Franziskript on tour.

Ja, es war ein guter Abend. Mit Tomte, Richard Ashcroft und Coldplay. Mit viel Sonne und jeder Menge Spaß. Und einer Überraschung des Abends: Richard Ashcroft, den ich schon einmal in der Columbiahalle in Berlin gesehen hatte und der mir sehr farblos in Erinnerung geblieben war. Hier stand er nach den grandiosen Tomte zunächst völlig allein auf der Bühne, später dann nur durch einen Keyboarder begleitet. Reichte völlig. Denn dieser Mann hatte eine Präsenz, die wirklich unfassbar war. Ganz besonders mochte ich die beiden elektronischeren Songs und natürlich die Verve-Klassiker, die bei mir immer noch funktionieren. Über Richard Ashcrofts Auftritt hatte sich aber ganz besonders Thees Ullmann von Tomte gefreut, der mit seinen Bandkollegen nicht von der Bühne wich und fleißig wippte und knipste.

Coldplay starteten den Abend dann mit „Square One“, dem ersten Titel der neuen Platte. Darauf folgten hymnische Neuheiten und viele Klassiker. Mein persönlicher Höhepunkt des Auftritts waren allerdings die Zugaben. „What if“, „In my place“, was live einfach so tausendfach besser ist als aus dem Studio. Chris Martin gewohnt agil und jeden Cent wert.

What’s next?

(Fotos folgen.)

Ich mag ja diese englische Formulierung ‚They called it a day‘

Coldplay vs. Oasis

Oliver Fuchs schreibt in der heutigen SZ äußerst launig über die neuen Alben von Oasis und Coldplay. Er hasst Coldplay und liebt den Mut zur Stumpfheit von Oasis. Beste Voraussetzung also, einen solchen Artikel zu schreiben.

Morcheeba – The Antidote

Nein, ich habe nicht daran geglaubt, dass Morcheeba auch ohne Sängerin Skye Edwards so klingen, dass man am liebsten dahin schmelzen möchte. Ja, die Musik ist immer noch sehr morcheebaesk, manchmal lässt sich erahnen, dass mit es mit ihr noch einmal ein schönes Album geworden wäre. Doch ohne Skye ist mit Daisy Martey, der neuen Stimme. Und ‚Wonder Never Case‘ lässt mich auch wirklich vergessen, dass es einmal eine Skye gab. Ein kurzer Moment. Ja, singen kann sie. Ohne Frage. Aber lieber nicht als Stimme von Morcheeba. Schade.

Jack Johnson?

Nach dem Hören von ‚Sitting, Waiting, Wishing‘ kurz glauben, dass Jack Johnson vielleicht die Rolle von Lucky Jim im letzten Sommer übernehmen könnte. Nach dem Hören des ganzen Albums dann leider nur Ernüchterung. Ist halt ein Surfer.

Befindlichkeiten

1 Stunde Michael Stipe, danach kann ich seine Stimme einfach nicht mehr hören.

An meinem Geburtstag auf Platz 1

Das waren noch Zeiten, in denen es im Jahr gerade mal eine Handvoll Nummer-Eins-Hits gab.

via Don Dahlmann

Besser nicht? Oh doch!

Klingelingeling

Soweit isses also schon: Da wartet man eine Ewigkeit auf das neue Coldplay-Album (hab ich schon erwähnt, dass ich mir die Jungs Ende Juni in Berlin anschauen werde?) und dann so was. Veröffentlichen die zuerst den Klingelton und erst danach die Single. Ts.

Hören: Interpol

Vorbands werden ja auch überschätzt, sagt man. Was bedeutet, dass man sie dann und wann einfach auch mal weglassen kann. Finde ich, finden wir. Aber auch ohne das Vorprogramm war das ein perfekter Abend. Wirklich. Mit einem bewegungslosen Paul Banks. Er muss es bedauert haben, sein Gesicht beim Singen zu verziehen. Und die Finger beim Gitarre spielen zu bewegen. Erst bei ‚Evil‘ verselbstständigte sich sein Bein und wippte leicht. Ganz leicht. Beim nächsten Song hatte er es wieder unter Kontrolle. Hach.

Seit wann ist es eigentlich wieder angesagt, bei einem Interpol-Konzert auch ein Interpol-T-Shirt zu tragen? War das nicht mal unheimlich uncool? Ach ja, das Publikum. Würde Bücher füllen, aber egal.