Meine Fresse, Kerner

Ja, ich konnte dann doch nicht anders und habe (zumindest 50 Minuten lang mit halbem Ohr) dem Besuch Eva Hermans bei Beckmann Johannes B. Kerner gelauscht. Und ja: Eva Hermans Rumlaviere, Ausgeweiche war unerträglich, weil sie anscheinend nicht viel von diesem Medienbetrieb, in dem sie sich seit Jahren bewegt, verstanden zu haben scheint.

Doch mindestens genauso unerträglich war Johannes B. Kerner. Denn in dieser seltsamen Sendung hätte es vor Ablauf der ungefähr 50 Minuten zahlreiche Möglichkeiten gegegeben, dieses seltsame Spiel aus bloß-nicht-zu-braven-aber-dann-doch-nicht-zu angreifenden Fragen und ausweichenden Antworten von Seiten Hermans zu beenden. Doch Johannes B. Kerner bat Eva Herman (ja, er bat, er schmiss nicht raus!) erst aus der Sendung, als Margarethe Schreinemakers und Senta Berger mehrfach gesagt hatten, dass sie nun wirklich gehen müssen, sie können mit dieser Person nicht weiter diskutieren (also so ähnlich halt).

Diese Dampfplauderer Beckmann und Kerner müssen endlich mal kapieren, dass sie mit ihrem pseudojournalistischen Gesprächen aufhören sollten. Von mir aus können sie weiter ihre Kuschelgespräche führen, aber dieser ständige Versuch, Relevantes zu besprechen, aber dann doch nicht die richtigen Fragen zu stellen, das nervt. Dieses Gespräch hätte nach zehn Minuten beendet sein können. Entschuldigst du dich? – Nein. Das wär’s gewesen.

Aber das kann der Kerner ja nicht. Das hätte ja auch keine Quote gebracht.

Bahn am Donnerstag

Ich muss am Donnerstag morgen um zehn in Frankfurt sein. Interessanterweise will die Bahn natürlich am Donnerstag streiken. Das heißt: Bahnfahren fällt flach. Dooferweise sind alle Menschen, die ich dort kenne, derzeit ausgeflogen. Hat jemand eine Idee, wie ich das Problem lösen könnte?

Befindlichkeitsscheisse (12)

Gerade gesehen: Die letzte Ausgabe von „Befindlichkeitsscheiße“ gab’s im vergangenen November. Wird also wirklich mal wieder Zeit.)

Äh, erinnert sich noch jemand an diese Geschichte hier? Leider, ja leider, scheint nun die Zeit gekommen zu sein, die linke Seite meines Gebisses ebenfalls von den Weisheitszähnen zu befreien. Grund: Seit Samstag wächst der einen von den Zähnen. So sehr, dass es richtig weh tut. Deshalb dope ich mich seit Sonntag mit Schmerztabletten. Nebenwirkung: Die Dinger machen mich durstig.

Na, egal. Morgen nun habe ich einen Zahnarzttermin. Entweder gibt’s dann neue Pillen. Oder Nägel mit Köpfen. Hoffentlich tut’s nur nicht wieder so weh.

FILM: Queen

Wenn ich an den 31. August 1997 zurückdenke, fällt mir eigentlich nur noch ein, dass ich irgendwann in die Küche gekommen bin und dort meine Au-Pair-Kinder zusammengekauert auf dem Sofa saßen. Und neben ihnen die heulende Freundin meines Gastvaters. Nein, ich hätte damals nicht gedacht, dass der Tod von Prinzessin Diana Schuld an diesem Schauspiel war. Und doch haben mich die folgenden Tage durchaus bewegt. Die Zeitungen voll davon, die Bilder von den in Plastikhüllen eingepackten Blumen vor dem Buckingham Palace – rührend. Und immer wieder die Frage: Wie wird sie begraben? Wann reagiert die Queen?

Englands Geschichte von der Zeit nach dem Tod von Prinzessin Diana will auch „Queen“ erzählen. Mit einer Hauptperson: der Queen. Helen Mirren. Wenn man eines an diesem Film wirklich hervorheben muss, dann ist es die Leistung von Helen Mirren eben diese Frau, die so gut wie nie Gefühle zeigt, zu verkörpern. Sie schafft das ganz hervorragend, so dass man zwischenzeitlich wirklich glaubt, dass die Queen da gerade mit Tony Blair telefoniert/durch den Garten läuft. Und doch: Ich weiß nicht warum, aber Regisseur Stephen Frears muss dann doch in die Kitsch-Kiste greifen. Dieser seltsame Geweihträger (ein Elch? ein Hirsch?), der da mit der Queen „flirtet“ – hätte man nicht gebraucht.

Am Rande interessant: Der Film lief bereits Anfang Septemberim portugiesischen Fernsehen. Gelten da andere Rechte?

FILM: Schöne Frauen

Kleiner deutscher Film über ein paar Schauspielerinnen, die sich entschließen, ein Casting zu schmeißen und stattdessen durch die Gegend zu fahren. Sie fahren zum Meer, lernen sich kennen, sie erzählen ihre Geschichten und betrinken sich. Nach einem Jahr treffen sie sich wieder. Eindeutig ein Fernsehfilm, der es wohl zu unrecht ins Kino geschafft hatte. Schöne Bilder, viel Ruhe, man muss sich aber drauf einlassen können. Ah, und nix für Männer, würde ich sagen.

Äähm…!

Ich mag das neue Lied von Bruce Springsteen. Bin ich jetzt alt?

Inside Insight (Ha!)

Mein Wohnzimmer und ich, wir sind im Insight-Magazin. Weil Daniel damals anscheinend Fotos von unserer kleinen Fernsehshow gemacht und die Geschichte verkauft hat. Ich fühle mich benutzt, aber seht selbst:

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Es bringt wohl nichts, aber da ich heute eh noch einen Tag Schweigen wollte, verlinke ich einfach auf die Aktion:

Ein Blogeintrag für Birma.

(Und immer dann, wenn man sich vornimmt, zu schweigen, kann man es dann doch wieder nicht. Mal sehen, ob ich durchhalte.)

Franzis Freunde

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(Verzeiht die nicht ganz so gute Qualität, ist die neue Kamera vom Mann meines Herzens. Muss man ja mal ausprobieren.)

FILM: Die Frau vom Checkpoint Charlie

Wenn man etwas über diesen Film schreiben will, dann muss man eigentlich als Erstes bei Veronica Ferres anfangen. Auch wenn es nervt. Weil natürlich über diese Dame schon so viel gesagt und geschrieben wurde. Trotzdem gucken halt alle immer hin. Versteh ich nicht. Obwohl: Klar, hab ja auch hingeschaut.

Das Problem: Ich kann diese so genannten „großen TV-Filme“, die im deutschen Fernsehen laufen, einfach nicht mehr sehen. Nach dem ersten Teil des Films hatte ich noch gedacht: Hey, verzichten die diesmal etwa doch auf die Standardkonstellation „tolle Frau steht zwischen zwei Männern“? Aber im zweiten Teil wird noch einmal klar: Nix da. Ein großer deutscher TV-Fernsehfilm kann einfach nicht ohne. Natürlich erhält die Ferres Hilfe von einem Journalisten (Klischee-Alarm!), mit dem sie dann auch nochmal was hat. Und natürlich trifft sie auch noch einmal auf ihren Ex. Einzige Abwandlung: Sie wollte schon vor dem Treffen nichts mehr von ihn.

Ansonsten sehen wir natürlich, wie die Ferres leidet. Wie sie sich zunächst gegen das System stellt, flüchtet, die Flucht misslingt und sie die Kehrseiten des Systems kennenlernt: Gefängnis, Psycho-Druck, das volle Programm. Und als sie dann ausreisen kann, gibt unser Superweib die Löwenmutter. Alles irgendwie schon gesehen.

Doch das hat nicht nur etwas mit der Ferres zu tun, sondern mit diesen „DDR-Filmen“ insgesamt. Besonders bewusst ist mir das geworden, als die Stasi in der Wohnung der Familie Wanzen und anderes Abhörgerät einbaut. Wirkte für mich wie ein billiger Abklatsch von „Das Leben der Anderen“. Wie Überwachung ablaufen kann, mit welcher Professionalität etc. wird dort mehr als deutlich.

Auch wenn ich hier Kritik übe, ich will nciht sagen, dass die Geschichte dieser Frau vom Checkpoint Charlie nicht berührt. Natürlich tut sie das. Aber um von dieser Geschichte zu erfahren, muss ich mir keine aufgeplusterten 90-Minüter anschauen. Dafür reicht die die Doku mit der richtigen Frau vom Checkpoint Charlie. Auch weil diese Doku zeigt, dass man auf diese bekloppte Liebesgeschichte auch gut hätte verzichten können.