Schlimm.

Die Pieps-Annett sieht auch noch so scheiße aus, dass sie sich für einen TV-Auftritt bei Sarah Kuttner (die es ja nun bald auch nicht mehr gibt) total zuschminken musste. Obwohl man trotzdem noch sieht, dass ihre Haut nicht die beste ist. (manchmal bin ich sehr gemein, doch: who cares?

Singende Flüsse

es wird ein warmer abend sein
und wir werden draussen stehen
und wir werden uns berühren
und die nacht sich senken spüren
die flüsse werden für uns singen
sie schenken uns den schlaf
wir werden ohne träume sein

Gibt’s in London eigentlich auch singende Flüsse?

‚This is BFBS, the Forces Station…‘ – immer, wenn das aus meinem Radiowecker schallt, weiß ich: Zeit zum Aufstehen. Paul Bunker Breakfast Show, die The No.1 English speaking Breakfast Show in Germany. (is ja wohl auch nicht schwer, oder gibt es wirklich noch eine alternative?) Egal. Die Äuglein auf und was entdecke ich? Vorsichtige Sonnenstrahlen, die sich im Fenster spiegeln. ‚Endlich‘ denke ich noch, denn der Tag gestern war wirklich unerträglich. Trist und grau und ohne Regen ging nichts. Und dann, 20 Minuten später ist er wieder da. Der vertraute Klang, wenn Regentropfen an die Scheibe klopfen. Willkommen, Herbstdepression. Treten Sie ein.

Update 9:56: Es ist tatsächlich ein wenig heller als gestern. Selbst blauen Himmel habe ich gesichtet.
(so schlimm ist es schon: ein wettereintrag.)

Hören: Kante

Das neue Album hatte mich bereits einige Monate begleitet – ich liebe es. Die Veranstaltung im Düsseldorfer Zakk also ein Pflichttermin. Andererseits kritisch. Kann man zu einer solchen Band gehen? Gelten hier andere Regeln? Vielleicht legen die Herren darauf wert, dass niemand klatscht, wenn sie die Bühne betreten? Reicht für den Ausdruck des Gefallens vielleicht bloßes Kopfnicken und ein kräftiger Zug an der Kippe? Und wie würden die Düsseldorfer sich so machen? Schließlich sollte das mein erstes Konzert in meiner neuen Heimat sein.

Der Start in den Abend: Im Innern der Stadt. Gefolgt von Zombi. Und den singenden Flüssen. Wirklich schön anzusehen, wie die Jungs auf der Bühne musizierten, zwischen den Songs immer wieder mit Susanne die Licht- oder andere Probleme diskutierten. Beeindruckt haben mich Baron Samedi, New Babylon, die Instrumentalstücke von dem neuen Album. Wer sich jemals fragte, ob solche Konzerte so ganz ohne Gesang gehen können, sei hiermit eines besseren belehrt. Es geht. Und wie. Auch wenn ich nicht auf die gesanglichen Qualitäten des Westerländers (ja, Herr Thiessen kommt nicht aus der Hansestadt) missen möchte, machte der gute Mann sich am Kontrabass sehr sehr gut.

Zwischendurch die Summe der einzelnen Teile, eine Pause und viele, viele Titel später dann die Gänsehaut. Bei Warmer Abend. Und so war es dann doch noch unser Abend.
Zum Schluss ein „Vielen Dank und bis bald“. Ja, bis bald. Versprochen.

PS: Als Vorband gab’s die Dativboys. Sie waren ok, die Jungs um den Düsseldorfer Florian Dürrmann. Mehr aber auch nicht.

Kante im Zakk

Und morgen erzähl ich euch, wie’s war.

Hören: Campus

Am Montag war ich in Köln. Im All-Area. Eine Location, die von außen ein wenig seltsam anmutet, wie eine lange Hotelhalle. Am Tresen vorbei, ab in den Keller. Dort sollten sie spielen, die Jungs aus Bayern, die es in dem südlichen Bundesland angeblich schon zu einigem Ruhm gebracht haben. So die dortige Presse und auch die Kollegin, die mich überredet hatte, einfach mitzukommen.

Sollte also sein. Mittlerweile kann ich sagen, musste sein. Junge Typen, die gern musizieren. Und dabei wirklich schöne Musik machen. Melodisch. Hymnisch. Manchmal sanft, manchmal härter.

Leider hatte sich das noch nicht in Köln herumgesprochen. Und so stand ich da mit ungefähr 30 (ok, ok…) anderen und wippte ab dem zweiten Song mit. Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Musik noch vielen anderen gefällt. Hört selbst rein. Und wer wissen will, wo man die Jungs sehen kann, der klickt mal ein bisschen auf deren Homepage rum. Sie spielen ab und zu als Vorgruppe bei den Sportfreunden Stiller.

(so. und nun schalte ich den werbemodus wieder aus. wer nicht reinhört, ist selbst schuld.)

Girliecontent

Und es gibt wirklich niemanden, der dieses Lied schöner, gefühlvoller und einfach großartiger singt, als er. Dieses schmetternde, leicht vibrierende Maybe. Immer und immer wieder.

Maybe I don’t really want to know
How your garden grows
I just want to fly
Lately did you ever feel the pain
In the morning rain
As it soaks it to the bone

Maybe I just want to fly
I want to live I don’t want to die
Maybe I just want to breath
Maybe I just don’t believe
Maybe you’re the same as me
We see things they’ll never see
You and I are gonna live forever

Maybe I don’t really want to know
How your garden grows
I just want to fly
Lately did you ever feel the pain
In the morning rain
As it soaks it to the bone

Maybe I will never be
All the things that I want to be
But now is not the time to cry
Now’s the time to find out why
I think you’re the same as me
We see things they’ll never see
You and I are gonna live forever
We’re gonna live forever
Gonna live forever
Live forever
Forever

Thank you for making our job so great.
Ja, danke. Für diese bezaubernde Stimme.

Listen to the radio

Mein Pop-Schnuckel ist zurück. Mit einem neuen Song. Und auch wenn ich das Lied anfangs hasste, ja, lest genau, ich hasste es und habe bitter enttäuscht Tränen in mein Kopfkissen geweint, bin ich jetzt bei jedem erneuten Hören begeisterter. Es ist anders. Und genau deswegen mag ich es.
(Und das Video erst. Von dem Oktober-Bild im Kalender über dem Klo ganz zu schweigen.)

Quotenscheiß

< motzmode > Und dann auch noch der Dreck mit der Quote für deutsche Popmusik im Radio. Mannmannmann. Aber eigentlich kann mir das ja egal sein. Wann hör ich schon noch Radio? Früher in Berlin, da hat das ja noch Spaß gemacht. Der Sonntag ging nicht ohne Radio 1 ab 16 Uhr. Die Show Royale war ja fast Pflicht. Gerne hörte ich auch am Abend noch ein bisschen Fritz, wie oft konnte ich vorm Schlafen gehen noch ein bisschen über die lustigen Anrufer lachen. Besonders gern Herrn Kuttner.

Aber sollen sie halt machen. Ist ja schlimm, dass sie selbst nicht daran glauben, dass sich gute ihre Musik bei den Hörern ganz von allein durchsetzt. Wie wär’s eigentlich auch noch mit einer Quote fürs Internet? Oder Lebensmittel? Keinen französischen Senf mehr, es sei denn er wurde in Deutschland hergestellt. Keine Burger mehr, keinen Mozzarella. Kann doch nicht sein, dass immer weniger Menschen Sauerkraut und Schweinebraten essen. Da muss man doch was tun!

Hach

Das muss ja nochmal gesagt werden. Und gezeigt. Wenn man’s schon nicht hören kann.