Kinder im Home-Office – 13 Tipps, um nicht zu verzweifeln

Kinder im Home-Office – das ist für alle Beteiligten eine Herausforderung und Learning by Doing. Anja Hartmann, Autorin des Blogs bucketrides.org sowie Ko-Autorin von nichtmitabsicht.de und Franziska Bluhm tauschen sich seit dem Beginn der Corona-Schließzeit aus – was funktioniert und was eben nicht. Hier die ersten Erkenntnisse. Unsere Beobachtungsbasis: Grundschulkinder, die sich eigentlich ganz gut allein beschäftigen können, und ein Vorschulkind, das sich glücklicherweise bereits auf die Schule freut. Sowie: Eltern, die prinzipiell sowieso häufiger zuhause arbeiten und deshalb technisch, mental und emotional mit den Chancen und Risiken der Arbeit am heimischen Schreibtisch vertraut sind. Aber auch wir können sagen: Einfach ist es nicht. Zu keinem Zeitpunkt. Was helfen kann – 13 Tipps.

1. Den Tag strukturieren: Es ist hilfreich, wenn Kinder wissen, was sie erwartet. Auch feste Termine helfen dabei – neben eigenen Fächern können das auch Radio- oder TV-Sendungen sein, bei denen man im Idealfall sogar was lernt: Mikado um 9 Uhr, Sendung mit der Maus um 11.30 oder am Abend um 19.50 Uhr das gemeinsame Corona-Update mit Logo! Wichtig dabei: einen Unterschied machen, ob jetzt Schul- oder Freizeit ist. Das hilft Kindern und Eltern.

2. Kurze Lerneinheiten planen: Es ist kein Zufall, dass Schulstunden nur 45 Minuten lang sind. Selbst wenn Eure Kinder sich sehr gut konzentrieren können: Irgendwann brauchen Sie einen Szenen- oder Themenwechsel.

3. Abwechslung schaffen: Damit Zeitfenster für die eigene Arbeit entstehen, ist es wichtig, Abwechslung einzubauen zwischen Dingen, die die Kinder allein machen können (z.B. Arbeit mit Apps, Lesen) und Dingen, bei denen sie unter Umständen Hilfe brauchen (z.B. Arbeitsblätter).

4. Alle Fächer integrieren: Sport und Bewegung ist für die Kinder zwischendurch wichtig – dann fällt es auch leichter, sich auch wieder zu konzentrieren. Hüpfen, ein paar einfache Yoga-Übungen funktionieren auch drinnen.

5. Flexibel sein: Wenn das Kind Lust hat, sich länger mit Dingen zu befassen, laufen lassen. Die Langeweile kommt eh ganz von allein.

6. Neue Fächer erfinden: Kochen, Putzen oder „Schöner leben“ – wenn diese Dinge in den Alltag von vornherein integriert sind, fällt es leichter, die Kids auch dafür zu motivieren. Gegebenenfalls auch Fächer, bei denen die Kinder bei der eigenen Arbeit helfen können (z.B. Excel-Tabellen sortieren lernen, kleine Recherchen z.B. ein eigenes Indoor-Sportprogramm finden usw.)

7. Mediennutzung geschickt lenken: In manchen Situationen hilft nur noch eins: der Fernseher, das iPad oder auch das Smartphone, weil es Momente zum Durchatmen, Deep Work oder den wirklich wichtigen und nicht zu verschiebenden Call ermöglicht. Aber vielleicht gelingt es auch manchmal, den Medienkonsum gezielt einzusetzen: Yoga mit dem iPad bringt Entspannung, Sachunterricht mit einem Video aus der Mediathek oder die Englischstunde per Youtube.

8. Planen & Dokumentieren: Täglich planen, welche Fächer und Inhalte (ungefähr) wann dran sind – und spätestens abends dokumentieren, was geschafft wurde (wenn das nicht von der Schule ohnehin abgefragt wird). Wer Lust hat: Jetzt sind auch tolle Zeiten, um Tagebuch zu schreiben!

9. Nachhaltig denken: Da die Schulschließungen uns voraussichtlich noch mehrere Wochen begleiten werden, ist es wichtig, nicht jetzt aus Versehen Beschäftigungen einzuführen, die sich nicht durchhalten lassen. Überlegt deshalb gut, ob Ihr wirklich jeden Tag eine Stunde gemeinsam Papierflieger basteln wollt…

10. Eigene Mail-/Skype-Adresse fürs Kind einrichten: Das geht natürlich erst ab einem bestimmten Alter, aber wenn möglich, ist das eine gute Sache. Kinder lernen den Umgang mit diesen Tools, können selbst mit Großeltern, Freunden kommunizieren.

11.Die eigene Arbeit strukturieren: Natürlich muss auch der eigene Arbeitsalltag muss angepasst werden. Bei Aufgaben, die tendenziell Rückfragen notwendig machen, sollten sich Eltern nicht vornehmen, parallel an einer komplexen Excel-Tabelle zu arbeiten, die eine hohe Konzentration erfordert. Die eigene Arbeit entsprechend einteilen in Konzentrationsthemen und “Dabei kannst Du mich stören”-Themen; idealerweise – wenn vorhanden – während der Konzentrationsthemen die Kinder jemandem anders übergeben
12. Noise-Cancelling-Kopfhörer nutzen: Egal ob für die Kids oder für die Eltern – sehr hilfreich, damit alle zwischendurch mal ihre Ruhe haben können.

13. Humor behalten: Es klappt nicht jeden Tag gleich gut. Manchmal auch richtig schlecht. Lacht gemeinsam darüber, wenn etwas schief geht, habt Nachsicht, dass sich alle in das Familien-Home-Office eingrooven müssen – und habt Verständnis dafür, dass jeder sich gerade Sorgen macht und auch mal schlechte Laune hat.

Vielleicht wäre Punkt 14 bloß nicht alles gleichzeitig zu versuchen. Aber vielleicht hilft der eine oder andere Punkt, ein bisschen besser durch die nächsten Wochen zu kommen.

Was klappt bei dir? Gerne in den Kommentaren ergänzen.

Ergänzungen:
Der Grundschulverband mit Tipps

Goldene Blogger 2017 – ein wahres Fest!

Es wird ja nicht besser, je länger ich damit warte, über den wahnsinnig tollen Abend zu schreiben, an dem Christiane, Daniel, Thomas und ich zum zehnten Mal die Goldenen Blogger in Berlin verliehen haben.


(Quelle: Dagger)

Ich habe so lange geschwiegen, weil es mir schon alleine viel zu schwer fällt, die passenden Fotos auszuwählen, weshalb ich euch einfach alle verlinke. Aber gut, irgendwie muss ich da durch, also los geht’s.

Der Abend begann ja schon damit, dass ihr alle gekommen seid, die Schlange nicht enden wollte und immer wieder neue bekannte und unbekannte Gesichter am Empfang auftauchten. Und dann war es schon sieben und eigentlich sollte die Show losgehen. Mit so viel Andrang hatte keiner von uns gerechnet, normalerweise sind Berliner ja bekannt für ihre Noshows.

Aber gut, ihr wart alle da und vor allem auch so viele Nominierte, so dass wir beinahe in jeder Kategorie fast alle Nominierten im Raum hatten – und diese auch auf die Bühne bitten konnten.

Das führte zu wunderbaren, skurrilen und durchaus auch witzigen Begegnungen.

Auf dem Foto: Die Kategorie „Mama/Papa“ – die diesmal wirklich außergewöhnliche Blogs hervorgespült hat: Missionmamapapa – Ilona Utzig erzählt, wie sie ihre Eltern von Düsseldorf in den Norden verpflanzt, Christine Finke erzählt auf Mama-Arbeitet.de seit Jahren über die Herausforderungen von Alleinerziehenden in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und natürlich Jason und Mirco von Wochenendrebell.de, die dort erzählen, wie Vater und Sohn (Aspergerautist) ihre Wochenenden in Fußballstadien verbringen und dort ihren Podcast Woche für Woche präsentieren.

Mich hat auch gefreut, dass „alte Hasen“ wie Stefan Niggemeier einen Goldenen Blogger mit nach Hause nehmen konnten (auch wenn die Kategorie in diesem Jahr für ihn vielleicht nicht ganz so schmeichelhaft ist).

Kein alter Hase, aber auch klassische Journalisten räumten ab – zum Beispiel in der Kategorie „Politikblog“. Florian Eder von Politico bekam den Goldenen Blogger für seinen Newsletter – und auch das macht unsere schnuckelige Show aus: Axel Springer gratuliert und die Bild hebt ihn auf Seite 1.

Doch auch wir in der Jury mussten diesmal richtig ran. So spielten Daniel und ich ein Ehepaar im feinen London, damit Vassili Golod seine liebsten Snaps nachstellen konnte

Und auch bei Evas Schauspielerei half ich gerne mit – nichtsahnend, was da noch auf mich zukommen würde…

Denn Heimatpott-Juli bat Christiane, Daniel, Thomas und mich dann wenig später, ihre Laune nachzustellen – Daniel und Thomas als Augen, Christiane als Nase und meine Wenigkeit war der lachende Mund – und ich bin seitdem doch irgendwie stolz auf meine Bauchmuskeln!

Ein Highlight gab es dann noch nach der Gala – denn Dunya Hayali kam danach noch mit Hund Emma vorbei, um sich ihren Goldenen Blogger persönlich abzuholen.

Wir konnten Ute feiern, dass sie vor zehn Jahren den kleinen nackten goldenen Jungen gemalt hat,

wir konnten Thomas und Christiane danken, die uns in ihrem Elementarteilchen für so viele Jahre in Düsseldorf beherbergte.

Es sind diese vielen Momente, die die Goldenen Blogger diesmal noch besonderer gemacht haben. Weil wir so viele waren, konnten wir gemeinsam noch viel besser herüberbringen, wie toll und vielseitig diese Netz- und Blogkultur in Deutschland wirklich ist. Ob ihr nun Suppe kocht, über Turnschuhe schreibt oder wunderbare Technikgeschichten erzählt.

Und politisch sind wir auch: In einer Zeit, in der alle über Fake News sprechen, wird Mimikama Blogger des Jahres.

Nicht zu vergessen: Unser Showact-Star Tino Bomelino.

Zum Schluss möchte ich einfach nur Danke sagen. Danke, dass wir vor zehn Jahren diese Idee hatten und dass wir zehn Jahre daran festgehalten haben. Danke, dass ihr uns jedes Jahr wieder so viel Vertrauen schenkt und mit uns gemeinsam diese Perlen im Internet entdeckt und feiert.

Hier die Liste der Preisträger 2017:

Blogger des Jahres
mimikama.at

Blogtext
Torsten „Pixelaffe“ Schmitt für „#1000Gummibears – einfach helfen“

Newcomer
Kreuzberghilft

Blogger ohne Blog
Dunja Hayali

Blogger mit Blog und mit Newsletter
Johannes Klingebeil

Blocker
Das Landgericht Hamburg für sein Urteil in Sachen Linkhaftung

Flauscher
Juli von Heimatpott (Snapchat-Flausch!)

Politikblog
Florian Eder für den Politico-Newsletter

Food&Wein
Freiknuspern

Lifestyle
sneaker-zimmer.de


Livestream

Jan Böhmermann für seine Redaktionskonferenz

Fakenachricht
Stefan Niggemeier vor dem Trump-Tower

Techblog
Techniktagebuch

Mama/Papa/Eltern
Wochenendrebell.de
Corporate-Blog
GLS BankSnapchat
Heimatpott

Twitter
Die Twitter-Accounts der Polizei Berlin und München

Instagrammer
Schafzwitschern

—-
Noch mehr Berichte:

Thomas Knüwer bei Indiskretion Ehrensache
Denis Horn für WDR Digitalistan
Frank von der Montagssuppe
Jens von Mimikama

Blogspione

Goldene Blogger 2016 – die Nominierten!

goldeneblogger

Am 30. Januar 2017 verleihen Christiane Link, Daniel Fiene, Thomas Knüwer und ich zum zehnten Mal die Goldenen Blogger. Die Preise werden auf einer feierlichen Gala im Telefonica Basecamp verliehen und natürlich könnt ihr auch in diesem Jahr wieder live dabei sein – entweder vor Ort oder per Livestream.

In unserem zehnten Jahr haben wir uns Partner ins Boot geholt, die uns dabei unterstützen. Die Sponsoren heißen: Facebook, Google, Microsoft, Telefonica und Xing. Danke schon einmal für das Vertrauen in uns.

Mit der Hilfe unserer Sponsoren werden wir die Nominierten dabei unterstützen, zu uns nach Berlin zu kommen – wir zahlen eine Nacht im Motel One und einen noch zu definierenden Reisekostenzuschlag (Kommt drauf an, wie viele Nicht-Berliner dabei sind.)

Aber wer ist nun nominiert? Hier die Liste!

Blogger des Jahres
Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz von Übermedien.de
Christine Finke von Mama-Arbeitet.de
mimikama.at

Blogtext
Jenna Behrendt für Edition F „Warum ich nicht mehr über den Sexismus in meiner Partei schweigen will“
Torsten auf pixelaffe.de: „#1000Gummibears – einfach helfen“
Christopher Bergmann für Techniktagebuch: „Fünf Wochen, acht E-Mails, ein Joghurt“

Newcomer
Tino Bomelino
Kreuzberg-hilft.de
Got2go.de

Blogger ohne Blog
Dunja Hayali
Wolfgang Blau
Jan Böhmermann

Blogger mit Blog und mit Newsletter
Thomas Schwenke
Johannes Klingebeil
Sara Weber
(Eine der zuvor Nominierten wollte nicht nominiert werden. Wir haben nachnominiert.)

Blocker
LG Hamburg
Verbraucherzentralen
Aktion Mensch

Flauscher
Juli von Heimatpott (Snapchat-Flausch!)
Hasnain Kazim (Facebook-Flausch!)
Melina Sophie (Youtube-Flausch!)

Politikblog
Netzpolitik
Florian Eder für den Politico-Newsletter
Hauptstadtstudio

Food&Wein
Beefscouts.de
Freiknuspern
Montagssuppe

Lifestyle
sneaker-zimmer.de
Makellosmag
Styleranking

Livestream
Jan Böhmermann mit seiner Redaktionskonferenz
heute+ auf Periscope
Martin Heller

Fakenachricht
Mario Barth vor dem Trump-Tower
Stefan Niggemeier vor dem Trump-Tower
Ich widerspreche den AGB auf FB

Techblog
Vrodo
Techniktagebuch
Breitband

Mama/Papa/Eltern
Mama-Arbeitet.de
Wochenendrebell.de
missionmamapapa

Corporate-Blog
GLS Bank
Daimler-Blog
Frostablog.de

Snapchat
Heimatpott
Eva Schulz
Vassili Golod

Twitter
Polizei München & Berlin
MarleneHellene
Armin Wolf

Instagram
Dicklatte
Schafzwitschern
Barbara Schöneberger

Wir schreiben alle Nominierten in den nächsten Tagen an und freuen uns über eure Rückmeldung!
Twittern könnt ihr übrigens sehr gerne mit dem Hashtag #goldeneblogger.

Goldene Blogger 2015 – Gewinner

Was für ein Abend! Was für tolle Preisträger in einer wunderbar passenden Location im Herzen von Berlin.
Und nein, keine Angst, ich bin nicht betrunken, nur noch ein bisschen beseelt von diesem wirklich sehr tollen Abend mit vielen bekannten und unbekannten Gesichtern (Hey, ich habe Peter Tauber dann irgendwann doch noch erkannt, leider zu spät, er war nämlich sehr schnell wieder weg), Currywurst im Nachgang und spannenden Gesprächen rund um Medien, die Blogosphäre, Snapchat und die kommende #rpTEN.

Hier die Gewinner und ein paar Reaktionen.

Die Preisträger im Überblick
  

Beste Blogger des Jahres

GEWINNER: Sascha Pallenberg

NOMINIERT:

Beste Newcomer
GEWINNER: Jojo Buddenbohm

NOMINIERT

Beste Blogger ohne Blog
GEWINNER: Barbara

NOMINIERT:

Bremsklotz des Jahres
GEWINNER: Günther Oettinger

NOMINIERT:

Bestes Politik-Blog
GEWINNER: Der Postillon

NOMINIERT:

Wird per Saalpublikums-Voting entschieden.

Bestes Berlin-Blog
GEWINNER: neuköllner.net

NOMINIERT:

Bestes Food- & Weinblog
GEWINNER: langenfeldisst

NOMINIERT:

Bestes Medienblog
GEWINNER: Perlen des Lokaljournalismus

NOMINIERT:

Bestes Tagebuch-Blog
GEWINNER: kaiserinnenreich.de

NOMINIERT:

Bester Podcast / Stream
GEWINNER: Paul Ronzheimers Flüchtlings-Reportagen auf Periscope

NOMINIERT:

Bester Snapchatter
GEWINNER: Richard Gutjahr

NOMINIERT:

Bestes Twitter-Acount
GEWINNER: Renate Bergmann

NOMINIERT:

Bestes Instagram-Account
GEWINNER: Tokography

NOMINIERT:

Bestes Fashion- & Lifestyle-Blog
GEWINNER: Museumlifestyle

NOMINIERT:

Bestes Fachblog
GEWINNER: onlinemarketingrockstars

NOMINIERT:

Beste Blogger ohne Blog aber mit Newsletter
GEWINNER: Lorenz Maroldt

NOMINIERT:

Bestes Buch eines Bloggers
GEWINNER: Patricia Camarata – Sehr gerne, Mama, du Arschbombe

NOMINIERT:

Bestes Video-Blog
GEWINNER: Prenzelschwäbin

NOMINIERT:

Ich bin ein Webgeek

Für alle, die wissen wollen, was das heißt, dem empfehle ich die aktuelle Ausgabe der t3n. Sind auch andere spannende Menschen drin.

Digitales Quartett: Wie arbeiten wir in Zukunft?

Frage mich nicht, wann und wo ich gearbeitet habe, miss mich an meinem Ergebnissen, so oder so ähnlich formulierte es Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zuletzt auf der DLDWomen in München. Fakt ist: Nie war es einfacher, von überall zu arbeiten. Doch in all der Flexibilisierung gibt es immer wieder auch andere Töne wie zuletzt von Yahoo, die ihre Heimarbeiter wieder zurück ins Büro holten. Grund: Kreativität entsteht nur gemeinsam. Über all dies und noch viel mehr zum Thema Arbeit wollen wir am Montag um 21 Uhr sprechen. Das Digitale Quartett diesmal mit:

Igor Schwarzmann
Theresa Bücker

Daniel und mir.

Wer ist dabei?

1_2013

Mehr Gummistiefel!

Ich schreibe nun wieder Wochenrückblicke.

Ich habe die ersten Tage im neuen Jahr dazu genutzt, ein bisschen Ordnung zu schaffen. Kleiderschrank aufgeräumt und ausgemistet, Schlafzimmer aufgeräumt. Auch durch meine Schuhe müsste ich mal gehen, aber da traue ich mich bisher noch nicht ran.

Vorsätze zu Jahresbeginn sind natürlich eigentlich für den Arsch. Allerdings ist dies die Zeit, in der auch ich das vergangene Jahr Revue passieren lasse, überlege, was gut gelaufen ist, was schlecht, was ich vernachlässigt habe, obwohl ich es eigentlich nicht vernachlässigen wollte. Sport, weit entfernte Freunde (öfter) wiedersehen, mehr Ordnung, mehr Schreiben, dieses Blog, Nähen lernen. Ein paar Dinge gehe ich an, mal sehen, wie weit ich komme.

Die freien Tage genutzt, ein bisschen mit dem iPad rumzuspielen und ein paar neue Apps auszuprobieren. Thema: malen bzw. zeichnen. Angefangen hat alles damit, dass ich in meiner letzten Arbeitswoche 2012 bei einem Kollegen die Moleskine-App sah und unbedingt ausprobieren wollte. So richtig umgehauen hat mich die App nicht – ich hatte das Gefühl, das mein Geschriebenes und Gemaltes nur mit einer Zeitverzögerung auf dem iPad ankommt. Testobjekt Nummer zwei: BambooPaper. Auf die bin ich aufmerksam geworden, weil ich bei Saturn nach einem dieser Zeichenstifte geschaut habe und das sozusagen der Stift zur App ist. Die App ist gut – gibt auch Farben zum Malen. Und das tolle bei denen: keine Zeitverzögerung, Fotos lassen sich integrieren – ähnelt eher Moleskine nur eben ein bisschen besser.

Noch viel toller ist natürlich die Paper-App. Auf den ersten Blick kostenlos, muss man aber die wichtigsten Farben, Stifte und Pinsel erstmal per In-App-Kauf erwerben. Allerdings gibt’s das auch als Gesamtpaket zu 5,99 Euro und dann kann es erstmal losgehen. Damit entstanden:

"Der Stern" Teil 1

"Der Stern" Teil 2 und Ende

Im Zuge des Ausprobierens viele tolle Dinge entdeckt. Zum Beispiel die dazugehörige Webseite, die ein paar Kunstwerke zeigt, die mit der App entstanden sind. Und Martin Egli, der jeden Tag auf Twitter ein Bild verschenkt. Hatte ich schon erwähnt, dass das Internet toll ist?

Wie recht die Christine „Punktefrau“ Heller doch hat.

Ich habe die freien Tage um Weihnachten herum auch dafür genutzt, mal wieder ein bisschen zu stricken. Zum einen habe ich mich mal an Handschuhen versucht, zum anderen habe ich für die Schwiegermutter eine Mütze gestrickt. Ansonsten: Schal und Mütze für Paul, die Puppe des kleinen Mannes, sowie eine bunte Mütze aus übrig gebliebener bunter Sockenwolle.

Tagwerk. Einfacher als ich dachte.

Endlich wieder Pulp! Seit Ende Dezember im Netz: After you. Lied ist schon 2001 entstanden, jetzt aber auch als Song.

Ich woanders: Wer seine Fantasie benutzt, kann in der Quellenangabe sogar die URL dieses Blogs entdecken.

Ein Magazin, das 8 Euro kostet, sollte doch auch aus Blogs ordentlich zitieren können, oder? #wirtschaftsjournalist

Der Kindle und ich

Seit Weihnachten habe ich einen Kindle und mag ihn eigentlich sehr. Es waren nicht viele Bücher, die ich seit Jahresstart gelesen habe, aber die Mehrheit las ich digital. Weil der Kindle besser in die Handtasche passt (als beispielsweise der dicke Murakami-Schinken), weil der Buchkauf nie einfacher war, nie schneller ging.

Womöglich würde ich noch mehr auf dem Kindle lesen, gäbe es die Kindle-App nicht. Denn immer wenn ich noch nicht schlafen kann, greife ich zu meinem iPhone. Und wenn es die familiäre Situation das Licht anschalten nicht möglich macht, ist die App einfach die bessere Alternative. (Dass ich das iPhone auch fast immer bei mir trage und den Kindle schon allein wegen seiner Größe nicht, ist sicherlich ein weiteres Argument.)

Und so kam es, dass ich seit Urlaubsstart nicht nur das in Blogs sehr gehypte Buch „Sitzen vier Polen im Auto“ von Alexandra Tobor regelrecht aufsog, sondern auch gleich noch den neuesten Julian Barnes „Vom Ende einer Geschichte“ inhalierte. Sag nochmal einer, mit Kind käme man nicht zum Lesen.

Jahresendzeitfragebogen 2011

Zugenommen oder abgenommen? Im Vergleich zum Vorjahr? Ab. Tbc.

Haare länger oder kürzer? Ungefähr gleich.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Lustigerweise sind meine Augen durch das elternzeitbedingte Nicht-Amcomputersitzen viel besser geworden. Ich bin sehr gespannt, wie sich meine Rückkehr ins Berufsleben auf meine Augen auswirken wird.

Mehr ausgegeben oder weniger? Vielleicht ein bisschen weniger.

Der hirnrissigste Plan? Oh, da gab es einiges. Erstens: Drei Bücher im März mit ins Krankenhaus nehmen. Als ob ich wirklich zum Lesen gekommen wäre. Zweitens: In den ersten Monaten irgendwo pünktlich ankommen. Als ich gelassener wurde und von vornherein mehr Zeit einplante, klappte es sogar. Drittens: Mit gebrochener Rippe und kränkelndem Baby die übliche Weihnachtstour machen. Wurde nicht umgesetzt. Und die Nicht-Umsetzung auch nicht bereut.

Die gefährlichste Unternehmung? Versuche ich zu vermeiden seit dem Früchtchen.

Die teuerste Anschaffung? Gilt ein Menschenkind als Anschaffung?

Das leckerste Essen? Das erste Sushi nach der Schwangerschaft.

Das beeindruckendste Buch? Astrid Rosenfeld – Adams Erbe

Der berührendste Film? Zwei an einem Tag. Im Kinosessel heulend: ich.

Das beste Lied? Lat: 53.7 Lon: 9.11667

Das schönste Konzert? Ich war auf genau einem Konzert und das war mittelmäßig.

Die meiste Zeit verbracht mit…? dem Früchtchen.

Die schönste Zeit verbracht mit…? meiner kleinen Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2011? Hach.

2011 zum ersten Mal getan? Kind gekriegt und daraufhin alles nochmal. Zu dritt leben, essen, in den Urlaub fahren, was man halt alles so macht. Und am Ende des Jahres: Weihnachten gefeiert. Ach ja, darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen: Rippe gebrochen.

2011 nach langer Zeit wieder getan? Gestrickt. Und zwar richtig viel.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Gebrochene Rippe, Krankenhausaufenthalt nach Elektrolyteverlust,

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Das kriegen wir schon hin.

2011 war mit einem Wort…? Heimelig.

Wer sich nochmal durch die vergangenen Jahre klicken will: 2010,
2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003.

Weihnachtswichteln 2011 – letzter Teil

Am Montag kam das Wichtelpaket an, aber wir mussten noch einen Tag bis zum großen Auspacken warten. Da das Früchtchen eine große Schwäche für Papier und sowieso allem, was knistert, hat, war das natürlich eine aufregende Sache. Aber auch der Wackelturm – das eigentliche Geschenk – kam sehr gut an, der Kopf kullert seitdem ständig durchs Wohnzimmer.

Wichteln

Wichteln

Wichteln

Wichteln

Wichteln

Ein großes Dankeschön an Berlinerkeks. Wir durften in diesem Jahr auch jemanden bewichteln und so wie sich der Blogeintrag von Aniba liest, kam auch das ganz gut an. Puh, Glück gehabt!

Das größte Dankeschön gilt allerdings Tanja, die das alles organisiert hat und dank ihres ausgetüftelten Systems („Sagst du mir deine Wichtelnummer?“) den Überblick behalten hat.