Gute Drogen bei Vanity Fair

Vorhin am Strand Rhein die große Presseschau. Dabei große Einigkeit über die Güte der Drogen, die die Redaktion der „Vanity Fair“ da jedes Mal vor Redaktionsschluss verabreicht bekommt. Oder wie können ansonsten so viele seltsame Überschriften entstehen? Beispielsweise könnte es so gewesen sein.

Redakteur 1: Oh Mann, Internationaler Tag des Tanzes, was kann ich denn da drüber schreiben?
Redakteur 2: Auf leisen Sohlen, hahaha.
Redakteur 1: Keine schlechte Idee, aber was hältst du davon?


Redakteur 2: Au ja! Prima Idee mit den Songtiteln! Dann weiß ich auch schon, was wir über die Erdbeeren essende Britney drüber schreiben:



Redakteur 1: Kann man machen. Aber bei diesem neuen Buch über Prinzessin Diana funktioniert das nicht so richtig.
Redakteur 2: Aber gab’s da nicht mal diesen Film?


Redakteur 1: Nun wird’s aber schwierig: Der Arbeitsamt-Chef Weise. Weise, Reise, leise, ich hab’s:


Redakteur 2: Boah, jetzt haben wir aber einen Lauf. Lass uns noch schnell die restlichen Seiten fertig machen, dann können wir uns zu den anderen setzen und ein bisschen chillen.
Redakteur 1: Hunde sind ja schon immer ein bisschen eklig. Diese ganzen Haare überall. Und dann stinken die immer so, wenn die nass sind.
Redakteur 2: Na, aber das kannste ja nicht in die Zeile schreiben. Um was für einen Hund geht’s?
Redakteur 1: Golden Retriever.
Redakteur 2: Und was haben die nochmal für ne Farbe? Weiß?


Redakteur 1: So, einer noch.
Redakteur 2: Och nee, geht um diesen Michael Bublé. Der Kerl geht mir mit seinem Sing-Sang sowas von auf den Sack.
Redakteur 1: Sing-Sang? Ha!


Neues Spielzeug (2)

Anderthalb Stunden auf den Inline-Skates und dabei kein einziges Mal hinzufallen, spricht meiner Meinung nach wirklich für ein gutes zweites Mal.

Bitte lesen!

„Die Starnberger Republik“, eine Reportage, die mit dem Herbert-Riehl-Heyse-Preis ausgezeichnet wurde.

(via)

Kaputt

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Es ist 1.14 Uhr und bei Bild.de wird noch die Bundesliga live getickert. Ich glaub, die sind kaputt.

Nachtrag Sonntag, 14.08 Uhr
: Die wissen immer noch nicht, wie die Bundesliga ausgegangen ist. Da muss so richtig was kaputt gegangen sein…

Ich glaube, das wird das Wochenende der Listen. Ich soll nicht nur Film-Fragen beantworten. Sondern jetzt auch noch Frucht-Fragen. Puh.

Seite gehackt

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Ist das die offizielle Webseite von Ben Whishaw, dem Schauspieler, der die Hauptrolle in „Das Parfüm“ spielte.

Weiß jemand, was da los ist? Ich hab im Netz nichts gefunden…

Franzis Flitzer

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Link: sevenload.com

Neues Spielzeug

Auch wenn ich damit dem Trend völlig hinterherhechle: Ich hab mir Inline Skates (Sagt man das so?) gekauft. Weil ich das vor ungefähr zehn Jahren schon einmal ausprobiert habe (und dabei grandios gescheitert auf dem Hintern gelandet bin), früher wahnsinnig gern Schlittschuhe gelaufen bin (Soll ja so ähnlich sein) und einfach mal wieder was Neues ausprobieren wollte.

So, und jetzt zieh ich die Dinger an und versuche es mal bis zum Rhein (Wo waren nochmal die Bremsen?).

Analcontent im „Spiegel“

Ich hab einen Lieblingsartikel im aktuellen SPIEGEL. Er steht auf Seite 160 heißt „Lästiges Geschubber“ und klärt im Grunde über die Klopapierforschung auf. Ein Physiker bei einem großen Konzern arbeite angeblich an der Abschaffung des Klopapiers. Da liest frau natürlich gerne mal etwas genauer und erfährt, wie ordentliches Klopapier hergestellt wird: Die Zellstoffmasse wird auf ein aus Holz bestehendes Gitter gesprüht, um eine „dreidimensionale Papierstruktur“ hervorzubringen. Diese bleibe auch „unter Druck länger in Form“.

Ich glaube, dass muss ich gar nicht weiter kommentieren.

Interessant wird’s dann auch noch einmal, wenn es um die Säuberungsgewohnheiten in den unterschiedlichen Ländern geht. Dass wir Deutschen gerne falten, ist mir aus guten Gründen durchaus bekannt, von der Angewohnheit der Amerikaner, zu knüllen, hatte ich auch schon etwas gehört. Von der Tatsache, dass Inder und Araber sich mit der linken Hand – „und etwas Wasser“ (steht da so!) – den Hintern abwischen, war mir unbekannt. Nomadenvölker schließlich reinigen sich mit etwas Sand, Japaner stehen hingegen auf so genannte Dusch-WCs, verzichten also völlig auf andere Hilfsmittel.

Stellt sich für mich nur die Frage, ob der Japaner nach einer ausgiebigen Dusche des Gesäßes nicht doch auf das gute alte Papier zurückgreift. Schließlich muss besagtes Körperteil ja auch noch abgetrocknet werden. Oder ist ein heißer Luftstrahl dann ebenfalls im WC integriert?

Film: Full Metal Village

Nein, ich habe die Kinofrau nicht gefragt, wie oft sie in den vergangenen Tagen schon die Frage gestellt hat: „Für Full Metal Jacket, äh, Village?“ Und ich hoffe wirklich, dass dies heute ihr erster Dienst seit Tagen war und sie einfach noch nicht wieder so „drin“ war. Im Kinobusiness. Denn schließlich war Sonntag, der Film schon seit Donnerstag in den Kinos und da kann man sich doch wirklich daran gewöhnt haben, den Titel dieses kleinen, aber feinen Films richtig auszusprechen.

Und ja, er war klein und fein. Und zeigte, wie das Leben so ist, in Wacken, einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein, wo es noch Bauern gibt, so genannte Multibauern, wie man dem Abspann entnehmen konnte. In Wacken findet jedes Jahr das Wacken Open Air statt: ein Festival für Heavy-Metal-Fans. Angeblich pilgert eine fünfstellige Zahl an Menschen aus aller Welt dann nach Wacken. Das bringt das Leben dort natürlich ziemlich durcheinander, doch die Wackener scheinen sich damit arrangiert zu haben. Viele sichern sich durch die „jungen Leute“ einen kleinen Nebenverdienst mit dem Verkauf von „Kurzen“ oder Bier, sie sind als Helfer unterwegs oder verreisen einfach.

Was ich an dem Film besonders gerne mochte? Diese Ruhe, die er ausstrahlte. Dieses Draufhalten der Kamera auf die Menschen, wie es gelang, ihnen Blicke zu entlocken, die mehr sagten als viele Worte. Und das genügte auch, weil man weiß, dass der Norddeutsche an sich nur ungern viel redet.

Der gebürtigen Koreanerin Cho Sung-Hyung ist ein kleines Meisterwerk gelungen. Vergesst die Sonne, geht ins Kino!