Kotzen bekommen habe. (Bin dann mal schnell Zähneputzen gegangen und hab die Beißerschiene reingetan, damit ich wegen „Zapp“ nicht auch noch mit den Zähnen knirsche.) Tenor: Wer im Fernsehen keine Chance hat, kann ja ins Internet gehen, da nehmse ja jeden, da gibt’s ja eh auch schon genügend Müll.

Klar, gibt’s da Müll. Zum Beispiel diese Zapp-Homepage. Bei der man nicht mal den Plan der letzte Sendung (21.11.) richtig findet.

Teufelszeug

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Zug-Ticket gebucht.

Und, wie war das Wochenende?

So mittel. Habe den Mann meines Herzens gestern mal die Freude gemacht und mit ihm die Wii-Spiele, die er in den vergangenen Wochen alle so angeschleppt hat, ausprobiert. Zuerst „Super Mario Galaxy“, das spielt er bereits seit Tagen und ich durfte jetzt auch endlich mal einen Stern erobern. Das war toll. (Aber schon am Freitag und deshalb nur die halbe Wahrheit.)

Als nächstes haben wir dann unsere Reise um die Welt bei „Rayman Raving Rabbids II“ fortgesetzt. Das war langweilig. Denn Ziel des Spiels ist es, einfach nur die Spiele zu machen. Man kann nicht totgehen, kriegt nur jedes Mal ein Ballerspiel freigeschaltet und hat auch nicht mal richtige Endgegner.

Am Abend gab’s dann noch Sport mit „Mario und Sonic at the Olympic Games“. Das war anstrengend. Weil die Steuerung beim Schwimmen, springen und laufen nicht so richtig intuitiv war und ich die ganze Zeit durcheinander gekommen bin („Scheiße, warum muss ich jetzt auch noch „B“ drücken?“). Grandioses Scheitern beim Hürdenlauf.

Zwischendurch gab’s Steak mit Backofenpommes. Das konnte ich.

Die Soundso Chatham-House-Rule

Gestern abend erfahren, dass die Taxifahrer in Düsseldorf alle einen Base-Vertrag haben. Weil telefonieren untereinander umsonst ist. Und deshalb telefonieren die ständig miteinander. Auch wenn sie gerade Fahrgäste haben. Dann liegt das Telefon einfach neben ihnen und sie lauschen, worüber sich Taxifahrer und Fahrgast so unterhalten. Weil ich ein bisschn skeptisch guckte, stellte mein Taxifahrer dann auch noch den Lautsprecher seines Handys an. Worüber die im anderen Taxi gesprochen haben, konnte ich leider nicht verstehen, nur ein Stimmengewirr und lautes Lachen. Soviel zum Schutz der Privatsphäre in Taxis.

Leider konnte der Taxifahrer mir auch nicht sagen, wie dieser Begriff hieß, den die Herren am gestrigen Abend verwendeten, um mitzuteilen, dass die Worte, die den Raum füllten, auch bitteschön dort bleiben sollten. Sie sagten nicht „off the record“, „unter drei“ sondern sprachen von einem Soundso-Rule. Könnte sehr gut aus diplomatischen Kreisen stammen. Nun würde ich gerne meinen Wortschatz (zumindest den passiven) erweitern. Wer hilft mir?

Nachtrag: Per Mail erreichte mich die Lösung: Es ist die Chatham-House-Rule. Danke, lieber D.

Trauer ist angesagt

Dies kann kein guter Tag werden: Die Engländer fahren nicht zur EM. Das ist alles so schlimm.

Motto des Tages

Geburtstage muss man nehmen, wie sie kommen. So.

Dahinter steckt immer ein dicker Kopf

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Man nehme:

– billigen Fusel, der umsonst vom Inder mitgeliefert wird,
– attraktive Blondine in Schwarz,
– Fotoapparat und
– den Versprecher wörtlich.

Ach ja…

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Meine heutige Lieblingsüberschrift auf der Startseite von derwesten.de

AFP, der Spiegel und Stefan Aust

Irgendwann am späten Nachmittag stellte die Spiegel-Gruppe eine Pressemitteilung auf ihre Seite, dass Stefan Austs Vertrag beim Spiegel nicht über den 31. Dezember 2008 hinaus verlängert wird. Gegen 18 Uhr haben dann eigentlich alle größeren Internetseiten eine Meldung drauf.

Das lag daran, dass sie entweder selbst recherchiert (war ja nicht so schwer) oder die DPA-Meldung auf die Seite geschoben haben, die um 17.19 Uhr versandt wurde, auf die Seite geschoben haben. Manche nahmen auch die EPD-Meldung um 17.44 Uhr oder vermurksten beide.

Doch was war eigentlich bei den anderen Nachrichtenagenturen los? Von denen hörte man nämlich lange nichts. Erst nach 19 Uhr tat sich wieder was. Reuters reagierte um 19.04 Uhr, AFP um 19.26 Uhr, ddp um 19.29 Uhr. AP erwachte um 21.08 Uhr aus dem Dornröschenschlaf.

Richtig lustig, und ja, wir kommen jetzt bereits zur Pointe dieses kleinen Eintrages, war aber das, was AFP um 19.26 Uhr inhaltlich so hinlegte:

Laut dem Online-Medienmagazin „DWDL.de“ gab es in den vergangenen Wochen diverse Querelen innerhalb des Spiegel-Verlags.