Grosse Vorfreuden (1)


FILM: Science of Sleep

Einer der Filme, die nachwirken. Und nach denen man erstmal ein paar Tage benötigt, um ihn zu verarbeiten. In denen die vielen tollen Bilder noch einmal vorbeiziehen, Erinnerungen an die vielen Kleinigkeiten, und im Grunde der Vorsatz, sich diesen wunderbaren Film auf jeden Fall ein zweites Mal anzuschauen. Weil ich sicher bin, dass ich beim zweiten Mal weitere zauberhafte Details entdecken werde.
Dabei ist die Geschichte des Films eigentlich so banal. Er, Stephane, ein junger Mann, der einen großen Teil seines Lebens in seiner Traumwelt verbringt, kehrt nach dem Tod seines Vaters nach Paris zurück, er nimmt einen Scheiß-Job an und zieht in die Wohnung seiner Kindheit. Er trifft seine Nachbarin, findet sie toll und will alles tun, damit sie ihn auch toll findet.
Aber die Geschichte ist so schön erzählt, mit wunderbarer Musik unterlegt und mit tollen Träumen und Fantasiefiguren garniert, dass man nach dem Kino am liebsten auch in einen Bastelladen gehen möchte, um Filz und Folie und all das zu kaufen, um sich selbst eine solche Welt zu bauen. Hach, war das schön.

Befindlichkeitsscheisse (7)

Ich kenne sie seit zweieinhalb Jahren. Und auch wenn ich nie richtig viel mit ihr zu tun hatte, hat mich ihr Anruf sehr bewegt. Vor einer Woche hatten die Ärzte während einer Operation festgestellt, dass er an Bauchspeichdrüsenkrebs litt, Endstadium, vielleicht wird er nach der Operation gar nicht mehr wach. Er wurde wach, nahm die Welt um sich allerdings kaum noch wahr. Am Wochenende ist er verstorben.

Noch eine ohne Papa. Noch eine, der demnächst bei dieser Merci-Werbung im TV Tränen in die Augen schießen. Weil die Tochter ihrem Vater, der dann schon lange Opa ist, eine Packung Merci schenkt. Für alles, was er in den vergangenen Jahren für sie getan hat.

Scheiß Fernsehen, scheiß Schokolade, scheiß Schicksale.

Super-Ideen für Wetten, dass…?

Am Geschmack erkennen können, ob Eier aus Boden-, Freiland-, Käfig- oder Biohaltung kommen

Eislaufgedanken

Sie: Warum hat Tanja Szewczenko eigentlich so ne beschissene Frisur?
Er: Keine Ahnung. Vielleicht ist sie ja andersrum.

In blond sieht die Juli-Sängerin wirklich scheiße aus.

Wayne Carpendale hat tatsächlich noch weniger Gesichtsausdrücke wie als Naomi Watts.

TV-Filmvorschau (40) – Classic Version

So, bevor das Wochenende richtig losgeht, schnell noch die neue TV-Filmvorschau online stellen!

Samstag, 14.10., 20.15 Uhr: „Wonderboys“ (RTL II)
Mich schreckt ehrlich gesagt ab, dass dieser Film auf diesem Sender läuft. Der Mann meines Herzens hat mir ihn schon so oft ans Herz gelegt, doch ich habe ihn immer noch nicht gesehen. Das wäre ja heute (mal wieder) eine Gelegenheit.

Sonntag, 15.10., 20.15 Uhr: „Tatort: Aus der Traum“ (Das Erste)
Empfehle ich, weil dieser neue junge Kommissar heute anfängt. Maximilian Brückner heißt er im wahren Leben und vielleicht macht er seine Sache ja ganz gut.

Mittwoch, 18.10., 20.15 Uhr: „Mutterglück“ (Das Erste)
Jürgen Vogel mal wieder. Er spielt einen Landwirt, der die aus Ex-Jugoslawien stammende Ana geheiratet hat. Doch Sohn Nikolas hat Angst vor seiner Mutter und stirbt dann auch plötzlich. Noch nicht gesehen.

Freitag, 20.10., 20.40 Uhr: „Schläfer“ (Arte)
Den hätte ich mir beinahe im Kino angesehen. Ein junger Wissenschaftler soll seinen Kollegen ausspionieren, doch weil er sein größter Konkurrent ist, schwärzt er ihn an.

Edelenglisch

Ich bin wirklich erstaunt, mit welchen Englischkenntnissen man CEO Germany einer internationalen PR-Agentur werden kann.

Hihi.

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Lesen!

„Das Medienleben ist kein Ponyhof“ – schöner Text von Thomas Knüwer über den Wandel im Journalistenalltag.

(Jetzt werde ich auch noch zum Knüwer-Groupie.)

FILM: Thumbsucker

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mich mit meinen Eltern über Ausgehzeiten, Jungskram und anderen identitätsfindenden Maßnahmen auseinandergesetzt habe. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich eigentlich nie „Nein“ sage, wenn ein Film, der diese Coming-of-Age-Problematik behandelt, ins Kino kommt. Und wie der Name des Films bereits verrät, lutscht der 17-jährige Justin Cobb am Daumen. Aus diesem Grund ist er Dauergast bei seinem esoterisch angehauchten Zahnarzt (Keanu Reeves), der ihm immer wieder seine Zähne richten muss. Der versucht ihn mit Hypnose von seinem Daumenlutschsyndrom zu heilen. Was auf den ersten Blick funktioniert, führt allerdings zu größeren Problemen. Seine Lehrer registrieren einen Leistungsabfall und diagnostizieren ADS, dieses Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Er bekommt Tabletten.

Hier höre ich mal auf, den Inhalt wiederzugeben, weil es an der Zeit ist, zu sagen, dass ich den Film richtig doof fand. Denn ich hatte beim Schauen vor allem das Gefühl, dass irgendeiner die Idee hatte, mal nen Film über einen Pubertierenden zu machen und dazu gehört ja schließlich eine Drogenerfahrung, ein bisschen Rummachen mit einem Mädchen, Probleme mit den Eltern und Geschwistern und ein paar durchgeknallte Erwachsene, die irgendwie helfen wollen. Ob diese Geschichten aneinandergereiht dann auch aufeinander aufbauen, ob die Handlungsstränge zusammen passen, ob die Schauspieler vielleicht gut besetzt sind – alles scheißegal. Da nimmt der Kerl seine Tabletten und setzt sie von einem Tag auf den anderen ab. Da macht die Angebetete mit ihm Schluss und auch das bleibt völlig ohne Folgen. Da kommt die Zusage zur Universität ins Haus geschneit und der Kerl hat nicht einmal ein schlechtes Gewissen oder setzt sich mit jenem auseinander, weil die Zusage nur zustande gekommen ist, weil die Aufnahmejury wohl Mitleid mit einem angeblich mit psychisch kranken Eltern aufgewachsenen Jungen hat. (Da spielt jemand wie Keanu Reeves einen seltsamen Zahnarzt und allein die Besetzung mutet so wahnsinnig ironisch an und dann machen die daraus nichts.)

Für mich persönlich am schlimmsten war allerdings das Wiedersehen mit Vincent D’Onofrio, wegen dem ich mir montags immer „Criminal Intent“ anschaue. Den will ich einfach nicht mit einem doofen Film verbinden.