Magic Cleaning oder wie ich meinen Strumpftick entdeckte 

Wie magic Magic Cleaning wirklich ist, kann ich derzeit noch nicht beurteilen. Dafür brauche ich vermutlich noch ein paar Monate. Denn erst muss ich erst einmal die guten Tipps aus dem Buch alle beherzigen und dann muss ich sehen, wie nachhaltig diese Methode wirklich ist. Dass sie nachhaltig ist, das verspricht die Autorin mehrfach, besonders für die Klienten, die einen Aufräumkurs bei ihr gebucht haben. 

Ja auch ich war erstaunt, dass es so etwas gibt: Menschen, die man buchen kann, weil sie einem das Aufräumen beibringen.  Menschen wie Marie Kondo, die schon als Sechsjährige nichts lieber taten als aufzuräumen. 

Für mich ist Aufräumen ein notwendiges Übel, war es immer und ich kann auch meinen Sohn gut verstehen, der sich jedes Mal ärgert, wenn wir ihn freundlich bitten, sein Spielzeug am Abend doch wegzuräumen bzw. wenigstens so zu trappieren, dass wir nachts nicht schreiend im Kinderzimmer stehen, weil wir auf ein Kleinteil getreten sind. Aufräumen nervt und aus diesem Grund war ich wohl empfänglich für ein Buch, dass mir nicht nur eine aufgeräumte Wohnung sondern zugleich noch ein neues Leben versprach.


Magic Cleaning liest sich wunderbar weg, die angegebene Nettolesezeit von drei Stunden kommt hin, die Autorin lässt viele Anekdoten einfließen, man erfährt beispielsweise, dass es Menschen gibt, die sage und schreibe 80 Klorollen vorrätig im Hause haben. 

Der positive Effekt: Ich bekam Lust aufzuräumen, so ganz freiwillig und faltete am Sonntag fleißig all meine Klamotten (und sortierte nebenbei vier Kleidersäcke aus), rollte Strumpfhosen und bemerkte, dass ich unzählige Strumpfhosen, Strümpfe und Wollsocken besitze. So viele, dass ich nun eine Sommerstrumpfkiste mein eigen nenne. Ach ja, im Nachtschrank lagen insgesamt sechs Kopfhörer. Glücklich machen die alle dann doch nicht. 

Ich sag mal: Kann man gut lesen, inspiriert zum Aufräumen, was will man mehr. Der Rest zeigt sich. 

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

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Vor einer halben Ewigkeit kamen Daniel, Thomas und ich auf die Idee, am Ende des Jahres das beste was das deutsche Web hergibt, auszuzeichnen, einfach so. Gemeinsam mit euch per Voting und manchmal auch mit Hilfe von Franzikratie.

Und nun ist es wieder soweit, Daniel, Thomas und ich werden bereits zum neunten Mal die besten Blogs und Blogger auszeichnen. Diesmal, das habt ihr ja sicherlich schon bei Daniel und bei Thomas gelesen, wird die Gala nicht mehr wie beim ersten Mal auf Daniels Couch oder wie in den vergangenen Jahren im Elementarteilchen in Düsseldorf-Flingern, sondern in Berlin stattfinden. Genauer: am 25. Januar, ab 19 Uhr im Basecamp! Bedeutet: Ihr könnt alle dabei sein, denn da ist jede Menge Platz!

Alles, was ihr jetzt tun müsst: Nachdenken, in euren Feeds wühlen und abstimmen. Der Kollege Fiene hat ein wunderbares Formular vorbereitet, da könnt ihr eure Favoriten eintragen. Daniel, Thomas und ich werden uns dann wieder durch eure Vorschläge wühlen und die Shortlist veröffentlichen.

Allerdings müssen wir aufgrund des neuen Umfelds ein paar Dinge anders machen. Erstens: es wird die goldenen Blogger als echte Skulptur geben! Zweitens: Wir werden nicht mehr alle Kategorien live voten lassen können, sondern ein paar mehr werden quasi per Juryentscheid entschieden.

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So war’s letztes Jahr.

Jahresendzeitfragebogen 2015

Zugenommen oder abgenommen? Ab. Auch dank der 90-Tage-Challenge von Mark Lauren. Und Auswirkungen der Dezember-Schlemmerei habe ich einfach nicht überprüft. 

Haare länger oder kürzer? Kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich befürchte, dass meine Augen schlechter geworden sind, da ich meine Brille in den vergangenen Wochen mal wieder ganz gerne aufsetze.

Mehr ausgegeben oder weniger? Gleich.

Der hirnrissigste Plan? Sind nicht alle Pläne mit zwei Kindern auf eine Art hirnrissig? (Diesen Fragebogen in der WordPress-App aufm Smartphone veröffentlichen zu wollen. Elfte Fassung.

Die gefährlichste Unternehmung? Ich bin jetzt offenbar in der Phase des Lebens, in der ich mir Gedanken darüber mache, ob es eine gute Idee ist, nur mit dem Mann nach London zu fliegen und was wohl aus den Kindern werden würde, wenn was passierte. Trotzdem gemacht, aber mit gemischten Gefühlen und dem Vorsatz, das mal irgendwie klären zu wollen.

Die teuerste Anschaffung? Das neue Smartphone, auch weil ich Anfang Dezember die Scheibe geschrottet habe.

Das leckerste Essen? Das erste selbstgebackene Brot, die erste Weihnachtspute. Und da war ja auch noch das leckere halbe Hähnchen mit Gurkensalat im Hausmanns.

Das beeindruckendste Buch? Sophia, der Tod und ich von Thees Uhlmann aus zwei Gründen. Erstens: ein tolles, wirklich berührendes Buch. Zweitens: Ein Sänger kann ein gutes Buch schreiben. (Und hoffentlich bald auch wieder Musik machen.)

Der berührendste Film? Irgendwie hat mich dieses Jahr viel berührt. Ich schiebe das allerdings auf die mütterlichen Hormone.

Das beste Lied? Kommissar Ärmchen von Olli Schulz. Im Auto. Und alle (!) singen mit.

Das schönste Konzert? Bernd Begemann im Dezember in Düsseldorf. Es lohnt sich immer, auf Konzerte mit Bernd Begemann zu gehen. Sowieso: Jeder sollte mal auf einem Bernd-Begemann-Konzert gewesen sein. Ich komme auch gerne mit. 

Die meiste Zeit verbracht mit? Arbeit und Familie hielten sich wohl die Waage.

Die schönste Zeit verbracht mit? Den Kindern.

Vorherrschendes Gefühl 2015? Hab ich was vergessen?

2015 zum ersten Mal getan? Aus der Elternzeit ins selbe Unternehmen zurückgekehrt und ein halbes Jahr später einen neuen (und neu geschaffenen) Job innerhalb der Firma angetreten. Aber auch: ne Podiumsdiskussion moderiert, Ada Lovelace gefeiert, ein Dirndl gekauft und getragen. Und nicht zu vergessen: in einer Küche gestanden, in die es gerade reinregnet.

2015 nach langer Zeit wieder getan? Durch London gelaufen. In der Sauna gewesen, bei der Kosmetikerin, sowieso ein paar Momente allein eingesammelt und diese schätzen gelernt. Man ist ja nur selten allein.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Irgendwie glaube ich ja in guten Momenten immer daran, dass nichts ohne Grund geschieht, aber auf die Zeit zwischen Mitte August und Mitte Oktober hätte ich gut verzichten können.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Keine Sache: von mir. 

2015 war mit einem Wort? Durchorganisiert.

Wer sich nochmal durch die vergangenen Jahre klicken will: 2014, 2013, 2012, 2011, 2010,

2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003 (Links folgen, wenn ich wieder auf dem Rechner bin.)

In eigener Sache

Es gibt was Neues. Nach fast vier Jahren als Chefredakteurin von WirtschaftsWoche Online und Mitglied der Chefredaktion der WirtschaftsWoche übernehme ich ab heute die Aufgabe der Leiterin Digitale Vernetzung bei der Verlagsgruppe Handelsblatt. Ein Wechsel innerhalb des Hauses quasi.

In dieser neu geschaffenen Position werde ich markenübergreifend die weitere Digitalisierung des Unternehmens vorantreiben. Meine Schwerpunkte: Social Media, Video, Digitalisierung von Veranstaltungen sowie das Aufgreifen und Umsetzen digitaler Trends für Handelsblatt und WirtschaftsWoche.

Dazu gibt es auch eine Pressemitteilung.

Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, auch wenn es schon ein seltsames Gefühl ist, das tolle Team von WirtschaftsWoche Online nun in andere Hände zu geben. Aber es sind gute Hände, nämlich die von Silke Fredrich, die mich auch schon während meiner Elternzeit vertreten hat.

Wir haben viel bewegt in den vergangenen Jahren: Visits und Page Impressions mehr als verdreifacht, Reichweite mehr als verdoppelt, aus Wiwo.de ein spannendes Wirtschaftsportal gemacht, viele spannende neue Formate ausprobiert, zum Beispiel Live-Talks, die interaktive ThemenWoche, Multimedia-Specials usw. Und in diesem Jahr haben wir dann noch den Digitalpass eingeführt, eine Art digitales Abo, mit dem man Premiuminhalte der Redaktion bekommen kann. Die WiWo-Redaktion wird dafür sorgen, dass Und auch da wird es in den kommenden Monaten weitergehen, dafür wird die WiWo-Redaktion schon sorgen.

Und es gibt noch immer viel anzupacken. Für mich nun markenübergreifend.

21. November 2015

Ist es eigentlich ein gutes Zeichen, dass der NDR auf den Protest gegen Xavier Naidoo reagiert? Oder ist es nicht eigentlich irgendwie bedenklich, dass, sobald möglichst laut geschrien wird, sofort eine hoffentlich gut durchdachte Entscheidung rückgängig gemacht wird? Und: Klappt das eigentlich auch bei anderen Themen? Die Antwort lautet: ja und ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich das uneingeschränkt gut heißen will. Ja, einerseits, aber es hat auch ganz viel damit zu tun, warum wir in der Kommentarkultur bei Facebook und Co. da stehen, wo wir stehen. Es wird überall nur noch gebrüllt, in der Hoffnung lauter, drastischer zu sein als die anderen, um gehört zu werden. Ohne Rücksicht auf Verluste wird gezetert, lamentiert, polemisiert, beleidigt. Xavier Naidoo ist mir egal. Wie wir miteinander reden, nicht. 

(Wer macht den ESC 2016 denn nun? Barbara Schöneberger herself?)

20. November 2015

Regen, Regen, nichts als Regen. Also zwischendurch auch mal nicht, aber da haben wir immer gerade aus dem Fenster geschaut und beschlossen, jetzt doch genau diese regenfreie Zeit zu nutzen, um mal nach draußen zu gehen und wenn dann alle angezogen waren, hat es natürlich wieder geregnet und alle wurden nass. 

Gegessen: Pfannkuchen. Mit Apfelmus. Und beim Backen ging der Rauchmelder los. Zweimal. 

Getrunken: Jägermeister. Als die Kinder im Bett lagen. 

Gekniffelt: aktueller Stand: 3:1 gegen mich. 

Gestrickt: meine Mütze für diese Saison und die gebe ich jetzt auch nicht mehr her. Die zwei anderen, die in den vergangenen Wochen entstanden sind, musste ich jedes Mal verschenken. Und diese dritte: die ist jetzt mein. Ich bin jetzt immun gegen diesen Blick. So. 

19. November 2015

Heute wäre eigentlich so ein Tag gewesen, an dem ich mich früher am liebsten ins Bett verkrochen und dieses nur zur Nahrungsaufnahme verlassen hätte. Es regnete, stürmte, die Laune war nicht die beste, aber hilft ja nix, wenn um halb acht aus beiden Betten ein „Mama“ ertönt. 

Cuxhaven. So ein wunderbares Beispiel für die Auflösung der Innenstädte. Ja, das Internet, klar, aber eyh, nicht nur das: Warum soll ich in eine Innenstadt gehen, in der es eben nur die gleichen Ketten gibt?  Oh wait, sowas sagt man doch über die Medienlandschaft auch gerne mal?!

Am Nachmittag in alten Erinnerungen gekramt, Fotos meiner Großmutter sortiert, Bilder, auf denen ich mich manchmal nicht erkannt habe. Ein kleiner Ausflug in ein fremdes Leben, obwohl ich ja doch auch ein Teil davon war. Wie das eben so ist. 

Gehört: Was wir für einen Spaß haben beim Autofahren. Kommissar Ärmchen ist leider der beste Song und mittlerweile singen hier alle mit, wenn Ärmchen in der Unterwasserwelt für Ordnung sorgen muss. Zum Beispiel wenn die Lachse Faxen machen. Die Buddenbohms mögen es auch. 

Internet geht wieder.

18. November 2015

Noch so ein Tag, der mit jeder Menge Eilmeldungen beginnt und seltsamer „Offenbar“-Eilmeldungen endet. Kann ein Geschehen, von dem man nicht sicher ist und sich deshalb des Wortes „offenbar“ bedient, wirklich eine Eilmeldung sein? 

Ich habe die Tagesschau geschaut und den Brennpunkt halb und es überkam mich eine Sehnsucht nach einer Rosamunde-Pilchet-Schmonzette. Ein bisschen Heile Welt, auch wenn sie natürlich nicht real ist. Stattdessen haben wir rumgezappt und das Beschaulichste, was sich auftreiben ließ, war eine Tierdoku. Ist es nicht seltsam, dass sich der TV-Zuschauer ständig mit Kriminalfällen, Mord, Totschlag, Terror – ob wahr oder fiktiv – beschäftigt? 

Gerade aus diesem Grund bin ich gerade nicht traurig, dass ich hier wohl noch bis morgen (Techniker kommt zwischen acht und 14 Uhr) in der Zwei-Balken-Edge-Abgeschiedenheit verweile, eine Welt, die das Laden moderner Webseiten zu einer nervenaufreibenden Tätigkeit macht. Und Urlaub is ja auch. Und nicht nur das. (Some would call it Entzug.)

Aber heile Welt geht mit Kindern ja auch sehr optimal. Im Keller gewesen, um die Spielsachen von früher hervorzukramen. Ritter, Tiere, Legosteine, Indianer und Cowboys. Womit man in den 80ern und 90ern eben so spielte. Eis gegessen, auf dem Spielplatz gewesen, Leberwurstbrot geschmiert. Ich bau mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt. 

(Solange es geht.) 

17. November 2015

Sprachlos trotz eines wirklich schönen Tages mit Familie. Klimahaus in Bremerhaven, das der kleine Sohn zu großen Teilen in seinen neuen Schuhen erkundete. (Oder aufm Arm.) Schöne Stunden mit meinem Bruder und Mutter, den Kindern. Eis essen, bummeln, reden, sowas. 

Egal wie notwendig die Absage des Fußballspiels wirklich war, es zeigt, wie sehr derzeit die Angst regiert. Das macht traurig, wütend, aber eben auch sprachlos, weil ich mir gar nicht ausmalen mag, wohin das alles führen soll. 

Am Abend dann wenigstens noch eine gute Nachricht: Der Techniker für das Internet kommt am Donnerstag.

16. November 2015

Der Besuch in der niedersächsischen Provinz heißt für mich meist Mitte des Monats bereits das erste Datenpaket zukaufen. Ein bisschen mehr als 24 Stunden hat es gedauert. Und eigentlich freute ich mich schon, dass die Weiterreise gen Norden auch W-Lan bei Muttern bedeutete. Doch diesmal bedeutete die Weiterreise, dass auch weitere Datenpakete nichts nützen, wenn das Handy überall in der Wohnung „Kein Netz“ anzeigt, Festnetz und Internet ist ebenfalls tot. Nur in der Küche bekomme ich eine stabile Edge-Verbindung mit zwei Balken zustande. Breitbandausbau, wann kommst du nochmal? Bin also auf digitaler Diät. Oder Entzug.

Erste Schuhe für den Kleinen gekauft. In Otterndorf. Otterndorf ist ja offiziell eine Stadt, hat aber eine traurigere City als Bad Bederkesa. Aber nen ganz gut sortierten Schuhladen. Nun hat er also ein Paar. Und einen Luftballon.

Nach dem Nachrichtenoverkill vom Wochenende heute weder Tagesschau noch Brennpunkt noch naihrwisstschon. Tat gut. #paris

Bin ich eigentlich die einzige, die in SMS oder Whatsappnachrichten Hashtags verwendet? 

Gehört: die tolle CD mit den neuen Kinderliedern der Liedermacher (kann leider gerade nicht googeln, ich glaube es war „Unter meinem Bett“. Ohrwurmgarantie durch das tolle Begemann-Lied „Einen ganzen Sommer lang“. Aber auch Herr Knyphausens nicht mehr sollen müssen (bitte googeln Sie selbst) ist ganz wunderbar, „Ganz große Pause“ ebenfalls und der Vierjährige versuchte den Unterwasserdetektiv von Olli Schulz mitzusingen. Bitte zu Weihnachten großflächig verschenken!

Gekniffelt: gewonnen.

Ich habe heute kein Foto für euch. Siehe oben.