Die können einfach kein Elfmeterschießen. Mannmannmann, dabei wollte ich doch noch beim Teamscream mitmachen. Und mit meiner Wembleytor-Tasse angeben.
WM-Draussengucklocation im Test (6)
Heute: Deutschland – Argentinien, 1. Halbzeit, Hafen
Wo? Minolbar? Zu voll. “Sushi&Soulâ€? Zu langsame Übertragung. Also zum Eigelstein.
Wie kann ich Fußball gucken? Super Leinwand, super Stimmung, aber wer erst mitten in der ersten Halbzeit kommt, kann sich gute Sicht auf die Leinwand abschminken. Zumal, wenn man die 1,70m nicht überschreitet.
Was gibt’s außer Fußball? Kölsch und anderes. Und ganz gute bürgerliche Küche.
Wie war die Stimmung so? Super. Da ich aber zu klein bin, sind wir nach der ersten Halbzeit dann weitergezogen.
Fazit: War scheiße. Nächstes Mal früher losgehen.
WM-Draussengucklocation im Test (5)
Heute: Deutschland – Argentinien, 1. Halbzeit, Hafen
Wo? Minolbar? Zu voll. Vor dem „Sushi&Soul“ ist noch was frei. .
Wie kann ich Fußball gucken? Auf den ersten Blick ganz ok. Fernseher ist relativ klein. Aber auf den zweiten Blick? Scheint DVBT zu sein, da man von weitem die Schreie immer schon fünf Sekunden vorher hört. Das macht keinen Spaß.
Was gibt’s außer Fußball? Allerlei Getränke wie Bier und so. Ansonsten, was es halt in einer Sushi-Bar so gibt.
Wie war die Stimmung so? Keine Ahnung. Wir sind dann weiter gezogen, in den Laden, in dem die Übertragung fünf Sekunden schneller war.
Fazit: War scheiße.
Oh nein!
Robert Gernhardt. Tot.
Man glaubt es wirklich nicht, mit welchen Suchanfragen die Leute auf diese Seite kommen.
TV-Filmvorschau (25) als Podcast
2. Franziskript-Podcast mit der 25. Filmvorschau vom 1. bis 7. Juli. Wieder mit dem Popkulturjunkie. Und diesmal gibt’s hier im Blog sogar wieder auf Wunsch zahlreicher Kommentatoren eine Kurzkritik. Die ist zwar kürzer als damals, aber immerhin.
[audio:http://franziskript.podspot.de/files/franziskript2.mp3]Oder als Download, 8,9 MB
Popkulturjunkie empfiehlt:
Samstag, 1. Juli, 14.55 Uhr: „Das Fenster zum Hof“ (Vox)
Klassiker mit James Stewart. Viel besser als das Remake.
Samstag, 1. Juli, 20.15 Uhr: „Nirgendwo in Afrika“ (Sat.1)
Nette Samstagabend-Unterhaltung.
Samstag, 1. Juli, 22 Uhr: „Bella Block: Schuld und Liebe“ (ZDF)
Hannelore Hoger in ihrer Paraderolle. Die beste der ZDF-Krimireihen.
Sonntag, 2. Juli, 13.35 Uhr: „Ein Käfer auf Extratour“ (kabel eins)
Noch ein alter Dudu-Film. Kindheits-Erinnerung.
Sonntag, 2. Juli, 22 Uhr: „Con Air“ (ProSieben)
Spannender Action-Reißer mit einem erschreckend guten Steve Buscemi.
Sonntag, 2. Juli, 23.15 Uhr: „Die Invasion der Barbaren“ (Das Erste)
Auslands-Oscar-Gewinner.
Sonntag, 2. Juli, , 20.15 Uhr: „Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone“ (kabel eins)
Komödien-Klassiker aus meiner Teenie-Zeit. Könnte heute etwas peinlich sein.
Montag, 3. Juli, 22.15 Uhr: „Mord in der Mittsommernacht“ (ZDF)
Dänischer Horror. Könnte nett sein.
Dienstag, 4. Juli, 20.15 Uhr: „Tatort: Das Lächeln der Madonna“ (Südwest Fernsehen)
Ich mag Eva Mattes als Kommissarin.
Dienstag, 4. Juli, 20.15 Uhr: „Tatort: Der vierte Mann“ (rbb Fernsehen)
Berliner „Tatort“ mit Jürgen Vogel in einer netten Nebenrolle.
Mittwoch, 5. Juli, 20.15 Uhr: „Stadt der Engel“ (ProSieben)
Einer meiner Lieblingsfilme. Melancholie mit einem großartigen Nicolas Cage.
Mittwoch, 5. Juli, 23 Uhr: „Tatort: Das Mädchen auf der Treppe“ (WDR Fernsehen)
Schimanski-Klassiker von 1982.
Mittwoch, 5. Juli, 23.05 Uhr: „Judge Dredd“ (Südwest Fernsehen)
Unterschätzte Comic-Verfilmung.
Freitag, 6. Juli, 23 Uhr: „Bound – Gefesselt“ (ProSieben)
Kino-Debüt der Wachowski-Brüder. Großer kleiner, fieser Film Noir.
Franziska empfiehlt:
Samstag, 1. Juli, 23.10 Uhr: „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten“ (Hessisches Fernsehen)
Woody Allen aus den 70ern.
Samstag, 1. Juli, 23.15 Uhr: „Höllentour“ (Phoenix)
Hervorragende Tour-de-France-Doku in der x-ten Wiederholung.
Sonntag, 2. Juli, 0.35 Uhr: „Punch-drunk Love“ (Sat.1)
Großartiger Film von P.T. Anderson, mit Adam Sandler, was aber nichts heißt.
Sonntag, 2. Juli, 22 Uhr: „Kids“ (Vox)
Alltag einer New Yorker Straßengang aus dem Jahr 1995. Hat mich damals sehr bewegt.
Montag, 3. Juli, 20.15 Uhr: „Königskinder“ (3sat)
Junge Liebe, ungewollte Schwangerschaft, Erwachsenwerden. Kurzkritik hier.
Montag, 3. Juli, 20.40 Uhr: „Halbe Treppe“ (Arte)
Schon tausendmal geschrieben. Schön.
Montag, 3. Juli, 23.20: „Italienisch für Anfänger“ (SWR)
Hochgelobter Film, der wirklich ganz nett war.
Montag, 4. Juli, 0.25 Uhr: „Drei Farben: Weiß“ (Tele5)
Trilogie. Julie Delpy.
Donnerstag, 6. Juli, 22.45 Uhr: „Kroko“ (Das Erste)
Endlich wieder „Debüt im Ersten“. Guter Berlin-Film. Mehr hier.
Anmerkungen, Kritik, Anregungen wie immer in den Kommentaren. Muss ein Podcast eigentlich ein Intro haben?
Über Halbfinale
Miesepeterei seid ihr ja von mir gewohnt. Deshalb teile ich hier und jetzt auch mit, dass ich glaube, dass die deutsche Mannschaft morgen gegen die Argentinier verlieren werden. Nicht, dass ich es ihnen wünsche. Wirklich nicht. Aber diese Sicherheit, die da seit Tagen in den Medien verbreitet wird, diese Sicherheit, die teilweise schon wieder arrogant klingt, das kann doch eigentlich nur schief gehen. Aber vielleicht täusche ich mich auch und das alles ist nur ein Teil der psychologischen Einstimmung. Denkt, was ihr wollt, ich wollte es zumindest mal erwähnt haben.
(Ändert aber nichts daran, dass ich die Halbfinale allesamt aus dem Bauch heraus getippt habe. Laut Tippspiel werden also Deutschland, Italien, England und Frankreich weiterkommen. So, und nun schaun wir mal.)
Ich weiß nicht, ob es an übertriebener morgendlicher Emotionalität lag, aber als ich heute morgen die Titelgeschichte im STERN las (nur in Teilen online), schossen mir vor Rührung Tränen in die Augen. Nur gut, dass ich sie nicht abends gelesen habe. Da bin ich ja meistens noch emotionaler.
BUCH: Daniel Kehlmann – Ich und Kaminski
Nachdem ich sein aktuelles Buch bereits im Februar gelesen und für gut befunden hatte, war ich neugierig: Sollte mir dieses Buch aus 2003 ebenfalls gefallen? Die Antwort ist: Ja. Was zum einen am Thema liegt.
Ein erfolgloser Kulturjournalist will endlich den großen Durchbruch landen: Mit einer Biographie über Kaminski, Manuel Kaminski, einem alten, mittlerweile blinden Künstler, der wohl nicht mehr lange leben wird und auch ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Wenn diese Biographie rechtzeitig zum Tode des Künstlers erscheinen wird, könnte nicht nur Kaminski wieder ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zurückkehren, ebenso wie Zöllner, der auf Anschlussaufträge und ein bisschen Ruhm hofft. Vorbereitet durch Gespräche mit alten Freunden und Feinden macht sich Zöllner also auf den Weg zu Kaminski. Er braucht sehr lange, um zu verstehen, dass investierte Zeit und Geld verschwendet waren.
Zum anderen liegt es am Stil, mit dem Kehlmann die Personen beschreibt, an den Dialogen, einfach an der Sprache des Buches. Schön wie er einer Zunft den Spiegel vorhält und wie er die Spannung bis zu den letzten Seiten aufrecht erhält. Man ahnt, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, aber es ist nicht zu offensichtlich, so dass man die Lust am Lesen verliert. Schönes Buch. Und es überrascht, dass dieser Kehlmann erst 31 ist.
Ich weiß, dass ich definitiv zu viel Fußball geschaut habe, wenn ich beim Lesen der Überschrift „Ein Bit ist ein Bit ist ein Bit“ an Bier denke.