Übrigens lädt der STERN schon wieder zu einer kostenlosen Preview ein. Diesmal für Dienstag, den 14.3., 20 Uhr. Anschauen kann man sich „Transamerica“. In Berlin, Düsseldorf, Dresden, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart.

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt

Endlich habe ich auch das Buch durchgelesen, welches seit Monaten von allen Seiten so hoch gelobt wird. Zu recht, wie ich finde. Denn Daniel Kehlmann erzählt auf so unterhaltsame und lebendige Weise von der Begegnung der beiden Wissenschaftler Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß, dass man ganz schnell vergisst, dass es sich hier um Ereignisse aus dem 19. Jahrhundert handelt. Lesen, meine Lieben. Und am Ende des Buches wisst ihr dann alle, was herauskommt, wenn man die Zahlen von 1 bis 100 aufaddiert. Ohne dass ihr euch tagelang darüber den Kopf zerbrecht. (Falls ihr es nicht schon vorher wusstet. Muss meinen Lesern mehr zutrauen. Oder?)

Lesen!

Oliver Gehrs über das Geschäft mit den Sex-Annoncen.

Leserbriefe im Test

Manchmal muss man den STERN einfach nur wegen der Leserbriefe lesen. Es geht um das Interview mit Heiner Lauterbach, das der STERN kürzlich abdruckte. Allesamt einfach nur lesenswert.

„Muss denn jeder private Furz ins Fernsehen?“

„Vielen Dank für die neun Seiten über die Memoiren von H.L. Bei all den Dingen, die Deutschland zurzeit schultern muss (Vogelgrippe, Irak-Entführungen, Atom-Iran) werden ja die kleinen Katastrophen oftmals nicht ausreichend gewürdigt.“

„Ein Interview reicht aus, um in einem liebenswerten Macho den gewöhnlichen Angeber zu erkennen.“

„Gibt es keine spannenderen Themen als die indiskreten Memoiren eines halbnackten Heiner Lauterbach?“

„Das Land der Dichter und Denker gibt es nicht mehr, denn sonst hätte einer der Lektoren des Droemer Verlages Herrn Lauterbach zugerufen: „Heiner, lass das mit der Schreiberei, du blamierst deine Kinder.““ (übrigens von Andrea Kiewel, Mainz)

„Wie kommen Sie eigentlich zu der Behauptung, Heiner Lauterbach sei „Deutschlands beliebtester Filmstar“?“

„Warum geben Sie einem kiffenden, saufenden und hurenden „Topschauspieler“ eine solche Plattform? Wofür soll er ein Beispiel sein?“

Und der beste Leserbrief zu diesem Thema lautet:

„Hoffentlich kommt nun nicht auch noch der Ochsenknecht.“

Schöne Worte (4)

„Er ist einer der ganz wenigen 47-Jährigen im Popgeschäft, die verstehen, dass der Hals des älteren Herrn hinter hohen Kragen gut aufgehoben ist.“

Moritz von Uslar im SPIEGEL 8/2006

(Endlich mal wieder Moritz von Uslar.)

Unbedingt lesen!

„Mann, mein Puls ist auf achtundvierzig. Es sind noch ungefähr sieben Minuten zu spielen. Im Kopf ist das viel, viel weniger als auf der Uhr. Da steh’n sie clever in den Boxen, die Russen! Hier liegt viel Kleinholz auf dem Eis, aber wir sind ja hier, wie gesagt, nicht im Gesangsverein, sonst könnten wir ja gleich . . .“

aus „Die unerträgliche Fülle des O-Tons“ (Süddeutsche.de)

Zum Medienkodex

Ach herrjeh. Die Diskussion zum Medienkodex wabert ja nun schon eine Weile durchs Netz und immer geht es um die Frage, ob Journalisten auch PR machen dürfen/sollten. Ein interessantes Detail hat nun Konkret aufgedeckt.

(via)

Lesen!

Jungle World über „Waldi & Harry“:

„Mit jeder Sendung wuchs der Wortanteil Schmidts. Und die Sendung wurde besser. Erträglicher wurden gar Hartmanns zotige Kneipengags – etwa, als er gegenüber einer Sportlerin meinte, sie hätte sich »sicher für Harry freigemacht, äh, hättest dir Zeit genommen«. Darüber grunzt ein Waldi. Darüber staunt der Zuseher und fragt sich manchmal mit Schrecken, ob der auch so ist, wenn die Scheinwerfer ausgeschaltet sind. Einer, der schon als Jugendlicher nur in der Geisterbahn gefahren ist, damit er grapschen kann. Wohltuend sind da Schmidts Repliken auf Hartmanns offensichtlich unstillbaren Hunger nach praller Weiblichkeit: Als das Thema Vogelgrippe auch bis ins Studio nach Sestriere schwappte, entgegnete Schmidt ziemlich lässig, dass bei Waldi »die Hühner ohnehin nicht das Zimmer verlassen dürfen«. Womit eigentlich auch schon geklärt ist, dass der Waldi auch im wirklichen Leben eine Bedrohung für die Seele darstellt.“

(Für mich ist die Sendung immer noch unerträglich.)

Aus dem Briefkasten (offline!)

Lustig, wenn man in seinem Briefkasten eine Postkarte findet, auf der der Autor fragt, ob man denn trotzdem zu seiner Lesung komme. Noch lustiger allerdings, dass man die Karte 5 Tage nach der Lesung (im Damenundherren) erhält. Obwohl sie bereits am 15.2. abgestempelt wurde. Hab ich was verpasst? Gehört die Deutsche Post etwa auch noch zum Öffentlichen Dienst? Naja, lieber George Lindt, wenn du das liest, würde ich mich freuen, wenn du mir einfach eine E-Mail schreibst und mir deine nächsten Lesungen mitteilst. Elektronisch ist schneller. Dann komme ich auch mal.

Lesen!

Ein außenpolitischer Rundumschlag mit Egon Bahr und Franziska Augstein in der Süddeutschen.

(Keine Ahnung, ob auch online verfügbar. Kauft Zeitungen!)