FILM: Once

Ich habe nun auch endlich diesen Film gesehen. Ein junger Mann trifft eine Frau und zwischen den beiden gibt es eigentlich nur die Musik. Sie hört ihm zu, wie er Gitarre spielt und Lieder singt, die von der Liebe handeln, vom Schmerz. Er, der Sohn eines Staubsaugerreparateurs, sie, eine junge Tschechin, die ungewollt schwanger geworden ist und derzeit von ihrem Mann getrennt lebt.

Sie singen gemeinsam, in der Wohnung von ihm, in der Wohnung von ihr, in einem Klaviergeschäft und irgendwann nehmen sie in einem Studio auch eine Platte auf. Und immer wieder kommen sich die beiden näher, für ihre Musik und nicht für irgendwas, was man Liebe nennen könnte. Den beiden dabei zuzusehen, macht unheimlich viel Spaß. Was aber auch daran liegt, dass die Musik, die die beiden machen, so wunderbar ist. Gefühlvoll, mal laut, mal leise, einfach schön.

Und als er dann irgendwann aufbricht, nach London, ganz alleine, da war ich so froh. Denn wäre da ein Kuss gewesen, einer dieser typischen leidenschaftslosen Küsse, die in jedem zweiten Film zu sehen sind, wäre da ein solcher gewesen: Der Film wäre nur halb so schön gewesen.

The days after

Heute war dann der erste Tag, an dem ich mal für länger vor die Tür getraut habe. Raus in die Kälte, dick eingepackt, weil die Sonne zu schön schien und der Himmel so blau war wie lange nicht mehr. Und dann auf der Friedrichstraße zwei Menschen gesehen, die ich kannte. Und dann gibt es ja diese unterschiedlichen Formen von Kennen: Kennen von Leuten, mit denen man dann auch redet, Kennen im Sinne von durchaus ein „Hallo“ zu werfen oder Kennen, indem man sie zur Kenntnis nimmt, sich aber nicht unbedingt abmüht, ein Wort zu wechseln. Da ich bei dem einen nicht sicher war, ob ihm ein „Hallo“ meinerseits so viel bringen würde, hab ich weggeschaut. Das ist ja in vielen Fällen viel einfacher als ein peinlicher Gruß, der dann nur zu Verunsicherung auf der anderen Seite führt. Und dem anderen hätte ich gerne ein „Hallo“ zugeworfen, auch wenn ich im anschließenden Smalltalk mehr gehustet als geredet hätte. Aber als ich an der Kasse fertig und bereit für all das war, war er weg.

Auf dem Rückweg dann noch ein bisschen der Sonne entgegengelaufen. Später dann hustend aufs Sofa gefallen und erstmal eine Stunde geschlafen. Frischluft kann so anstrengend sein.

Ich will umziehen!

Kann mir mal einer sagen, warum die NRWler beim Bundesvision Song Contest am meisten für diese seltsamen Typen von „Subway to Sally“ anrufen? Gibt’s doch nicht. Und ganz schlimm auch, dass die sich nicht mal mit ihrem Bundesland identifizieren. Alle Bundesländer rufen fein für ihre Bands an, nur die NRWler nicht. Alles seltsam. Hier will ich nicht sein. (Hamburg! Berlin! Schickt mir eure Jobangebote! Jetzt!)

Lieblingszeile des Tages

postmann.jpg

Die Qual der Wahl: Hausarzt

Ich hab ja hier noch keinen Hausarzt, weil ich bisher noch nie einen gebraucht habe. War einfach nicht krank. Das ist seit gestern anders. Fieber, Husten, all der Schmonz, den man dann so hat. Und deshalb dachte ich: „Such ich mir mal nen Hausarzt.“ Ich hab mich für den ein paar Häuser weiter entschieden. Die Vorzimmerdamen haben mich freundlich empfangen und mir gesagt, dass ich später noch einmal wiederkommen soll. Damit ich nicht so lange im Wartezimmer rumsitzen muss. Das ist doch nett. Und als ich das Haus wieder verließ, teilte mir eine seiner Patientinnen auch noch mit: „Da haben Sie eine gute Wahl getroffen. Als mein Mann im vergangenen Jahr gestorben ist, da hat er ihn sehr gut begleitet. Er ist sogar nach Hause gekommen.“

Keine Frage, seitdem bin ich sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Herzaufgeh-Content

Der lustigste Spruch des Wochenendes kam natürlich von dem kleinen Mädchen, dass während des Samstagnachmittagsspaziergangs die ganze Zeit mein Hand hielt (Hach, wie ist das süß!) und der ereignete sich so:

Kleines Mädchen auf Omas Schoß: „Willst du auch Schokolade?“
Oma: „Nein danke.“
Kleines Mädchen mit aufgerissenen Augen: „Hast du Bauchweh?“

Dig, Nick!

Er hat wirklich den saucoolsten Tanzstil, den ich bei einem 50-Jährigen gesehen habe:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Nouvelle für die Frauen

nouvelles.jpg

Wer glaubt eigentlich, dass man im Jahr 2008 noch ein Nachrichtenmagazin aus einer weiblichen Perspektive braucht? Und zwar nicht nur ein Online-Ding, sondern eins, was es mittelfristig auch am Kiosk geben soll. Die Antwort: drei Männer. Die, schaut man ins Impressum schon einen großen Strauß an Frauen für ihre Redaktion gewonnen haben.

Und weil sie so tun wollen, als sei ihnen der Leser wichtig, verschicken sie Mails und Briefe (Ja, ich habe einen Brief bekommen, einen, auf dem mit blauen Stift handschriftlich Adresse und Absender geschrieben wurden, ganz so, als ob eine gute Freundin mir diesen Brief geschrieben hat, wie eklig.) und hoffen, dass wir Frauen an ihrer Umfrage mitmachen.

Toll, ganz toll. Aber innovativ ist das wirklich nicht. Und schon gar nicht zeitgemäß.

Drama auf Youtube

Wir alle erinnern uns noch an dieses tolle Backenhörnchen, oder?

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Das Tolle: Jetzt gibt’s ganz viel Drama auch noch bei einem Lemur. Ganz ganz groß!!!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

(via)

Zwischen 6 und 6.20 Uhr

Wie kommt es nur, dass sie Bata „Ich freu mich, dass ich John zehn Punkte geben darf“ Illic so lange versteckt gehalten haben. Wo war er nur all die vielen Jahre? (Seit „Michaela“.)

Und eine andere Frage, die mich umtreibt: Ist es der Coolness-Faktor, den sich Microsoft mit Yahoo ins Haus holen will? Ist es die Denke? Werbe- und/oder Mailmarkt oder doch einfach alles, so dass daraus dann doch nichts wird? Alles spannend.

Jetzt erstmal Super-Tuesday.