So war die DLD13
Die Vorlesung von Peter Thiel war eine der großen Momente auf der DLD. Der Paypal-Mitgründer und frühe Facebook-Investor hat sich mit seinen Investments einen Namen gemacht. Alle Anwesenden hingen an den Lippen des eher bescheiden rüberkommenden Mannes. Thiel sprach darüber, wie die hochentwickelten Staaten wieder auf die Überholspur gelangen können. Technologie und Wissenschaft seien dabei sicher Schlüsselfaktoren.
Auch Peter Thiel kennt seinen Kirk #dld13
— Martin Gropp (@MartinGropp) Januar 22, 2013
Ein weiterer großer Kopf der DLD war meiner Meinung nach Kirk, vom Raumschiff Enterprise. Peter Thiel hatte ihn in seinen Vortrag eingebaut, um zu zeigen, dass wir unserer Vision von Raum- und Luftfahrt doch etwas hinterherhinken. DJ Patil machte mit Kirk deutlich, wie wichtig die menschliche Komponente bei großen Überthema Big Data sei. Jede brauche einen Spock auf seiner Brücke, sagte er und meinte damit, dass es die Köpfe braucht, die die große Zahl an Daten eben interpretieren können.
Werner Vogels: „Jeff Bezos ist der Spock von Amazon.“ #dld13
— Franziska Bluhm (@franziskript) Januar 22, 2013
Befremden meinerseits übrigens, warum Peter Thiel von Christian Angermayer angekündigt wurde.
#DLD13 Hubert Burda erklärt Karlsruhe zu *der* Internet-Stadt Deutschlands.
— Detlef Borchers (@dborch) Januar 22, 2013
Manche Dinge waren nicht ganz so spannend. Das Panel zur Debatte um das Leistungsschutzrecht und den großen Umwälzungen in der Medienbranche passte nicht mehr so recht zur DLD, auf der doch eigentlich über die Zukunft gesprochen wurde. Die Second-Screen-Debatte war vielleicht noch vor drei Jahren zeitgemäß und die Kreativität, die rund um TV-Serien im Internet entsteht, ist zwar immer wieder faszinierend, aber eben auch nicht ganz so neu.
Hugh Herr: „When the Body is fixes, the Brain celebrates“ #dld13
— Franziska Bluhm (@franziskript) Januar 21, 2013
Nachhaltig beschäftigen werde ich mich auch mit dem Auftreten von Biophysiker Hugh Herr.“Fringe“ ist wohl auf dem besten Weg, Realität zu werden. Und die kleine Debatte, die sich danach in meiner Twitter-Timeline entwickelt hat, zeigt, mit welchen großen Fragen wir uns in den nächsten Jahren noch beschäftigen werden. (Siehe auch den sehr guten Beitrag von Christiane Link in ihrem Blog)
I totally disagree with Hugh Herr as wheelchair-user! An elimination of disability scares me! #DLD13
— Raul Krauthausen (@RAULde) Januar 21, 2013
Da sitzt man in einem Vortrag und hört teils angeschaudert teils fasziniert zu, was mittlerweile alles schon möglich ist und ertappt sich dabei, dass man gar nicht versteht, was da gerade gesagt wurde.
Welche moralischen Fragen auf uns zukommen werden, wurde mir auch im Gespräch mit Esther Dyson oder dem Journalisten Rick Smolan klar. Smolan hat das Buch „The Human Face of Big Data“ herausgebracht und hat mich dazu gebracht, mal über meinen Handykonsum nachzudenken. Und im Gespräch mit Esther Dyson kam die Frage auf, wer eigentlich die Kosten bezahlt, wenn wir alle durch Selbstvermessung und so genau wissen, was schlecht für uns ist und es dennoch tun. Was wird aus unseren sozialen Sicherungssystemen? Wie gehen wir mit dem Streben nach Perfektionismus um und sichern unsere Vielfalt? Damit werde ich mich wohl in den kommenden Wochen noch ein bisschen beschäftigen.
Fitbit-Werte-Vergleich ist das neue Ding. Besser als Quartett. #DLD13
— Daniel Fiene (@fiene) Januar 20, 2013
Ansonsten: Viele tolle Gespräche, leckeres Essen (Danke Tomorrow Focus!), neue Ideen, DLD eben. Meinen Fitbit One schmeiße ich aber trotzdem nicht weg, sondern probiere das mit der Selbstvermessung einfach mal weiter aus.
Und zum Schluss:
Den Preis für die coolsten Strumpfhosen auf der diesjährigen #dld13 gewinnt übrigens Steffi Czerny. #loveit
— Franziska Bluhm (@franziskript) Januar 22, 2013
(Jetzt muss ich aufhören, Akku und so.)































