Großartig, auf was für Ideen manche Menschen so kommen: DiscountOutlook. Die blättern Werbeprospekte der Supermärkte durch und reden drüber.

Sehr empfehlenswert ist ja übrigens der Ohrensessel-Podcast von Bernd Begemann und seinen besten Freunden. Ich höre den seit Beginn der Woche auf dem Weg von und zur Arbeit und sorge in der S-Bahn sicherlich für Erheiterung, weil ich ständig vor mich hin kichere.

Heute abend hörte ich allerdings die Folge, in der die Drei über den King-Kong-Film von Peter Jackson sprechen. Und die bekennen sich alle drei, diese Szene, in der King Kong mit Anne Darrow auf dem New Yorker Eis Pirouetten dreht, ganz wundervoll fanden. Die meinten das wirklich Ernst. Mannmannmann.

Ohrensessel

Oh wie schön. So langsam finde ich wirklich Gefallen an Podcasts. Bernd Begemann macht mit zwei Leuten einen, in dem sie über Filme sprechen. In der aktuellen Folge geht’s um Coen-Filme.

Eurovision Song Contest 2006

So, ihr Lieben, ich mach mal wieder mit. Liveblogging mit den Kollegen Popkulturjunkie und Sichelputzer.

1. Schweiz: six4one – if we all give a little
Hui, ne Sechser-Kombi. Hat ein bisschen was von Bro’Sis. Nur in älter.

2. Moldau: Arsenium & Natalia Gordienko – loca
Noch eine Kombo, diesmal wird aber die Hip-hop-Karte gespielt. Und viel nackte Haut gezeigt. Sehr belanglos.

3. Israel: Eddie Butler – together we are one

Und schon wird’s erbärmlich langweilig. Auf der Bühne singen und tanzen wiederum sechs Menschen, doch oh, Wunder, sie tragen diesmal wieder ein bisschen mehr Kleidung. Schleimiges Rumgesinge ganz in Weiß.

4. Lettland: Cosmos – i hear your heart
Lettland traut sich was und lässt eine A-Capella-Truppe ran. Übrigens diesmal wieder sechs, ebenfalls in weiß und nur Typen. Keine Siegeschancen. Zu plätscherich, falls die Fachwelt etwas mit diesem Wort anfangen kann.

5. Norwegen: Christine Guldbrandsen – alvedansen
Wie es scheint, ist weiß DIE Trendfarbe des diesjährigen Song Contests. Singen kann die blonde Schönheit, auch wenn sie meinen Geschmack nicht trifft. (Übrigens sind sie wieder zu sechst.) So lala.

6. Spanien: Las Ketchup – bloody mary
So, jetzt raten wir mal gemeinsam, wie viele in rot gekleidete Schönheiten auf der Bühne herumhüpfen? Richtig! Die vier Damen von Las Ketchup und zwei in schwarz gekleidete Tänzer. Das Lied kommt allerdings überhaupt nicht an den damaligen Sommerhit heran, was sicher positiv ist, aber die Siegeschancen der Spanier nicht erhöht.

7. Malta: Fabrizio Faniello – i do
Iiiih, die sind ja nur zu fünft. Und leider klingt die Stimme von Herzchen Fabrizio scheiße schief. Da kann der gute auch noch so viel grinsen. Schlimmschlimmschlimm.

8. Deutschland: Texas Lightning – no no never

Und nun die deutsche Truppe: zu fünft. Ich mag das Lied ja ganz gerne. Sehr erfrischend nach all den versuchten Hymnen.

9. Dänemark: Sidsel Ben Semmane – twist of love

Die ist 17? Da sieht Britney Spears ja jünger aus. Für die Statistik: Sie sind zu fünft. Moderner Rock’n Roll, wenn es sowas gibt. Zumindest was anderes.

10. Russland: Dima Bilan – never let you go

Oh scheiße: Die Matte kommt wieder. Der Typ hat ein bisschen viel US5 geguckt, zumindest bewegt er sich so. Das Lied ist eingängig. Darauf kommt es doch an, oder?

11. Mazedonien: Elena Risteska – ninanajna

So, und endlich hat dann auch die Ostpop-Keule zugeschlagen. Ich kann damit ja nix anfangen. Aber unsere europäischen Nachbarn mögen das ja, wie wir aus den vergangenen Jahren wissen.

12. Rumänien: Mihai Traistariu – tornero
US5 auf rumänisch, also insbesondere die Tanz-Kombo im Hintergrund. Der Typ sieht leider nicht wirklich schnuckelig aus. Hat der ne Dauerwelle? Urg. Sehr ostpoppig. Und Breakdance ist doch eigentlich auch schon ziemlich out.

Puh, netterweise ist jetzt Pause. Sind die Haare der Moderatorin heute morgen unterm Fön explodiert?


14. Bosnien-Herzegowina: Hari Mata Hari – lejla

Mal wieder was Ruhigeres. Harter Tobak. So ein Rumgeschleime.
Übrigens ist Andreas von mepris.de so flink, dass er neben dem Livebloggen auch noch Fotos von den einzelnen Kandidaten reinstellt. Respekt!

14. Litauen: LT United – we are the winners

Ich hab das Lied bereits beim Vorentscheid am Donnerstag gesehen und muss sagen, dass es der absolute Ohrwurm ist, auch wenn ich das Lied nur ein einziges Mal gehört habe. Und ich find’s auch ganz witzig. Von mir aus könnten die gewinnen.

15. Großbritannien: Daz Sampson – teenage life

Das Sympatischste an diesem Song ist der wunderbar britische Akzent dieser Schulmädchen. Dieses „Todaaay“. Aber abgesehen davon: Ziemlicher Dreck.

16. Griechenland: Anna Vissi – everything

Griechenland versucht sich im Hymenhaften. Sehr Grand-Prix-mäßig. Aber warum auch was Neues wagen?!

17. Finnland: Lordi – hard rock hallelujah

Den Mut, den die Griechen nicht hatten, haben die Finnen. Lustige als Monster verkleidete Kerle singen ne Bon-Jovi-Hymne. Und die finde ich ebenso wie Lordi eher scheiße.

Dank Anke läuft hier BBC Prime, hat Urban auch die „famous kiosks“ ebenfalls kommentiert? Hihi.

18. Ukraine: Tina Karol – show me your love

Ost-Pop die X.te. Boah, diese Oberschenkel! „Bring back these Kosacks!“ (Schreibt man das so? Ach egal.) Hahaha.

19. Frankreich: Virginie Pouchain – il était temps
Ich will der guten Frau ja nicht zu nahe treten, aber wenn sie ein wenig öfter die Töne treffen würde, wäre dieser Beitrag sicherlich erträglicher.

20. Kroatien: Severina – moja Å¡tikla

Äh, kann das sein, dass die Lippen ein bisschen zu dick geworden sind beim Aufspritzen? Ganz schlimmer Folklore-Pop.

21. Irland: Brian Kennedy – every song is a cry for love

Puh, Ob’s auch noch ein bisschen langweiliger geht?

22. Schweden: Carola – invincible
Diesen Song hätte auch Ralph Siegel schreiben können. Endlich mal wieder was Schnelles. Sehr eingängig.

23. Türkei: Sibel Tüzün – superstar
Irgendwoher kenn ich das Lied, aber vielleicht ist das ja das Konzept. Ich bin ja ein wenig anfällig für diesen Türk-Pop.

24. Armenien: Andre – without your love
Die haben auch zuviel US5 geschaut. Allerdings geben sie die Bondage-Variante.

Geschafft.

Nana Mouskouri „zündet“ die Sanduhr. Wie? Darf die nicht singen? Jetzt geht’s ans Voten. Hahaha. Meine Prognose, wer recht weit vorn liegen könnte: Russland, Litauen, Bosnien-Herzegowina oder Schweden.

(Ich mach jetzt mal mit Zeitangaben weiter.)
23 Uhr: Abstimmphase ist beendet. Die hat die Haare jetzt übrigens anders.

23.07 Uhr: Der BBC-Kommentator ist großartig. Wir lachen gerade gemeinsam über die Tanzperformance. Toll.

23.09 Uhr: Die Moderatorin hat sich umgezogen. Schönes schwarzes Kleid. Muss man ihr lassen.

23.12 Uhr: Was ist das denn für ein Dreck? Die zeigen nur noch die Kategorie 8, 10 und 12 Punkte. Alles andere wurde schon vorher eingegeben. Die schöne Abstimmzeremonie!

23.21 Uhr: Dieses beschissene Lied aus England hat mehr Punkte als Texas Lightening. Und diese blöden Finnen haben gute Chancen, zu gewinnen. Mannmannmann.

23.22 Uhr: Uuuuh. Die Norwegerin im knalligen Rot.

23.31 Uhr: Was hat der Typ aus den Niederlanden denn genommen?

23.37 Uhr: Die Polen konnten auch schon mal besser Englisch…

23.39 Uhr: Selbst die Engländer. Diese Finnen, wirklich, unfassbar. Diese furchtbare Retro-Scheiße.

23.54 Uhr: Finnland hat bereits gewonnen, obwohl noch zwei Länder ausstehen. Das Schlimme an diesem Gewinner ist, dass im kommenden Jahr dann wohl auch die anderen Länder auf die Idee kommen werden, lustige Kostüme anzuziehen.

Fazit: Dass Deutschland keine Chance auf einen der vorderen Plätze mehr hat, ist bekannt und ich denke, dass auch keiner mit einer guten Platzierung gerechnet hat. Aber dass beim Eurovision Song Contest neuerdings Schlagermonster gewinnen? Nun gut, neue Ära. Mannmannmann.

(Endet hier. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.)

Lustige Kommentare der anderen:
Mayweather: „Fehlt nur noch, dass hinter allen Masken der finnischen Sänger Hape Kerkeling steckt.“

Bud Naked: „Manchmal macht mir die Macht meines Blogs Angst.“

(Jetzt aber.)

!

Ein neuer Kante-Song.

Blumfeld im ZAKK

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Jochen Distelmeyer einer dieser Männer ist, die es sehr gerne hören, wenn man ihnen sagt, dass die Hose seinen Hintern sehr gut in Szene setzt. Und wenn man sich im Zakk genau umschaute, dann konnte man all die anderen Kerle sehen, die das eben auch gerne hören und deswegen genau diesen Art von Hose gerne tragen. Ich kannte mal einen solchen Mann sehr gut und wenn ich an diesem Abend mit ihm zu diesem Konzert gegangen wäre, dann hätte er mich irgendwann nach der ersten halben Stunde darauf hingewiesen, dass diese Hose wirklich gut sitzt. Kein Abdruck der Unterhose, weil er eine dieser engen Shorts trug, kein Fältchen zuviel, keine Frage, nur war sie für meine Begriffe zu kurz. Und das Hemd ohne Manschettenknöpfe, wenn ich ehrlich bin, hatte ich sie erwartet.

Aber natürlich sollte man sich bei einer Konzertbeschreibung nicht damit aufhalten, was für Klamotten die Band trug. Und schon gar nicht, wenn es sich um Blumfeld handelt, eine Band, die mit ihrem aktuellen Album die Gemüter erhitzte, weil es vornehmlich um Äpfel und anderes Obst geht. „Ein ernstes Thema“, sagte J., kurz bevor er vom „Apfelmann“ sang. Es wunderte mich auch nicht, als sich das Publikum sehr zurückhaltend gab, als J. in die Runde fragte, ob denn jeder einmal pro Woche oder doch eher einmal im Monat Obst zu sich nahm. Bloß keine großen Gefühle zeigen, bloß nicht mitsingen, wippen war ok, ebenso wie heftiges Kopfgenicke und bei den Damen durften es auch mal ein paar tänzerische Einlagen sein. Mehr nicht. (Jaja, drüber schreiben am besten auch nicht.)

Doch ich sollte noch ein paar Worte über den aus meiner Sicht coolsten Mann des Abends verlieren. Lars Precht, der Bassist. Den zu beobachten, wie er hin und wieder über die Bühne hüpfte, wie er lauthals vom „Apfelmann“ und „Strobohobo“ sang und sich am Applaus des Publikums erfreute. Hach (Darf man ja nicht. Ist ja Blumfeld.)

Ein sehr entspannter Abend ist aus diesem Konzert geworden. Vieles von der neuen Platte, einiges von den beiden alten und insbesondere in der ersten Zugabe auch etwas für die extrem Hartgesottenen. Was ich an den neuen Songs mag: Er singt halt richtig. Und zeigt, zu was seine Stimme fähig ist. Das macht viele Lieder natürlich extrem schlageresk. Aber in diesen Momenten schaue ich mich um, betrachte diese so genannten Fans und freue mich, dass ich endlich mal wieder bei einem Konzert war, bei dem die Halle nicht überfüllt war. Kein Füße treten, kein fremder Schweiß und keine knutschenden Pärchen vor mir. Herrlich. Da mag ich all die Menschen doch gleich viel mehr, die mit Blumfeld nichts (mehr) anfangen können.

(Und wer die meiner Meinung nach beste Kritik über das aktuelle Album lesen will, der sollte sich noch irgendwo die FAS vom Sonntag besorgen. Eric Pfeil hat sie geschrieben.)

Ist es eigentlich sehr peinlich, dass ich das neue Album von Blümchen Jasmin Wagner irgendwie mag?

(Jaja, Bernd Begemann, aber ist halt trotzdem Jasmin Wagner!!!)

Und schon wieder ist es die liebe Lucy, die mich zum Lachen bringt. Weil sie nämlich den „Verdi-Song“ verlinkt hat. Großartiggroßartiggroßartig.

Und jetzt alle: Verdi, Verdi, deine Welt sind die Beheage!

Die Tomte-CD eignet sich übrigens nicht wirklich zum Kisten auspacken.

tracks

Och Menno, eigentlich will ich doch bei sowas nicht mehr mitmachen. Aber irgendetwas zwingt mich dann doch dazu, diese doofe Fragebögen auszufüllen. Schuld ist Herr 160typo. Der hat mich aufgefordert.

1. Ein Lied aus deiner frühesten Kindheit
Doof, dass ich die Kiste mit meinen Lieblingskassetten schon in eine der Umzugskartons gepackt habe. Aber vom Traumzauberbaum das „Gespensterduett“. Das fand ich damals richtig gruselig.

2. Ein Lied, das du mit deiner ersten großen Liebe assoziierst
Damit ich meine Glaubwürdigkeit nicht verliere, zweigeteilt:
Meine erste Liebe: Pearl Jam – Ten, meine erste große Liebe: R. Kelly – I believe I can fly

3. Ein Lied, das dich an einen Urlaub erinnert
Oh, Urlaubslieder sind ja auch immer was Schlimmes. Mein letzter Urlaub alleine, das war, nachdem ich meine Diplomarbeit geschrieben hatte und keiner mit mir verreisen wollte. Und da lief ständig und überall Mustafa Sandal – Aya Benzer. Schlimm.

4. Ein Lied, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst
Ganz schön schwierig, wenn man all die CDs schon eingepackt hat und nur die Musik auf dem Rechner nach peinlichen Lieblingsliedern scannen kann. Aber ich hab was gefunden: Xavier Naidoo – Wo willst du hin. Ich hasse den Typen, aber dieses Lied ist manchmal ganz nett…

5. Ein Lied, das dich – geplagt von Liebeskummer – begleitet hat
Oh, Liebeskummer. Blumfeld – Neuer Morgen. Heulen garantiert. Das war aber auch ein Scheißkerl.

6. Ein Lied, das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast
Puh, wahrscheinlich irgendwas von den Ärzten, weil man das Zeug in seiner Jugend (achja) ja immer Samstags in der Dorfdisco ertragen musste. Um mich auf einen Song festzulegen: Zu spät, natürlich.

7. Ein Lied, das dein liebstes Instrumental ist
Sorry, aber da muss ich aufgrund meiner eingepackten CD-Sammlung leider passen.

8. Ein Lied, das eine deiner liebsten Bands repräsentiert
The Cure, immer noch. Und davon eines der eher unbekannteren Lieder: 10-15 Saturday night.

9. Ein Lied, in dem du dich selbst wiederfindest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und weise verstanden fühlst
Also, jetzt gerade nicht, aber damals, da hab ich mich sehr verstanden gefühlt: Nada Surf – Inside of love.

10. Ein Lied, das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (& welche das ist)
Kante – Warmer Abend. Diese Woche in Prag…

11. Ein Lied, bei dem du am besten entspannen kannst
Wieder einmal die gesamte Platte: Mobys „Play“. Bilder malen kann man dabei auch ziemlich gut.

12. Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht
The Verve – Bitter Sweet Symphony.

13. Ein Lied, das momentan dein Lieblingssong ist
Tomte – Geigen bei Wonderful World.

14. Ein Lied, das du deinem besten Freund widmen würdest
Richard Ashcrofts „Break the night with colour“, weil ich, wenn ich den höre, immer an ihn denke.

15. Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört.
The Jam – That’s Entertainment. Weil immer, wenn ich von „The Jam“ schwärme, keiner dieses Lied kennt.

16. Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst
Die gesamte neue Tomte-Platte.

17. Ein Lied, das weder deutsch- noch englischsprachig ist und dir sehr gefällt
Problem: CD ist eingepackt. Und ich komme einfach nicht auf den Namen der Band, um bei Amazon zu suchen.

18. Ein Lied, bei dem du dich bestens abreagieren kannst
Metric – Monster Hospital. Also derzeit funktioniert das gut.

19. Ein Lied, das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte
Lou Reed – Perfect Day. Ja, immer diese Klassiker.

20. Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest
Darf man auch Songs doppelt nennen? The Verve – Bitter Sweet Symphony.

(Endet hier.)