Freibäder im Test: Strandbad Lörick

In Verbrauchertipps bin ich ja extrem gut, deshalb ein weiterer Teil der Knaller-Serie: Freibäder im Test.

Preis: 3,20 Euro. Daran habe ich mich ja schon gewöhnt.

Schwimmmöglichkeiten: Ganz ok. Obwohl ich an einem Montagspätnachmittag da war, immer noch Schulferien sind und das Wetter ziemlich gut, konnte ich im 50-m-Schwimmbecken relativ ungestört ein paar Bahnen schwimmen. Kleiner Makel: Das Wasser war jetzt schon pisswarm. Will nicht wissen, wie das in zwei Wochen ist, sollte das Wetter so bleiben.

Liegemöglichkeiten: Super. Auf der Riesen-Wiese findet jeder Platz. Sehr weitläufig, bisher noch nicht verdreckt. Sogar Ameisen gibt es noch (Hehe.).

Verpflegung: Ich habe Pommes gesehen, ich habe Eis gesehen. Mehr braucht man im Schwimmbad nicht.

Fazit: Muss sagen, nicht schlecht. Hatte das Gefühl, dass hier mehrere Generationen ungestört nebeneinanderher Spaß haben können. Kann man also wieder machen.

(Den dritten Teil gibt es voraussichtlich im nächsten Jahr. Es sei denn, es kommt was dazwischen.)

Wie man Geld verdienen könnte

Gestern auf dem Frankfurter Bahnhof die Idee entwickelt (also nicht alleine, damit will ich mich nicht rühmen), einen Begleitservice zu gründen. Aber einen, der Menschen von zuhause/vom Taxistand/von der S-Bahn (je nach Wunsch) zum Bahnsteig begleitet, Tasche tragen, große Verabschiedung inklusive (mit Taschentuch, Hinterherwinken etc.). Für besonders Einsame gibt’s bei Verspätungen der Bahn den Kuschelbonus, d.h., so lange umarmen (oder was auch immer), bis der Zug endlich einfährt. Und jetzt finde ich die Idee imer noch super.

Gesammelte Briefe (13)

Ein typischer Leserbrief im STERN, aber da ich mich ansonsten so sehr über die aktuelle Ausgabe (belangloser Scheiß, langweilige Themen, nicht gestellte Fragen) aufgeregt habe, hier also das kleine Highlight (Schmunzelcontent, mehr nicht) von Kurt B. aus W.:

Kurt Becks Vorschlag eines „Deutschlandfonds“ hat mich auf eine Idee gebracht. Danach gehen sämtliche Zahlungen an Politiker auf einen „Abgeordnetenfonds“. Das Geld wird an die Politiker verteilt nach einem Schlüssel, der von einer unabhängigen Kommission erarbeitet wird. Für deren Besetzung schlage ich meine Frau und mich vor. Dann würden die Gelder gerecht verteilt.

Wochenende!

Trotz Samstagdienst nach Frankfurt zu einer Geburtstagsparty gefahren. Sozusagen das heilige Rest-Wochenende einfach mal nicht heilig sein gelassen. Tribut ans eigene Alter gezollt, indem ich nach einem Glas Bowle (!) und einem Beck’s Green Lemon einfach nur noch Wasser getrunken habe. Zuerst mit Strohhalm, damit’s zumindest wie ein außergewöhnliches Getränk aussieht, später einfach aus dem Glas.Wahrscheinlich haben sie mich für bekloppt gehalten.

Wie peinlich ist eigentlich das Bekenntnis, dass David Beckham auf den neuesten Fotos richtigrichtig gut aussieht?

Medienjournalismus 2.0 – Beta

Warum ich zu den Rolandsecker Gartengesprächen vom Verlag Rommerskirchen eingeladen worden bin, kann ich leider noch immer nicht beantworten. Natürlich habe ich mich ein bisschen geschmeichelt gefühlt und natürlich war ich auch neugierig (Zumal hier mehrfach am Tag Verlagsmitarbeiter mitlesen). Schließlich ist das, was ich hier und da von Zeit zu Zeit schreibe, nicht so wirklich Medienjournalismus und schon gar nicht 2.0. Ich schreibe ins Internet und benutze dafür eine bestimmte Software. Doch die Tatsache, dass ich das tue und dass das auch noch viele andere Menschen tun, bringt die Medienjournalismuswelt wohl sehr durcheinander. So sehr, dass sie zu Gesprächen einladen, in der es um eben diese irgendwie nicht so richtig greifbare Art und Weise, ins Internet zu schreiben, geht.

Dafür laden Sie wohl ein paar Blogger (um die beiden Düsseldorfer zu verlinken), die eigene Riege und natürlich ein Podium ein, um zu diskutieren. Während Henry Lübberstedt von stern.de ein bisschen über sein Verhältnis zu Spiegel Online und seine Anforderungen an neu einzustellendes Personal sprach (Was das mit Medienjournalismus zu tun hatte, erschloss sich mir nicht so ganz), durfte Thomas Lückerath von dwdl.de ein bisschen aus seinem Alltag ohne Redaktionsschluss sprechen. Steffen Grimberg von der taz plauderte ein bisschen über Befindlichkeiten von so genannten Alpha-Journalisten und ich hoffte bereits, dass dieser Tag dann doch einmal ohne die übliche Kontroverse Journalisten vs. Blogger auskam.

Dem war leider nicht der Fall, denn dann kam Hans Hoff, der zuvor nur mit albernen „Werbe“-Einblendungen aufgefallen war, die er dem Publikum präsentierte, wenn mal wieder einer der Züge vorbeifuhr. Hoff also hatte sich vorgenommen, den Polterer zu geben. Er schimpfte auf die Tatsache, dass jeder irgendwas schreiben könne, darauf, dass das alles furchtbar unübersichtlich sei und auch darauf, dass das alles auch furchtbar schlecht sei. Fernsehkritiken seien keine Kritiken mehr, sie seien zu lang, andererseits hoffte (Haha, das ist doch mal ein Hammer-Wortspiel, leider passt das Wort nicht so richtig, so dass ich nach der Klammer ein passenderes anbiete und den Satz auch beende) wünschte er sich, dass man sich für bestimmte Texte dann doch ein wenig mehr Zeit nehme. Ich wartete sekündlich darauf, dass er endlich den „Klowände“-Spruch brachte, aber er blieb ihn mir schuldig.

Nun könnte ich natürlich einen unendlich langen Text darüber schreiben, wie sehr mich die Haltung von Hoff aufgeregt hat. Dazu habe ich aber keine Lust. Denn viel lieber möchte ich aufschreiben, wie sehr das Beispiel Hans Hoff die Angst von insbesondere älteren Journalisten vor dem Internet (Herr Grimberg hat sich zumindest mal von einem Kollegen zeigen lassen, wo man bei taz.de seine Mediengeschichten findet, das ist ja zumindest ein Anfang) zeigt. Während man sich bisher im Bahnhofskiosk je nach Interessenlage mit Zeitungen und Zeitschriften eindecken konnte, wird der Bahnhofskiosk zunehmend durch eine unübersichtliche Zahl von Internetseiten ersetzt erweitert. Sowas macht natürlich Angst, weil diese nicht mehr so leicht beherrschbar sind. Das Beispiel Hoff zeigt aber auch die Unaufgeschlossenheit vieler Journalisten. Genauso wie man bei einem neuen Handy erst einmal alle Tasten ausprobiert, muss man doch auch in der Lage (also mental) sein, ein paar Knöpfe im Netz auszuprobieren. Dass es bei vielen Kollegen in dieser Hinsicht noch eine Blockade gibt, das stimmt mich traurig. Weil so eigentlich jede Diskussionsgrundlage fehlt.

Wer suchet, der findet?

Die Geschichte dahinter würde mich schon sehr interessieren.

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Dieses Hausfrauendings

Sehr gerne hätte ich gestern diese neue Serie von und mit Linda de Mol gesehen. Leider war ich aber schon im Bett, klang nämlich vom Trashfaktor optimal. Hat das jemand gesehen und mag er davon berichten?

Frida

Seitdem der Laden „Frida“ heißt, ist da meist viel los. Vorher hieß das ganze „Fiasko“, wobei ich nicht weiß, ob dieser Name auch Rückschlüsse auf die Qualität des Ladens zulässt, ich war einfach nie drin. Einmal war es fast soweit, es war WM und ein ehemaliger Kollege wollte dort unbedingt eines der Spiele gucken. Doch weil die Luft schon vor Spielbeginn stickig und die Räume überfüllt waren, wurde aus dem Ausflug ins „Fiasko“ nichts. Als der Laden dann irgendwann verschwand und dann umbenannt als „Frida“ wieder auftauchte, ging ich hinein. Gerade mal drei Tage war der neue Laden alt, die Bedienung noch nicht eingespielt, die Speisekarte eher provisorisch. Es war laut, das Essen kam erst nach Stunden, die Bedienung erkannte nicht wirklich, das Gläser gefüllt werden mussten – es war gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem irgendwie nett.

Und deshalb dachte ich mir heute: Gebe ich „Frida“ noch eine Chance. Wieder gab es Tapas, das Essen war frisch, es kam schnell und die Bedienung funktionierte. Zumindest bis wir die Rechnung haben wollten. Sie rechnete und rechnete und nannte einen Betrag: 46 Euro. Nachdem wir bereits geschockt aber doch bereitwillig gezahlt hatten, doch nochmal nachrechneten und die gute Frau noch einmal zu uns baten, stellten wir fest: glatte 20 Euro zuviel bezahlt.

Und doch: Es gab Trinkgeld. Und wieder hingehen würde ich auch.

Sonntagsbeschäftigung

Den Großteil des Tages auf dem Spielplatz verbracht. Zugeschaut, welche Anziehungskraft Wasser auf Kinder hat. Kaum erspähen die kleinen Wesen die Pumpe (und Pampe), laufen sie wie ferngesteuert auf die Sandgrube zu, lassen sich bereitwillig T-Shirt und Hose ausziehen, um dann in Windel und Unterwäsche bekleidet im Sand rumzubuddeln. Und da gibt’s dann ja auch viel zu tun: Eimer mit Wasser füllen, Eimer wieder leeren, mit der Schippe Sand in den Eimer packen, das Ganze gut mit dem Wasser vermischen, den Eimer wieder leeren, die Schippe einbuddeln, einen Graben für das Wasser bauen, Wasser in den Graben füllen, sehen, wie die Grabenwände einsacken, um dann wieder einen neuen Graben zu bauen.

(Ein bisschen neidisch war ich schon, nicht mitgebaut zu haben. Aber ich trug ja auch keine Windel.)