Winnenden und Twitter

Heute hat mich Twitter das erste Mal so richtig genervt. Bei der Flugzeuglandung im Hudson River und auch beim Zusammenbruch des Kölner Stadtarchiv funktionierte Twitter, weil da Mehrwert reinkam. Augenzeugenberichte, Fotos – über Twitter konnte man sich sehr schnell sehr gut ein Bild über die Lage verschaffen.
Klar, gab es heute bei Twitter, Menschen, die ihre Bestürzung und ihr Mitgefühl ausdrückten.
Doch der Amoklauf von Winnenden zeigte: Twitter funktioniert nicht immer. Weil da keine Informationen unterwegs waren, die in irgendeiner Art und Weise weiter brachten. Da waren die Fernsehgucker, die erzählten, was sie am Bildschirm sahen. Die Nörgler, die sich darüber beschwerten, dass Medien groß berichteten. Die Nörgler, die sich darüber beschwerten, wie Medien berichteten. Irgendwelche Menschen, die so taten, als ob sie nah dran waren und fleißig geklaute Bilder posteten. Und die Medien, die darüber berichteten, was sie gerade berichteten. Kurz: das großes Geplapper vieler Wichtigtuer. Nervig.

(Nicht unerwähnt sollten auch die Medien bleiben, die darüber berichteten, wie toll Twitter heute doch war. Hach.)

(Doch. In Teilen des Internets wird nur gepöbelt und gemeckert.)

Dies und das

Jean-Marie Gustave Le Clezio, Literaturnobelpreisträger 2008, über das Internet

:

Who knows, if the Internet had existed at the time, perhaps Hitler’s criminal plot would not have succeeded – ridicule might have prevented it from ever seeing the light of day.

I’ve wasted 34,200 Seconds or 570 Minutes or 9.5 Hours or 0.4 Days with 1,140 Tweets on Twitter!

Und du?

(via)

Leider geht Gary Barlow ohne T-Shirt wirklich gar nicht:

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Und alle schlimmen Geschichten aus Deutschland schaffen ihren Weg auch nach England. Denn „Bauer-sucht-Frau“-Bauer Hansi hat ja am Montag seine Hühner gefingert. „You dirty plucker“ titelt die „Sun„.

Kein Fall ist in England so präsent wie der von Baby P. Zum Glück erklärt die FAZ mal, was da eigentlich los ist.

Neues zu nachrichten.de

Neues bei Qype: Mr. Wong, die Rösterei, Dorint Novotel, Ugly Deluxe, Frida, Lloyds,

Blogger 2008

Vor einem Jahr haben wir die Blogger 2008 gewählt. Und nach der glanzvollen Gala wollen wir auch in diesem Jahr wieder Preise verleihen.

Damit wir 29.12. ab 20:15 Uhr auch etwas zum Voten haben, brauchen wir Nominierungen. Noch bis zum 17. Dezember könnt ihr auf dieser Seite eure Vorschläge abgeben. Abgestimmt wird, wie im vergangenen Jahr auch, während der Sendung.

Ach ja, und wer sich nicht sicher ist, wer „wir“ so sind: Natürlich der Daniel und der Thomas.

Über die Notwendigkeit, zu twittern

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DSDS-Wahn (2)

Da ich es nur getwitttert habe, hier die Twitter-Zusammenfassung nochmal zum Nachlesen (Sogar in richtiger Reihenfolge.):

– Überlege gerade, ob ich dsds live blogge oder live twittere. Schwierige Entscheidung.
– Ok, für Twitter entschieden. Marco Schreyl hat Finale eröffnet. Die Halle bebt.
– Oh. Mein. Gott. Dieter Bohlen im silbernen Anzug.
– Dieter Bohlen sieht aus wie eine Disco-Kugel.
– Und Bär Läsker hat nen Teppich an.
– Marco erklärt das Prozedere. Als erstes singen die beiden „Lieblingslieder“. Der schwule Fady muss als erstes ran.
– @sixtus Dann tschüss, mein Lieber. Ich muss einfach.
– @videopunk Immer dieser derwesten-spam!
– Mannmannmann: Jetzt singt der auch noch George-Michael-Quatsch.
– Fady hat wieder so ne enge Hose an. Er wackelt wieder so komisch mit dem Hintern.
– Die Disco-Kugel: Wenn Fady singt, hat er ein warmes Gefühl. So wie damals, als er als kleiner Junge in die Hosen gepinkelt hat.
– Nu kommt der Thomas mit was von Sunrise Avenue. (Ich will, dass der gewinnt.)
– Die erste Runde ging eindeutig an Thomas. Perfekter Song für den.
– Urteil der Jury: Bär „roter Teppich“ Läsker: super. Anja: auch super. Discokugel: Extrem geil.
– Oh Gott. Die ganzen Freaks aus dem Casting haben sie auch wieder rangekarrt.
– Nutella-Werbung war lustig.
– Trinke jetzt übrigens ein Becks Lemon. Das erste des Abends.
– So, geht weiter.
– Jetzt gibt’s das beste Lied aus den Shows. Fady schmachtet deshalb „She’s like the wind“.
– Jetzt tanzt er auch noch mit ner Blondine…. Schlimm.
– Urteile. Discokugel: Mit dieser Stimme bringst du Eis zum schmelzen. Anja: Schnulzengott. Teppich: Du hast dich am meisten gesteigert.
– Marco „Sensationsjournalist“ Schreyl fragt Thomas: „Wie wichtig sind dir eigentlich deine Eltern?“
– Gleich singt Thomas „Chasing Cars“ von Snow Patrol. Das wird groß.
– Urteil: Bär: Super. Anja. Großer Rock’n’Roll. Disco-Kugel: Mach dich mit dem Gedanken vertraut, dass du das Ding gewinnst.
– Hilfe! Jetzt kommen die Casting-Freaks.
– Mark Medlock quatscht dummes Zeug. Dieter freut sich, dass sein Mark Madonna von Platz eins der Charts verdrängt hat.
– Ich brauch mehr Bier.
– Freund hat mich gehört: Er bringt mehr Bier.
– Jetzt singen die auch noch. Boah ist das schlimm.
– Ich bin sprachlos wegen dieser großen großen Scheiße.
– Ok, kommen wir zum eigentlichen Thema zurück: Die Jury ist geballt für Thomas.
– Jetzt die Final-Titel. Übrigens: Dieter „Discokugel“ Bohlen hat diesmal keinen geschrieben.
– Fady singt „blessed“ von Alex Christensen.
– Mein Urteil zu Fady: Nicht gut.
– Urteil: Dieter hofft, dass viele anrufen. Anja schleimt wie immer rum: Ging ans Herz. Bär: Ich wünsche dir viel Glück.
– Schon wieder Werbung.
– So, nun kommt Thomas. Sein Song heißt „Love is you“ und stammt von Valicon.
– Urteile. Bär: Nächsten Freitag steht deine Single im Laden. Anja: Spektakulär. Dieter: Ich hätte mir nen rockigeren Song ausgewählt.
– Mein Urteil: Langweilig, austauschbar. DSDS halt.
– So, jetzt ist Pause.
– DSDS geht weiter.
– Ich hab Angst davor, wenn Fady und Thomas gleich „My way“ singen.
– @dsdsfinal Nee, lieber mehr Bier.
– Schlimm. Jetzt singen sie „My way“
– Fady singt französisch. Und Thomas auf deutsch.
– Fremdschämen galore. das ist so schlimm, ich würde am liebsten ausschalten und ins Bett gehen.
– Schon wieder Werbung. Meine Fresse.
– so 60 sekunden noch abstimmung. dann weitere zehn minuten marco-schreyl-gebrabbel, bis endlich schluss ist.
– So: Bringt Dr. Fleischhauer den Umschlag oder doch seine Vertretung?
– Jawoll, er kommt.
– Glitzerbäumchen sagt der Schreyl zum Bohlen.
– Boah, jetzt machen die schon Filmmusik, wenn der Schreyl spricht. Ganz übel. „Die ganze Nation kennt den Namen Fady Maalouf.“
– Man kann nur alle beglückwünschen, die da früher rausgeflogen sind. Das ist echt die größte Scheiße, die ich jemals gesehen habe.
– So. Wer gewinnt: Pole oder Libanese?
– Es ist AUSAUSAUS, DAS SPIEL IST AUS! Thomas hat gewonnen.
– Ohgott, die Lukaseder heult.
– So. Endlich ist Schluss.

Heisser Scheiss im Internet

Manchmal werde ich im Büro gefragt, was es so Neues im Netz gibt. Und das doofe ist, dass mir dann in diesem Moment gerade nichts einfällt. Wäre ich heute gefragt worden, hätte ich gesagt, dass Twitter derzeit das Ding ist. Jeden Tag bekomme ich mehrere Mails, die mich darüber informieren, welche Menschen meinem Twitter-Stream jetzt noch so „followen“.

Doch wäre ich gefragt worden, ich hätte ganz schön rumstottern müssen, um zu erklären, was Twitter eigentlich so ist. 140 Zeichen, in denen ich schreibe, was ich gerade mache. Und dazwischen 140 Zeichen von den anderen, von denen ich mitbekommen möchte, was sie gerade machen. Ob sie was lesen, ob sie was schreiben, ob sie gerade im Zug sitzen oder in einen Apfel beißen.

Twitter ist eine Mischung aus Bloggen, Chatten & SMS an alle. Aber man kann’s googlen & es gibt Instant Gratification

Sagt beispielsweise Sascha Lobo.

Und weil dieses „Twitter“ gerade DER Hype ist, gibt’s viele viele Spielereien drumherum. Zum Beispiel „twhirl„. Das ist ein Client, mit dem man ziemlich einfach seinen Twitter-Stream verfolgen kann. Weil sich das Programm automatisch aktualisiert und man so genau wie bei einem Mail-Programm immer die neuesten Nachrichten eingeblendet bekommt.

Und dann gibt es noch die Tweet Cloud. Man gibt seinen Twitter-Namen ein und nach wenigen Sekunden wird aus den verwendeten Worten eine Wolke erstellt. Sie zeigt, welche Worte ich am meisten benutzt habe.

cloud1.jpg

Ich vermute allerdings, dass ich für diese Ausführung nur Kopfschütteln erhalten hätte.

Und immer dieser Weiberscheiss

Anfang Februar bekam ich eine E-Mail. Auf der Re:publica soll es auch eine Frauenveranstaltung geben. Eine Veranstaltung, auf der man über Sinn oder Unsinn von Taz-Artikeln, die Kategorisierung in Frauen- und andere Themen-Blogs diskutiert werden sollte. Um Anregungen wurde gebeten. Bereits damals hatte ich die Mail nicht so richtig verstanden, fragte nach:

Ich versteh nicht ganz, was ich antworten soll. Zustimmung?
Widerworte? Oder irgendwie zusagen?

Eine Antwort erhielt ich nicht. Na, zumindest war ich dadurch neugierig genug, zur Veranstaltung „Strickblogs oder Postfeminismus – Bloggen jenseits des Schwanzvergleichs“ zu gehen.

Vermutlich habe ich einfach den Fehler gemacht und bin geblieben, als die Referentin begann, die anwesenden Herren durch ein freundliches „Das ist eine reine Frauenveranstaltung“ aus dem Raum zu bitten. Denn in diesem Moment verließen dann nicht nur Herren den Raum, auch zahlreiche Frauen gingen – wohl auch aus Protest.

Es war wohl ein Fehler, weil ich wirklich nicht nachvollziehen kann, warum man über Frauenblogs nur „unter sich“ diskutieren kann. Ist es nicht gerade die Abschottung, die zur Isolation führt? Ist es nicht eigentlich so, dass es jede Menge ganz hervorragende Frauenblogs gibt, die man eigentlich auch in die so genannte Männerwelt tragen sollte? Denn von alleine werden die technikbegeisterten Herren mit ihren Männerthemen sich nicht in die so genannte Frauenwelt begeben und zwischen Strickmustern und Babybrei nach der einen oder anderen Perle stöbern. Und darum ging es der Organisatorin ja irgendwie: mehr Anerkennung, mehr Aufmerksamkeit und ein bisschen auch den Weg aus der Nische.

Aber eigentlich wollte ich mich an diesem „Männer-raus-Ding“ gar nicht so lange abarbeiten. Viel blöder war die Konzeptlosigkeit, mit der man sich letztendlich zusammensetzte, und jeder dann ein bisschen von sich und seinem (nicht) vorhandenen Blog erzählte. Denn als jeder was gesagt hatte, war die Zeit auch schon vorbei. Na, zumindest hatte ich von einer Kongressteilnehmerin erfahren, die wegen ihrer bloggenden Kinder mal wissen wollte, wie das alles eigentlich so funktioniert. Wenigstens etwas Horizonterweiterndes.

(Nein, nicht falsch verstehen. Ich will hier keinen Zickenkrieg eröffnen. Ich will nur ausdrücken, dass ich es verdammt schade finde, dass diese „Frauen“-Veranstaltungen dann doch alle Klischees bestätigen, die es so gibt. Und ich könnte mir sehr gut vorstellen, beim nächsten Mal selber versuchen, sowas auf die Beine zu stellen. Wo wir Damen uns mal nicht als verschrobene Zicken präsentieren, sondern als „Produzenten“ von allerlei Perlen im Web.)

(Anke hat zugehört.)
(Die Veranstalterin danach im Schnutinger-Interview.)
(Kittyluka war auch da.)
(Ebenso wie Frau Engl.)
(Helene Hecke im Genderblog)

Google fragt – ich antworte (2)

Ist Max Riemelt schwul?

Kann da jemand helfen?

Google fragt – ich antworte

Immer mehr Menschen stellen Google ihre Fragen. Und heute kamen wirklich viele Leute über Google in dieses Blog, weil sie Fragen hatten. Da will ich doch gerne weiterhelfen.

1. Wo hat Tom Cruise seine Lederjacke her?
Aus einem Lederjackengeschäft.

2. Wer spielt mit bei Udo Lindenbergs neuer Platte?
Jan Delay, Helge Schneider, die Silbermond-Frau, Till Brönner. Ach ja, Udo Lindenberg auch.

3. Wo kann man bym kaufen?
Gar nicht mehr. Ist eingestellt.

4. Elementarteilchen wie ist das Ende des Films?
Vermutlich so wie im Buch.

5. Warum sehe ich keine Bilder wenn ich eine Internet-Seite aufmache?
Im Browser irgendwas ausgeschaltet? Vielleicht gibt’s auf der Internetseite ja auch keine Bilder.

6. Ich suche ein Lied in a restaurant
Italiener, Spanier oder Grieche?

Was meine Leser heute interessierte

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Muss wohl mal wieder Zeitschriften testen.