Lesen!
„Zwei Kinder und ein Baby“. Geschichte über geistig zurückgebliebene Eltern, die ein gesundes Kind zur Welt gebracht haben.
Im SZ-Magazin.
Hahaha. Und deswegen startet „Das Leben der anderen“ auch nur in einem Kino.
Kinofreunde aufgepasst!
Wieder einmal ein kleiner Hinweis auf die kostenlose STERN-Preview (S. 218). Der neue Film von Spike Lee „Inside Man“. Diesmal am Montag, den 20.3. um 20 Uhr. In Berlin, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Münster und Stuttgart.
In eigener Sache:
Wunderbar: Mütter und Töchter. Von mir bei mindestens haltbar.
Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst
Zuerst meine Lieblingsstelle:
„Siehste, sagte sie, schüttete etwas Curry in die heiße Pfanne, schnitt dann mit dem Messer eine Kalbswurst in Scheiben hinein, sagte, Weißwurst, grausam, und dann noch süßer Senf. Das veddelt einen doch. Sie schüttelte sich demonstrativ. Brrr, klackste Ketchup in die Pfanne, rührte, gab noch etwas schwarzen Pfeffer darüber und schob dann die Wurstscheiben auf den gefälteten Pappteller. Das is reell. Hat was mitm Wind zu tun. Glaub mir. Scharfer Wind braucht scharfe Sachen.“
Und dann muss ich zugeben, dass mir das Buch gut gefallen hat, nachdem ich mich vor einigen Monaten so abfällig über Uwe Timm geäußert hatte. Das hier ist schöner erzählt. Und so langsam verstehe ich auch, wie diese ganzen Bücher miteinander zusammenhängen. Und liebe K., ich weiß ja, dass du mitliest, welches soll ich jetzt versuchen?
Buchhändlerinnen im Test (2)
Eben in der Lorettostraße.
Sie: Kommen Sie hier aus der Gegend, so Rheinland oder Ruhrpott. Da hätte ich nämlich was für Sie.
Ich: Nee, ich bin zugezogen. Ich bin eher der Heinz-Strunk-Typ.
Sie: Wer war denn nochmal Heinz Strunk?
Zeitschriften im Test: Glück

(Eigentlich habe ich ja Angst vor den vielen Google-Suchern, die diese Kritik auf meine Seite locken wird. Aber was soll’s, da muss ich jetzt durch.)
Drei Tage warten und schon hatte ich „Glück“ in meinem Briefkasten. Ein überaus schickes Pornoheft für Mädchen. Kostenpunkt 5 Euro plus 2,50 Euro Versand. Das scheint viel für ein DIN-A5-Heft mit 58 Seiten, ist es aber nicht. Denn in welchem deutschen Magazin bekommt man auf wirklich ästhetische Weise ein bisschen was fürs Köpfchen und fürs Höschen geboten? Eben.
Herausgegeben wird „Glück“ von Elke Kuhlen und Nicole Rüdiger, zwei Kölnerinnen, die den Frauenmagazinmarkt total langweilig finden. Zu recht, übrigens. Deshalb kann man in dem Magazin weder Schmink-, Mode- oder Sextipps lesen. Vielmehr gibt’s ein ganz o.k.es Interview mit Charlotte Roche, die ja aufgrund ihrer Lesungen Penis-Expertin ist (zumindest was Verletzungen angeht), Männer, die über ihre Morgenlatte sprechen, eine Anleitung zum Lick-Job (von Cassandra), ein paar Worte zum Tabu-Thema „Ausfluss“ und vieles mehr. Nicht zu vergessen die „Lecker Jungs“, die uns LeserInnen ihre Körper und Schwänze zeigen. Wobei ich mich immer wieder gefragt habe: Finden wir Mädchens eigentlich die erigierten oder die unerigierten Schwänze leckerer? Und finden wir es wirklich geil, wenn besagte Kerle ihre Schwänze fest mit ihren Händen umschlingen? Beide Fragen habe ich nach längerem Überlegen doch mit „Ja“ beantwortet. Schließlich will ich doch in einem Pornoheft keine langweilig herunterhängenden Pullermänner angucken, dir bei mir eher Mitleid erregen als sonst irgendetwas. Und die „wehende Fahne“ (hoho) ohne Hand anlegen ist dann doch auch langweilig. Angemacht haben mich die Kerle dann aber auch nicht.
Ich empfehle jedem das Pornoheft für Mädchen (los Männers, gönnt eurer Freundin mal was, los Mädels, gebt euch einen Ruck). Auch, weil ich es den beiden Herausgeberinnen gönne, wenn sie mehr als 720 Exemplare verkaufen. Dann nämlich wird es eine dritte Ausgabe von „Glück“ geben. Und die wünsche ich mir.
Und schon wieder ist es die liebe Lucy, die mich zum Lachen bringt. Weil sie nämlich den „Verdi-Song“ verlinkt hat. Großartiggroßartiggroßartig.
Und jetzt alle: Verdi, Verdi, deine Welt sind die Beheage!