Christiansen ist weg!

„Halt die Klappe, sie hat Feierabend!“

Man muss schon sagen, dass das Erste beim Abschied von Sabine Christiansen Humor bewiesen hat. Nun ist sie endlich weg. Konnte die Sendung schon seit Jahren nicht mehr schauen.

Dieses Grimme-Dings

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Wollt ihr in diesem Weblog wirklich den hunderttausendsten Beitrag über die vielen Pannen beim diesjährigen Grimme Online Award lesen? Pech gehabt, ich hab nämlich keine Lust, darüber zu schreiben. Ist ja alles gesagt, eigentlich. Also sag ich nur, dass ich fast allen Preisträgern auch ihren Preis gönne. Überflüssig meiner Meinung nach einzig – nicht überraschend – die Auszeichnungen von hausgemacht.tv und polylog.tv. Insbesondere erstere sind zu sehr der Abteilungsarbeit verfallen und verwiesen zu häufig auf das „Herzblut“, dass für ein solches Projekt (Filme in Auftrag geben bzw. internetgerechte Aufarbeitung des Sat.1-Contents) nötig sei.

Gefreut habe ich mich, so schnell Bernd Begemann wieder zu sehen. Auch wenn er bei seinem letzten Auftritt ruhig hätte eine schnellere Nummer singen können. Aber in Anbetracht der vielen Herren um mich herum war ich zu schüchtern, ihn lautstark darauf aufmerksam zu machen.

War schon nett dort: Julie hatte tolle Ideen mit Ohrringen, Caro freute sich aufrichtig, ich traf unter all den Bloggern überraschenderweise sogar zwei OldmediaInternetmenschen und Dank gilt diesem Herrn dafür, dass er das zerschlagene Glas beiseite räumte, dass ich kurz zuvor im Eifer des Gefechts zerstört hatte.

Am Ende wäre ich beinahe durch die Tür gelaufen, in der Kai Gniffke seine PR-Schalte ins Nachtmagazin hatte. Beinahe. Eine höhere Macht, die mit mir die Veranstaltung verließ, verhinderte die Peinlichkeit. Aber wer will, kann in der Sendung auch andere Internetmenschen betrachten.

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Foto: Grimme Institut

Hehe.

Gülcan und Düsseldorf

Dass der Geschichtenerzähler bei „Gülcans Hochzeit“ die Einblendung der Gehry-Bauten im Medienhafen in den Stadtteil Oberkassel verortete, verzeih ich. Unerhört ist allerdings, dass der gute Mann mich im dunklen darüber ließ, ob die Wasserflecken nun vom Regen auf dem Flachdach oder einem allgemeinen Wasserschaden kamen und ob es vielleicht einen Zusammenhang zwischen den sich dadurch bildenden Keimen und Gülcans Geplapper gibt.

Das Grimme-Institut ist schon ein Super-Laden.

(via alle)

Vorhin auf dem Parkplatz von McDonald’s Verona Feldbusch Pooth getroffen. Sie packte gerade ihr Zeug ein und ihr Bodyguard schnallte den Kleinen an. Erst war ich nicht sicher, weil sie eine große Sonnenbrille trug. Aber als sie den Mund aufmachte, war’s eindeutig.

Zehn Jahre danach


Vielleicht war es einfach wie früher, als man sich alle paar Wochen zu irgendeiner Geburtstagsparty getroffen hat. Damals lief es aber meist so, dass man sich gegen halb eins in die nächstgelegene Dorfdisco aufgemacht hat. Das entfiel, weshalb die meisten wohl zwischen zwölf und eins zuhause waren.

Erstaunlich, wie viele der Daheimgebliebenen in den vergangenen sechs Monaten zu einem Paar fusionierten. Gibt es da eine Deadline?

Während wir früher Becks tranken, war es diesmal Krombacher. Der Korn in der Cola entfiel.

Kalte Schnitzel.


„Was machst du denn derzeit?“ Was gäbe ich dafür, den Unterton bei der Antwort „Ich bin gerade Hausfrau und Mutter“ mitliefern zu können. Dabei war die Frage kein Vorwurf, sondern echtes Interesse.

Der Mangel an Gesprächen, die über das gegenseitige „Was machst du so?“-Geplänkel hinausgehen.

Der ehemalige Musiklehrer, der sich nun mit dem Bemalen von Zinnsoldaten beschäftigt.

Und dann sind da die Personen, mit denen man schon immer mehr als drei Worte wechseln konnte. Und auch wenn man genau diese Menschen häufiger als einmal im Jahr sieht, sich viel mehr zu sagen haben.


Geballte Sehnsucht nach dem eigenen Grundstück, Haus und Familie.

Ist das irgendwann so, dass man, wenn man nach seinen Hobbys gefragt wird, den Namen des eigenen Kindes nennt?


Warum eigentlich sollten „Partys“ nach zehn Jahren anders verlaufen?

Über Begemann-Publikum

Oh wie super, dieser Hass:

Klasse drei hingegen ist die allerschlimmste. Und leider auch die größte. Als Teil der Klasse drei kommt man in Paaren. Und verhält sich auch so. Scheinbar wurde am Eingang eine Broschüre verteilt, ein Leitfaden für das Verhalten als Paar im Konzertfall. Regel eins scheint zu sein, dass der Mann seine Freundin von hinten umarmen muss, sie ihren Kopf an seine Schulter lehnt, dabei verträumt die Augen schließt und sie sich gemeinsam asynchron zum Takt der Musik wiegen. Ab und zu muss sie sich umdrehen, dann küssen sie sich lange, mit Zunge und Augen zu. Es ist absurd – da auf der Bühne steht ein Mann, dessen Lieder zu neunzig Prozent von unglücklicher Liebe handeln, was soll das? Wollen sie ihn verhöhnen? Ihn, und all die ehrlichen Männer jeden Alters mit gebrochenen Herzen?! Schweine. Am absurdesten ist jedoch, dass die Paare auch noch mitsingen. Sich tief in die Augen schauen und dabei trällern: „Bis du den Richtigen triffst – nimm mich.“ Denken sie eigentlich nach? Es ist mir ein Rätsel. Dann, nächstes Lied: „Ich habe nichts erreicht außer dir.“ Ja, und das sieht man.

Einer dieser Texte, für die ich Thomas Öchsner von der Süddeutschen so schätze: „Vom Bäckermeister zum Millionär“

Ich fahre gleich dahin, wo ich vor zehn Jahren mein Abitur gemacht habe. Und wenn ich lese, wozu ich in der letzten Mail mit der Betreffzeile „Der große Tag“ aufgefordert werde, bekomme ich es mit der Angst zu tun.

„Falls Ihr noch Musik von damals – oder auch von heute – habt, dann bringt die doch bitte mit“