Beziehungen sind nicht immer schön

Heute das zweite Mal aus dem gemeinsamen Bett geflüchtet. Beim ersten Mal war er krank und hustete ständig rum. War nicht zum Aushalten. Ist aber ein paar Monate her. Heute röchelte er so sehr, dass es mich fast in den Wahnsinn trieb. Jetzt bin ich trotzdem hundemüde und kann es kaum erwarten, heute mehrere Stunden vor ihm ins Bett zu gehen, um den verpassten Schlaf nachzuholen. Wer weiß, was mich in dieser Nacht erwartet.

Dass Doris Lessing den Nobelpreis bekommen hat, freut mich richtig. Denn damals, als ich „Das fünfte Kind“ las, war ich wirklich bewegt und wünschte ihr alle Preise dieser Welt.

Meine Fresse, Kerner

Ja, ich konnte dann doch nicht anders und habe (zumindest 50 Minuten lang mit halbem Ohr) dem Besuch Eva Hermans bei Beckmann Johannes B. Kerner gelauscht. Und ja: Eva Hermans Rumlaviere, Ausgeweiche war unerträglich, weil sie anscheinend nicht viel von diesem Medienbetrieb, in dem sie sich seit Jahren bewegt, verstanden zu haben scheint.

Doch mindestens genauso unerträglich war Johannes B. Kerner. Denn in dieser seltsamen Sendung hätte es vor Ablauf der ungefähr 50 Minuten zahlreiche Möglichkeiten gegegeben, dieses seltsame Spiel aus bloß-nicht-zu-braven-aber-dann-doch-nicht-zu angreifenden Fragen und ausweichenden Antworten von Seiten Hermans zu beenden. Doch Johannes B. Kerner bat Eva Herman (ja, er bat, er schmiss nicht raus!) erst aus der Sendung, als Margarethe Schreinemakers und Senta Berger mehrfach gesagt hatten, dass sie nun wirklich gehen müssen, sie können mit dieser Person nicht weiter diskutieren (also so ähnlich halt).

Diese Dampfplauderer Beckmann und Kerner müssen endlich mal kapieren, dass sie mit ihrem pseudojournalistischen Gesprächen aufhören sollten. Von mir aus können sie weiter ihre Kuschelgespräche führen, aber dieser ständige Versuch, Relevantes zu besprechen, aber dann doch nicht die richtigen Fragen zu stellen, das nervt. Dieses Gespräch hätte nach zehn Minuten beendet sein können. Entschuldigst du dich? – Nein. Das wär’s gewesen.

Aber das kann der Kerner ja nicht. Das hätte ja auch keine Quote gebracht.

Bahn am Donnerstag

Ich muss am Donnerstag morgen um zehn in Frankfurt sein. Interessanterweise will die Bahn natürlich am Donnerstag streiken. Das heißt: Bahnfahren fällt flach. Dooferweise sind alle Menschen, die ich dort kenne, derzeit ausgeflogen. Hat jemand eine Idee, wie ich das Problem lösen könnte?

Befindlichkeitsscheisse (12)

Gerade gesehen: Die letzte Ausgabe von „Befindlichkeitsscheiße“ gab’s im vergangenen November. Wird also wirklich mal wieder Zeit.)

Äh, erinnert sich noch jemand an diese Geschichte hier? Leider, ja leider, scheint nun die Zeit gekommen zu sein, die linke Seite meines Gebisses ebenfalls von den Weisheitszähnen zu befreien. Grund: Seit Samstag wächst der einen von den Zähnen. So sehr, dass es richtig weh tut. Deshalb dope ich mich seit Sonntag mit Schmerztabletten. Nebenwirkung: Die Dinger machen mich durstig.

Na, egal. Morgen nun habe ich einen Zahnarzttermin. Entweder gibt’s dann neue Pillen. Oder Nägel mit Köpfen. Hoffentlich tut’s nur nicht wieder so weh.

Äähm…!

Ich mag das neue Lied von Bruce Springsteen. Bin ich jetzt alt?

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Inside Insight (Ha!)

Mein Wohnzimmer und ich, wir sind im Insight-Magazin. Weil Daniel damals anscheinend Fotos von unserer kleinen Fernsehshow gemacht und die Geschichte verkauft hat. Ich fühle mich benutzt, aber seht selbst:

insight.jpg

Es bringt wohl nichts, aber da ich heute eh noch einen Tag Schweigen wollte, verlinke ich einfach auf die Aktion:

Ein Blogeintrag für Birma.

(Und immer dann, wenn man sich vornimmt, zu schweigen, kann man es dann doch wieder nicht. Mal sehen, ob ich durchhalte.)

So war Portugal (11)


Es gibt ja Städte, da weiß man sofort, dass man sie mag. Bei Lissabon war das so: Ich fuhr das Auto durch die Mautstation (Schon mal den Alarm ausgelöst, weil einfach durchgefahren?) und auf die Brücke. Allein dieser Augenblick haut mich um: Was für ein Blick auf die Stadt, den Fluss. Und wenn man dann immer weiter fährt, kommt diese Wahnsinnsbrücke immer näher. Toll. Na, eigentlich hatte Lissabon in diesem Moment bereits mein Herz erobert.


Als erstes besorgen wir uns ein Bus-Ticket. Eins für diesen Hop-on-hop-off-Bus, die blaue Linie, die eigentlich an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeifährt. Mit einem Kopfhörer kann man sich die Erklärungen (in den Pausen gibt’s Faro-Mucke) in allen möglichen Sprachen anhören. Ich entscheide mich für deutsch und lausche. Und nein, es ist nicht einmal oder zweimal, dass in den Beschreibungen zu den Häusern und Straßen erwähnt wird, dass 1755 (Oh Mann, ich weiß es immer noch auswendig) ein schweres Erdbeben große Teile von Lissabon, nein, Portugal zerstört worden sind.


Das Erklimmen der Berge (Ich bin Nordlicht, ich darf das!) ist schon recht anstrengend. Insbesondere weil Temperaturen von mehr als 28 Grad herrschen. Aber wenn man dann erst mal oben ist, und so einen Blick genießen kann, dann würde man sogar noch einmal hochlaufen (Also ich jetzt.)



Am Abend gibt es an allen drei Tagen Regen. Kurz davor aber auch geiles Licht (siehe unten). Am ersten Abend erreichen wir rechtzeitig das Hotel, am zweiten Abend vergaßen wir über einer Flasche Wein (groß), das Essen (Sardinen) war leider mehr als mittelmäßig, dass der Regen uns vielleicht nass machen könnte und brachen genau dann auf, als es gerade anfing zu regnen. Ein kleiner Spurt ins nächstgelegene Café half. Am dritten Abend hat es vielleicht doch nicht geregnet (Ist ja nun auch schon ne Weile her.)


Und sonst? Gab’s schon noch ein Highlight. Aber da gibt’s auch einen Film zu und dafür brauch ich nochmal ein bisschen Zeit.

So war Portugal (9)


Haaaach, endlich wieder eine Stadt. Wir erreichen Sétubal an einem Sonntagmittag. Ein Hotel ist dank des Lonely Planets schnell gefunden und nachdem wir unsere Sachen abgestellt haben, können wir es kaum erwarten, mal wieder Stadt zu tanken. So viele Dörfer mit den immer gleichen Touri-Shops machen müde. Bereits beim Ankommen haben wir die vielen Restaurants an der Straße gesehen, alle mit einem großen Grill ausgestattet, aus dem es bereits heftig dampft. Und so machen wir das erste Mal etwas, was ich in Deutschland immer gerne mache: Mittagessen. Es ist halb drei und gerade noch ok, um in Portugal in einem Restaurant etwas Warmes zu sich zu nehmen. Denn zwischen halb vier und sieben machen die meisten Lokale zu, die einzige Anlaufstelle für die Nahrungsaufnahme sind dann Supermärkte, Bars oder Bäckereien.


Ich entscheide mich für Dorade und erhalte den besten frischen Fisch, den ich auf dieser Reise essen werde. Es ist köstlich. Danach schlendern wir ein wenig durch die Stadt, Auch Sétubal hat viele schöne Gassen. Die Stadt liegt ebenfalls an einer Flussmündung. Am Hafenbecken ist gerade ein Modellbootwettrennen zu Ende gegangen, was schade ist. Ich hätte gerne ein bisschen dabei zugesehen, wie ältere Herren um die Wette fahren. Auch hier gibt es übrigens Hafenfische. Nur Fotografieren kann man sie hier nicht so gut.


Wir bleiben einen zweiten Tag und nutzen den Montag vor allem für eins: Wir gehen zur Burg. Luftlinie vom Hotel aus: maximal 500 Meter. Doch leider ist’s ein bisschen mehr. Japsend erreichen wir die Burg. Die Sicht ist phänomenal (leider ohne Bild), die Burg überbevölkert von sehr dünnen Katzen.


Städteaufenthalt means hier gibt’s auch Internet. Und da gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine: ein kleines Internetcafé im Herzen der Stadt. Der Preis ist ok, das Publikum portugiesisch-nerdig, die anwesenden Jungs hören Tenacious D, die Band von Jack Black. Nicht unsympathisch also. Unsympathisch allerdings: Auf dem Rechner ist Java deaktiviert. Leider kapier ich das viel zu spät, hatte mich die ganze Zeit nur gewundert, dass sowohl web.de als auch Gmail nicht funktionieren.

Die andere Möglichkeit: ein Jugendzentrum, in dem man zwar nur ne halbe Stunde surfen darf und man deshalb auch seinen Namen bei der diensthabenden Pädagogin hinterlässt. Aber alles andere ist super. Internetsucht befriedigt, wieder Zeit fürs zitterfreies Stadtgenießen.