Nick Cave – Nature Boy
so sexy.
Schönschönschön
Da hat die Frau Roche doch recht: Das Lucky-Jim-Album ist definitiv eines der besten dieses Jahres. Hörbefehl!
Das Beste von heute
Nach einem Samstagnachmittag Eins Live fühlt sich der Kopf ganz matschig an. Seltsam zugedröhnt, nur eine Flucht hilft. Später, zurück in der Wohnung, erst keine Musik und dann wieder diese klare, fast dunkle Stimme im Ohr. Sie breitet sich aus, schafft diese Vertrautheit, ich werde ruhiger. Jetzt ist wieder alles gut.
Robert Smith
Vorhin das erste Mal das neue Cure-Video gesehen und eine seltsame Reportage zum Entstehen des Albums. Ein lachender Robert Smith. Lange überlegte ich, zu welchem Zeitpunkt ich diesen düsteren Herren zuletzt habe lachen sehen. Bei den ganzen alten Aufnahmen dachte ich darüber nach, wie der Herr Smith das eigentlich mit seinen Haaren hält. Früher, bei ‚Why can’t I be you‘ trug er sie kurz. Und wild. Jetzt sind sie lang, voller Haarspray, wild zurecht gezupft und schwarz wie eh und je. Ob der Mann auch dann so rumläuft, wenn er mit seinen Neffen und Nichten spielt und ihnen aufträgt, mal ein paar Bilder für sein neues Album zu malen? Oder ob er in seiner Heimat schnoddrig mit Jeans, Turnschuhe und Zopf über die Straßen schlurft, auf in den Supermarkt, die Milch ist alle, und was sollen die Kleinen sonst morgen früh zum Frühstück essen.
Dachte sie und machte sich, in Jeans und ohne Zopf auf, für die Verpflegung der nächsten Tage zu sorgen. Denn was soll die Kleine morgen früh verspeisen.
Collage
Die große Frage, mit was man sich während 1:39 h die Zeit vertreiben soll. Lesen? Nicht in diesem Buch – ich will abschalten! Nicht die schon längst ausgelesene Frauenzeitschrift.
Nein. Eine neue Zeitung musste her, diesmal für die Wochenzeitung entschieden, schon lange nicht mehr drin gelesen. Und dann: Allein im Zugabteil, Großraum, ganz für mich, der Platz mit dem Bahnprogramm ausgestattet, ich lesend, Ruhe. Wo seid ihr, ihr plärrenden Kinder? Mir fehlen diese Hintergrundgeräusche fast.
Die Durchsage: „Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt durch den Taunus und Westerwald“ – sie befremdet, vermittelt mir das Gefühl, dass ich nicht lesen kann, bei diesem Angebot im Zugkino, was an mir vorbeirauscht, ins schöne Abendlicht. Dann doch irgendwie lesend die Fahrt meisternd, nur kurz gestört von der Schaffnerin, die mich dennoch um meine Bahncard bittet.
Irgendwann, im Feuilleton angekommen, Musik raus, hören. Bei Nada Surf dann doch aus dem Fenster schauen, I wanna know, what it’s like on the inside of love. Ja, jetzt gerade, das wäre schön. Irgendwann Keane, irgendwie doch ein bisschen zu sehr Travis, so happy klingend. Dann, doch nicht. Ach.
Aussteigen, Treppen herunter mit Morrisseys This is not America, no honey, this is not America, it’s this f***ing town. Wie gern wäre ich jetzt in einer anderen Bahn, S-Bahn, U-Bahn, egal, Hauptsache diese andere Stadt.
Fünf Minuten bis zur nächsten Straßenbahn, Straßenbahn rein, mit Blumfelds Jugend von heute. Wie sie die Straßen lang gehn, ja hier auch, aber auch Berufsjugendliche unterwegs. Na, dann herzlichen Glückwunsch, noch ein ganz kleines Stück, Jungs. Schon einmal Schlüssel suchen, aufschließen, im Briefkasten Post von der Bank: Lust auf einen Kredit? Nein, muss nicht. Alles egal. Die Treppen hinauf, trotz Gepäck. Wenn du mit deiner Kraft am Ende bist, singt er mir zu, noch nicht, aber müde, für heute. Deshalb warten Warten auf den Neuen Morgen.
The Cure

Neues Album – auf dem Weg zum Zahnarzt gehört. Gut. Genau das Richtige im Moment. Danke.
7 Fragen: Music was my first love
1. Was ist Dir lieber: VIVA oder MTV? Eindeutig: MTV. Halt! Von Dienstag bis Donnerstag zwischen 23 und 23:45 schalte ich lieber Viva ein.
2. Was ist der erste Song an den Du Dich erinnern kannst? Schwierig, wenn ich an meine Kindheit denke, fallen mir eigentlich nicht besonders viele Lieder ein. Ich kann mich nur daran erinnern, dass mein Bruder und ich bei meinen Großeltern immer mit Begeisterung die Otto-Platte gehört haben. Ja, is ja auch ne Weile her.
3. Dürftest Du einen Sänger aus der Musik-Geschichte streichen, wer wäre das? Großartige Frage und meine Antwort lautet spontan Phil Collins.
4. Welches ist das nervigste Lied der Musik-Geschichte? Da gibt es viel zu viele. Spontan, weil ich heute Nachmittag mal wieder in der Bravo geblättert habe, „take me tonight“ von ‚You-know-who‘.
5. Welche Platte in Deiner Sammlung ist Dir richtig peinlich? Dieses rot-gelbe Right-Said-Fred-Album ‚Up‘.
6. Welcher Song bedeutet Dir am meisten? The Verve – bitter sweet symphony, weil er mich an eine grandiose Zeit auf der Insel erinnert.
7. Der Soundtrack welches Films passt am Besten zu Deinem Leben? Ich bin raus. Ich höre mir so selten Soundtracks an. Und besitze auch kaum welche. Meist genieße ich die Musik im Film und einzelne Lieder nochmal, wenn sie mir noch einmal außerhalb über den Weg laufen. Ich mag den Kill-Bill-Soundtrack und natürlich den von Pulp Fiction. Aber ob er zu meinem Leben passt?
Three Lions on a shirt,
Jules Rimet still gleaming,
Thirty years of hurt,
Never stopped me dreaming,
I know that was then,
but it could be again