Hihi.

Charlotte Roche bei 1zu1:

Menschen, die im Musikfernsehen sind, wollen in Wirklichkeit Schauspieler sein oder wie? Ich wundere mich ja selber darüber, dass Leute wie Jessica Schwarz, Heike Makatsch, Christian Ulmen oder eben auch ich beim Musikfernsehen anfangen und dann aber Schauspieler werden. Aber vielleicht wollen sogar alle, die da arbeiten, Schauspieler werden, nur bei Leuten wie Collien oder Milka klappt das nicht.

FILM: Deutschland – Ein Sommermärchen

Es ist schon irgendwie bekloppt. Einen ganzen Monat haben die Deutschen vor den Bildschirmen gehockt, haben sich lustig angezogen und jede Menge Bier getrunken. Und was machen sie ein halbes Jahr später? Sie ziehen sich lustige Klamotten an, gehen ins Kino, trinken jede Menge Bier und schauen sich alles nochmal an. Die Vorbereitungszeit, das Training, die Tore, die jubelnden Massen. Garniert wird das Bekannte durch Hintergründiges, von kleinen Interviews bis hin zu lustigen Spielchen vor der Kamera und Klinsis Reden vor und nach dem Spiel. Die Deutschen gehen ins Kino, weil sie dieses wunderbare Sommergefühl noch einmal zurückholen wollen. Und weil Sönke Wortmann aus dem Filmmaterial einen wirklich schönen Film gemacht hat, gelingt es ihm auch. Sönke Wortmann hat einen wirklich schönen Film gemacht. Einen, der das Sommergefühl zumindest bei mir zurückgeholt hat.

Dass es auf dem Heimweg regnete, bemerkte ich erst sehr spät.

Der Knüwer macht jetzt Podcasts

Das einzig wirklich gute an der ersten Ausgabe „Bel Étage“ ist die Tatsache, dass sie es ausprobieren. Aber so wie ich den Knüwer kenne (Wenn ich mir diesen altklugen Spruch erlauben darf), wird das auch noch was.

TV-Filmvorschau (39) – Classic Version

Und wieder einmal ohne Podcast: Die Fernsehfilmwoche vom 7. bis 13. Oktober.

Samstag, 7.10., 20.15 Uhr: „In America“ (Vox)
Ich hab die Vorschau damals im Kino gesehen. Geht um eine Familie, die von Irland nach New York zieht. Er, erfolgloser Schauspieler, sie, verdient als Kellnerin den Lebensunterhalt. Hab nicht viel Gutes gehört, damals, aber vielleicht isser ja trotzdem gut.

Sonntag, 8.10., 0.15 Uhr: „Sprich mit ihr“ (WDR)
Ein wunderbarer Almodovar.

Sonntag, 8.10., 15.55 Uhr: „Die Mauer“ (Arte)
Nachdem ich zu allen bisherigen Ausstrahlungsterminen keine Zeit gefunden hatte, könnte es doch bitte regnen, so dass ich den Film schaue, oder?

Montag, 9.10., 0 Uhr: „City of God“ (SWR)
Und da ist wieder so ein Film, weshalb mich die TV-Filmvorschau mittlerweile nervt. Wollen wir wetten, dass dieser Film in ungefähr zwei Wochen im RBB läuft?

Montag, 9.10., 23 Uhr: „Nachbarinnen“ (RBB)
Den wollte ich damals aufgrund der Vorschau schon gucken. Eine Polin arbeitet in einer Kneipe und glaubt, in einem Gerangel, ihren Wirt getötet zu haben. Deshalb flieht sie zu ihrer Nachbarin, einer einsamen Paketbotin, die sich immer mehr zu der Unbekannten hingezogen fühlt. Kleine Geschichte, aber die Vorschau war irgendwie interessant. Mit den tollen Dagmar Manzel und Jörg Schüttauf.

Dienstag, 10.10., 23.35 Uhr: „Lost in Translation“ (HR)
Nach der TV-Premiere im Ersten vor einigen Wochen wird dieser schöne Film nun herumgereicht.

Neues von „Player“

Das Herzmädchen der Urlaubsvertretung kann vorhersehen. Zwar verschwindet „Player“ nicht vom Markt, wird aber vom Fußball-Magazin zu einem Männer-Lifestyle-Blatt umfunktioniert (Nicht, dass es davon nicht schon genug gäbe). Schreibt zumindest kress. Grund: Das Anzeigengeschäft läuft wohl nicht so prickelnd.

Ach ja, und auch Oliver Wurm, den fand das Herzmädchen ja recht attraktiv („So-einen-fand-ich-schon-an-der-Uni-geil-aber-der-kam-nie-zu-den-Kursen-
weil-er-als-Freier-bei-nem-coolen-Magazin-arbeitete-Attraktivität“), gibt seinen Posten als Chefredakteur auf. Hoffen wir (Frauen), dass es ein neues, ebenso hübsch anzusehendes Gesicht geben wird.

Es gibt so Momente im Leben, da sehne ich mich nach der Anonymität von keinem Leser.
(Back to the roots: Wo ist eigentlich mein Offline-Tagebuch geblieben?)

Enthüllung!

Nachdem ich diese Meldung gelesen habe, dachte ich mir, dass ich es nicht länger verheimlichen sollte:

Ja, ich bin seit 28 Jahren unverheiratet und erwarte auch kein Kind. Mein Lebensgefährte und ich haben uns „nichts in die Hand versprochen“. Trotzdem halten wir es ganz gut miteinander aus. „Wir wollten es nicht nach außen tragen“, bestätigte der Lebensgefährte in einer ruhigen Minute. Ich kann mir sehr gut vorstellen, Kinder zu haben, möchte vorher aber noch „schlicht und ergreifend“ leben.

Bei Rückfragen erreichen Sie mich unter der bekannten E-Mail-Adresse.

Reinhard Lüke in der Frankfurter Rundschau über ein Spezial des so genannten Medienmagazin „Zapp“:

Und so drängt sich der Verdacht auf, dass sich hier in Zeiten von Radler-Sponsoring und peinlicher Wut-Verschiebung in der ARD das einzige hauseigene Medien-Magazin in Form dieses Schattenboxens mal eben eine generöse Auszeit nimmt, weil es sich über den eigenen Laden derzeit schlecht reden lässt.

(Ach ja: Stefan Niggemeier kommt auch drin vor.)

Film: Ins Leben zurück

Sehr eindringlicher Film über eine Frau, deren Tochter vor acht Jahren verschwunden ist, einfach so, von einem Tag auf den anderen. Seitdem gibt es keine konkrete Spur. Während sich der Vater mittlerweile von der Hoffnung verabschiedet hat, dass Lilli jemals wieder auftaucht, hat die Mutter die Hoffnung noch nicht aufgegeben, immer wieder überkommen sie Albträume. Als sie in einer alten Zeitschrift ein Foto einer jungen Frau sieht, glaubt sie, ihre Tochter wiederzuerkennen. Sie reist nach Schweden, um das Mädchen auf dem Bild zu finden.
Der Film erzählt die Suche dieser Frau mit all ihren Ängsten, ihrer Verzweiflung und ihrem unbändigen Willen, ihre Tochter wiederzufinden. „Ins Leben zurück“ lebt vor allem von der Leistung Martina Gedecks. Und wenn sie am Ende am Hafenbecken Göteborgs steht, dann können schon mal ein paar Tränen fließen.

Vorhin das erste Mal die Killerpilze gehört. Ich hätte nicht gedacht, dass der Sänger schon den Stimmbruch hinter sich hat.