Zeitschriften im Test: Ebay Magazin

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Nein, ich brauche diese Zeitschrift nicht. Mir hat sich bisher die Faszination des Einkaufs bei Ebay schlicht nicht erschlossen. Ich lege keinen Wert darauf, von anderen Käufern bewertet zu werden. Genauso wie ich per Katalog shoppen meide, mag ich mir meine Klamotten auch nicht bei Ebay kaufen. Und an Papst-Autos, Promis oder sogar ganzen Bands hatte ich bisher auch noch kein Interesse. Doch: Ich bin ein Einzelfall. Und deshalb gibt es wohl dieses Magazin. Für 2,50 Euro, vierteljährlich, am Kiosk.

Aber. Auch wenn ich kein wirklicher Ebay-User bin, wider Erwarten mochte ich dieses Magazin doch. Nicht, weil ich sonderlich viel Neues erfahren habe. Wohl aber, weil die Texte liebevoll aufbereitet, gut recherchiert und vor allem nett zu lesen sind. Man liest einfach diese skurrilen Geschichten über Nicknames, die Wahl des perfekten Fotos oder Produkttextes. Am liebsten mochte ich allerdings die verschiedenen Listen: die häufigsten Suchanfragen in den unterschiedlichen Ländern, die beliebtesten Nicknamen oder die Liste über die Länder, in denen die meisten Auktionen stattfinden (übrigens: Deutschland).

Doch. Ich lese all die meisten dieser Inhalte, die übrigens auf die „Ressorts“ Community, Kaufen & Gewinnen, Verkaufen & Verdienen, Trends & Produkte oder Service & Wissen verteilt sind, genau einmal. Sicherlich: Wenn man einmal einen Text darüber schreibt, was man beim Ersteigern eines Telefons beachten sollte, dann kann man in drei Monaten die gleiche Geschichte noch einmal anhand von Digitalkameras und in einem halben Jahr anhand von Fahrrädern erzählen. Aber immer wieder ein Update dieser Listen? Immer wieder beste Suchtipps, Geschichten über Menschen, die gerade ausmisten oder eine Vorstellung des neuen Bewertungssystems?

Aber weil ihr auch extra eine Geschichte eingebaut habt, die eure redaktionelle Unabhängigkeit unterstreichen soll („Alternative Marktplätze“, S. 124), bedanke ich mich auch brav. Für diese eine Ausgabe Ebay-Magazin. Es war unterhaltsam mit dir. Und das kann man wirklich nicht zu jedem Internetmagazin sagen.

Andere Meinungen:
Ulrike Simon
Thomas Lückerath

Nordsee


Klimawandel?

Überfällige Worte zum Contest

Netterweise hat Spiegel Online für mich ja die ganzen Songs von gestern abend noch einmal zusammengestellt. So kann ich mir auch eine Meinung bilden und sagen, ob ich den Sieg von Serbien für gerechtfertigt halte. Das ist ja schließlich Dienst am Leser, dass man noch einmal einen einordnenden Kommentar abliefert. Man kann ihn (also, den Leser, also du da) ja nicht völlig alleine lassen. Meine Favoriten beim Durchhören waren:

Frankreich mit der Band „Les Fatals Picards“ und dem Titel „L’amour À La Française“. Die landeten sogar hinter Rocheeee auf dem 22. Platz. Und das andere Lied, was ich gut fand, kam aus Georgien: Weil’s ein bisschen an Musik von Björk erinnerte: Die Frau hieß wohl Sopho“ und das Lied „Visionary Dream“ und das klang auch ein bisschen housig. Das landete wenigsten auf dem 12. Platz.

Sowohl der Beitrag aus Serbien als auch der aus der Ukraine waren mir ziemlich egal. Aber ich bin ja auch nicht von dort.

So und jetzt fiebere ich der nächsten wichtigen Entscheidung im TV entgegen: Anni oder Fiona – wer schafft es ins Finale? Bleibt dran, es lohnt sich.

Äh, glaubt man meinem Feedreader, hat die gesamte so genannte Blogosphäre den Grand Prix live gebloggt. Ich bin stolz, von der Veranstaltung nichts mitbekommen zu haben. Auch wenn ich stattdessen nass geworden bin, kalte Füße hatte, Cola aus Plastikbechern getrunken habe, und vorher (gegen kurz vor elf) als letzte eine „Kneipe“ verließ, nachdem der Besitzer bereits eine halbe Stunde lang demonstrativ die Zapfanlage gereinigt hatte. Ja, so war das. War auch schön. So.

Vielleicht war dieser Diekmann-Eintrag bei Welt-Debatte auch einfach nur ein geschickter Coup, dass dort auch endlich mal diskutiert wird. Bisher war das eine eher einseitige Veranstaltung.

Contest

Gestern endlich mal wieder die Topmodel-Show geschaut. Erst zusammen mit dem Mann meines Herzens. Nach einer Dreiviertelstunde verabschiedete er sich mit den Worten „Das halte ich nicht mehr aus“. Wenig später ertönte Schlagermusik. Da fragt man sich doch wirklich, was schlimmer ist.

(Manchmal muss man Kommentare schreiben, um zu merken, dass man doch was fürs Blog erlebt hat.)

Hihi-Content

Eben bei Lucy gesehen: Schäuble twittert. Zum Beispiel:

„Konnte Merkel wieder nicht überzeugen. Die wird schon sehen, was sie davon hat.“

Nachtrag: Der ist jetzt auch mein Freund.

Auf dem Weg zum Nerd

Im Gespräch über „Paris Hilton“ (Bitte keinen dummen Sprüche, warum ich über Paris Hilton rede, ja?) sofort an „Perez Hilton“ denken. Dies dann verwirrt zugeben und auf völlig ahnungslose Gesichter stoßen.

Lese ich die richtigen oder die falschen Seiten?

Wirtschaftsmagazine im Abo

Wirtschaftsmagazine suggerieren ja gerne, dass man mit ihnen reich werden kann: „Die besten Aktien rund um den Globus“, „So sparen Sie soundsoviel Geld im Monat“, „Holen Sie bei Ihrer Steuererklärung das meiste raus“. Hat ja sicherlich jeder schon einmal gelesen. Kurz: Ein Abo eines Wirtschaftsmagazins muss her. (Nach Hörzu und Stern nun also die Wirtschaftspresse.)

Deshalb habe ich mal ein bisschen nachgerechnet. Mit welchem Wirtschaftsmagazin-Abo spare ich also am meisten Geld? Widmen wir uns also kurz den Annahmen, die ich für diese Rechnung aufgestellt habe:
1. Es muss ein Magazin aus der Top Ten der auflagenstärksten Wirtschaftsmagazine sein.
2. Berücksichtigt werden „Leser-werben-Leser“-Prämien in Form von Geld oder Geldgutscheinen.

Das Ergebnis: Sie müssen leider alle ein Abo von „Guter Rat“ abschließen. Denn während man am Kiosk pro Heft zwei Euro ausgeben muss, bekommt man bei einem Jahres-Abo sogar noch 50 Cent pro Heft geschenkt. Ich wiederhole: 50 Cent.

Wem das nicht gefällt, der kann auch noch zwischen zwei anderen Magazinen auswählen, die gibt’s nämlich auch noch für eine Bonuszahlung:

Platz 2: Impulse. Hier gibt’s acht Cent pro Heft geschenkt.
Platz 3: Euro Finanzen. Hier gibt’s fünf Cent pro Heft geschenkt.

Bei den restlichen Heften muss man leider einen Betrag zwischen 16 Cent und 1,18 Euro pro Ausgabe investieren.

Hihi, nachdem ich ja schon auf das Trinkspiel zu „CSI Miami“ hingewiesen habe, muss ich nun natürlich auch auf das zu „Dr. House“ hinweisen. Für alle Einsteiger.