Mal wieder dies und das

Weil ich das lustig fand, wurde ich als „Nerdmädchen“ bezeichnet. Aber das „Dial up Kid“ (Unbedingt Ton anmachen!) ist doch auch wirklich witzig. (via)

Gossip Girl: Nate bekommt einen Cousin!

Schon etwas älter, aber immer noch aktuell: Wenn Finanzjournalisten ein schlechtes Gewissen plagt, dann schreiben sie solche Texte.

Bis hierher handelt es sich um nichts anderes als das ganz normale Elend des Finanzjournalismus, entschuldbar allenfalls dadurch, dass es irgendwie menschlich ist. Könnten wir die Zukunft voraussagen, hätten wir längst den Beruf gewechselt und wären lieber Milliardäre geworden. Tröstlich ist allenfalls, dass wir uns in unserer Ahnungslosigkeit in bester Gesellschaft befinden: Weder die Makroökonomen noch die klügsten Marktverächter haben damit gerechnet, dass aus einer lokal begrenzten Immobilienkrise eine solch einzigartige Weltwirtschaftskrise werden würde.

Ich bin gespannt, ob Robert von Heusinger und die anderen vom Herdentrieb (tolles Wirtschaftsblog übrigens, gibt ja leider zu wenige davon) mit seiner Prognose „Josef Ackermann wird sich schämen“ recht behalten wird.

Und zum Schluss mal wieder AC-Content: Mr. Anderson als junger Kerl. Unterstützt die These, dass viele Männer im Alter doch immer besser aussehen.

Gute Vorsätze?

Seit Tagen denke ich nun darüber nach, ob ich mir nicht auch ein bisschen was vornehmen soll, in diesem Jahr. Und da es nicht nur mir so geht, sondern auch anderen hier im Internet, bin ich auf ein paar lustige Projekte gestoßen, die man einfach mal ausprobieren könnte.

Wieder mehr Bücher lesen
Ein Vorsatz, über den auch ich nachgedacht habe, als ich mal geschaut habe, wie viele und welche Bücher ich in 2008 eigentlich so gelesen habe. Was nicht heißt, dass ich nichts gelesen habe. Nur anderen Kram. Internetzeugs, Zeitschriften, Zeitungen, sowas. Nur eben keine Bücher. Und für alle, die ewig am Rechner rumhänge, gibt’s dafür eine Lösung: dailylit.com. Dort kann man sich Bücher per E-Mail schicken lassen, also eine wohldosierte Anzahl an Seiten. So kommt es, dass ich ab Montag „The Curious Case of Benjamin Button“ lesen werde. (via)

Mehr Sport treiben
Ha! Super-Vorsatz fürs neue Jahr. Und auch hier gibt’s im Netz eine Lösung. Auf twohundredsitups.com gibt’s ein Trainingsprogramm, wie man in sechs Wochen in der Lage ist, 200 Situps zu machen. Wer’s geschafft hat, kann sich einen schönen Button ins Blog stellen. Für Fortgeschrittene empfehle ich übrigens hundredpushups.com. Ich glaube, ich beginne erstmal mit den Situps. (via)

Dinge geregelt kriegen
Der Wikipedia-Eintrag informiert schon mal ganz gut darüber. Faszinierend, wie viel Software es dazu gibt. Bei der Recherche dann dieses nette Blog entdeckt. Ist im RSS-Reader und ich bin sehr gespannt, ob das alles wirklich funktioniert. (via Kaffeetrinken mit @fiene)

Dubai (5)


Ist klar, dass man den Herrscharen von Touristen folgen muss, und sich das Buji Al Arab, dieses berühmte Hotel in Dubai, von innen anzugucken. Da der Preis für eine Nacht mein monatliche Budget deutlich übersteigt, entschieden wir uns, das Weihnachtsessen dort einzunehmen. Fünf Gänge zur Mittagszeit. So soll es sein.


Bereits vor dem Hotel stehen zahlreiche Touristen, die die Chance nutzen, sich vor dem Hotel abzulichten. Das geht nicht so wirklich toll, weil ständig Taxis oder Autos ankommen, die durch die Absperrung hinauf zu dem Gebäude wollen. Wir haben eine Reservierung. Da sich keiner um uns kümmert, gehen wir einfach durch den Eingang, kommen aber nur zwei Meter weit, weil wir sofort zurückgepfiffen werden. Brav zeigen wir die Reservierung und schon sind wir herzlich willkommen. Wir werden gefragt, ob wir eines der Autos nehmen wollen, um zum Hotel (70 Meter?) zu kommen. Wir verzichten.


Am Eingang. Wie schon gesagt: Autos, Karossen, Taxis, Menschen, die mit ihren Koffern auf einen Zimmerjungen warten. Hier tummelt es sich. Nebenbei ein bisschen Personal, dass Menschen aus den Autos hilft oder den Weg zur Rezeption geleitet. Es wirkt alles ein bisschen unorganisiert, aber vielleicht liegt es ja wirklich an der Mittagszeit und der Tatsache, dass zu dieser Zeit nicht nur schlafende Hotelgäste herumlaufen, sondern auch die lediglich essenden.


Im Eingangsbereich. Eine Rezeption gibt es hier auch, wenngleich es eigentlich zwei sind. Vor allem aber gibt es Wasser. Aquarien und ein Springbrunnen entlang der Rolltreppen.


Im Aufenthaltsbereich. Geschäfte in gold gehalten, ein atemberaubender Blick in die Höhe. Ein Café, das irgendwie sehr englisch wirkt, ein Geiger, der am Klavier begleitet wird. Weihnachtsdeko in Hülle und Fülle. Ein Brunnen, tolle Leuchter. Beeindruckend.


Der Weg nach oben. Er führt über Aufzüge. Über einen normalen und einen gläsernen. Dort hat man nicht nur einen Blick nach unten (im Pool badende Paris Hiltons und auf der Liege liegende russische Öl-Profiteure), sondern auch in die Ferne (Meer, Palmeninsel). Die 27 Stockwerke hinauf geht es derart rasant, dass die Ohren drücken und der Blick nach unten.., na, ihr wisst schon.


Was wir dann aßen, gibt’s in Bildern. War toll.






Alle Bilder aus Dubai.
Was sonst noch geschah: (1), (2), (3), (4).

Blogger 2008 – das Video

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(Hat der tolle Daniel gemacht.)

Dubai (4)


Egal, wo man hinguckt: Hier wird gebaut. Ob an den Straßen, der U-Bahn, die im kommenden Jahr fertig gestellt werden soll, den Shopping-Malls, den Hochhäusern – überall sieht man Kräne, Sandhaufen, Gerüste. In den kommenden Jahren will das Emirat allein in den Straßenbau 70 Milliarden Dirham stecken. Umgerechnet sind das immer noch mehr als zehn Milliarden Euro. Was öffentliche Verkehrsmittel angeht, ist dies auch wirklich sinnvoll. Die großen Straßen sind alle mindestens vierspurig und trotzdem verstopft. Auch auf Taxis muss man meistens lange warten.

Und wenn man den Erzählungen der anderen traut, dann sind diese Investitionen in die Infrastruktur wirklich notwendig. Denn: Die Straßen waren voll, trotz Wirtschaftskrise, unter der gerade Dubai sehr leidet. Zwischen 30 und 50 Prozent weniger Touristen seien weniger in dem Emirat, klagen die vom Tourismus Abhängigen. Das Hotel ist so wenig gebucht, dass wir trotz unserer viel zu frühen Anreise schon ein Zimmer erhalten. Die Zimmerpreise sind um ein Drittel gesenkt. Die Touren, die die Agentur im Hotel anbietet, sind nicht gebucht. Trotz Weihnachten gibt es auf viele sogar noch einen Rabatt. Reservieren muss man in den Restaurants der Stadt ebenfalls nicht, obwohl es der Reiseführer dringend empfiehlt. „We really feel it“, klagt der Angestellte in dem kleinen Goldgeschäft in Deira, ein Inder, der mit Frau uns seinen zwei Töchtern seit einigen Jahren in Dubai lebt.

Da blickt man schon ein bisschen mit Sorge auf Großprojekte wie diese Dubai Mall, die die größte Shopping-Mall der gesamten arabischen Halbinsel sein will. Und es vermutlich auch ist, würden nicht rund die Hälfte der Shops noch geschlossen sein. „Opening soon“ heißt es auf den zahlreichen Wänden. Doch werden sie wirklich öffnen, wenn der Besucherstrom ausbleibt?

Jahresendzeitfragebogen 2008

Alle Jahre wieder: 2007, 2006, 2005, 2004, 2003.

Zugenommen oder abgenommen? Äh, schwieriges Thema. Muss ich darauf antworten?
Haare länger oder kürzer? Kürzer. Oder vielleicht auch einfach nur ein bisschen anders.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Konstant, hoffe ich. Müsste mal wieder überprüfen lassen.
Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr. Weil ich das Jahr mit vielen Dingen bestritten habe, die ich machen wollte (Birmingham!, New York! Dubai!). Und dann kamen noch Anschaffungen dazu, die nicht eingeplant waren (Auto kommt nicht übern TÜV. Auto fährt nicht mehr. Neues Auto muss her.)
Der hirnrissigste Plan? Da gab es einige. Zum Beispiel der: „Och, dieses Jahr machste aber wirklich mal mehr Sport.“
Die gefährlichste Unternehmung? Ich überlege immer noch, aber mir fällt echt nix ein.
Die teuerste Anschaffung? Neues Auto, ganz klar.
Das leckerste Essen? Mmh. Das tolle indische Essen in Niagara? Oder doch das Fünf-Gänge-Menü in Dubai? Puh. Kann mich einfach nicht entscheiden.
Das beeindruckendste Buch? Dieses Jahr irgendwie keins so richtig. Wobei mir Siri Hustvedts „Das Leiden der Amerikaner“ am besten gefallen hat. Beeindruckt hat es mich aber nicht.
Der berührendste Film? Ich hab nochmal nachgeguckt. Im Kino hat mich nichts beeindruckt. Aber dann habe ich gesehen, dass ich ja in diesem Jahr auch „Emmas Glück“ geschaut habe. Diesen tollen traurigen Film mit Jürgen Vogel.
Das beste Lied? Tomte. Heureka. Eindeutig.
Das schönste Konzert? Udo in Hamburg. Mit der Familie. Hach.
Die meiste Zeit verbracht mit…? Sie nennen ihn Mr. Analyzer.
Die schönste Zeit verbracht mit…? Siehe oben.
Vorherrschendes Gefühl 2008? Kann ich das wirklich?
2008 zum ersten Mal getan? Oh, meine liebste Kategorie in diesem Jahr. Also: Motorrad mitgefahren, New York, USA, Kanada, Dubai, tolle Sachen gegessen, den Wüstensand mit dem Sandboard runtergebrettert, im Ausland ne Brille gekauft, ein Auto gekauft, ganz viele amerikanische TV-Serien geguckt. Und ziemlich viel Spaß da bei gehabt. Sowieso gemerkt, dass es so viele Dinge gibt, die man noch nie gemacht hat. Und dass man diese Dinge ruhig mal angehen sollte.
2008 nach langer Zeit wieder getan? Birmingham und alles, was dazu gehört.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Die Idee, das Auto doch nochmal über den TÜV zu bringen. Meine Schludrigkeit, die dazu führte, dass meine Brille in einem Hostel in den USA geblieben ist. Lampenfieber.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? „Hey, wir sind ein Team!“
2008 war mit einem Wort…? Ereignisreich. Anstrengend.

Konzerte 2008

Es waren zwar nicht viele Konzerte in diesem Jahr, aber toll waren sie eigentlich alle. Trotzdem eine Rangliste.
1. Oktober: Udo Lindenberg. Weil es so anders war. Mit Mama und Bruder und ein paar Tränen wegen der Erinnerungen.
2. Januar: Morrissey. Weil in Straßburg und mit Caro. Und überhaupt.
3. Juli: Bernd Begemann. Den hab ich ja schon oft gesehen. Und der ist halt einfach immer wieder gut. Und ein bisschen liebenswert.
4. November: Tomte. Auch schon oft gesehen. Der Thees, der tolle.
5. März: Editors. Naja. Manche Dinge macht man aus Liebesgründen.

blogger 2008

Nur ganz kurz: Wir haben gesendet und wählen lassen: die Blogger des Jahres 2008. Hier sind die Gewinner in den verschiedenen Kategorien.

Bester Blogger Deutsch: Lukas Heinser

Bester Blogger International: Jeff Jarvis

Bestes Themenblog: Mädchenmannschaft

Bestes Gruppenblog: direkter-freistoss.de

Newcomer unter den Bloggern: Thomas Strobl und Frank Lübberding, weissgarnix.de

Bester Twitterer: bosch

Journalists des Jahres: Mario Sixtus mit Elektrischer Reporter

Bester Blogger ohne Blog (aber mit Wikipedia-Eintrag): Claus Kleber

Bester Selbstnominierer: Don Dahlmann

Bester Blogtext: „Skinheads sind die dümmeren Deutschen“ von Beastybasti (Jipieh)

Lebenswerk: Anke Gröner

Dubai (3)







Und hier gibt’s noch mehr Fotos. (Und das sind noch nicht alle.)

Dubai (2)

Natürlich gibt es an einem Ort, an dem alle irgendeine Form von Englisch sprechen, auch englischsprachige Zeitungen. Zwei sogar: die „Gulf News“ und die „Khaleej Times„. Laut Reiseführer ist letztere mittlerweile von der Regierung übernommen worden, was sich wohl auch auf die Berichterstattung auswirkt. Wenn überhaupt, dann ist dies mir bei der Berichterstattung über die Weihnachtsrede des iranischen Präsidenten im britischen Fernsehen aufgefallen. Denn die Kollegen hatten zu dem Thema einen Kommentar geliefert, der so windelweich war, weil man nicht so richtig gegen, aber auch nicht zu sehr für Ahmadinedschad argumentieren konnte. Der letzte Satz war „At least he made his point“. Nun ja.

Ansonsten fällt auf, dass beide Zeitungen über einen großes erstes Buch verfügt, das eine Mischung aus Politik- und Panorama-Themen aus der Region, Asien und dem Rest der Welt liefert. Ziemlich gut und ausführlich, sogar, was mich sehr erfreute. Im Sport-Buch wird ausführlich über Cricket berichtet, im Wirtschafts-Buch gab es in der vergangenen Woche alles rund ums Öl, viel Finanzen, und auch eine Technologie-Seite. Auffallend: Entweder hat der Reader Scan zugeschlagen oder der Bewohner der Vereinigten Arabischen Emirate interessiert sich nicht wirklich für Kultur. In der Samstagsausgabe gab es eine Beilage, aber die war eher frauenmagazinig als feulletionistisch.

Ein bisschen zu ehrlich übrigens der Umgang mit Symbolbildern.