Generation Jimi Blue
Das spannendste an dem gestrigen Kinobesuch um 14.30 Uhr war nicht, dass sich noch während der Werbung herausstellte, dass Daniel den Platz neben uns reserviert hatte (Wenn ich um acht ins Kino gehe, treffe ich nie jemanden.). Spannend war, in welche Subkultur man sich begibt, wenn man um diese Uhrzeit ins Kino geht. Einige gehen in Asterix, andere in „Horton hört ein Hu“ (Horton ist ein Elefant. Aber was ist eigentlich dieses Hu?). Und dann muss man davon ausgehen, dass Jimi Blue Ochsenknecht für diese Generation sowas wie der Robbie Williams für die Mittedreißigjährigen sein muss. Und lustig zu sehen, wie die deutsche Filmindustrie nun versucht, diesen Hype (falls es wirklich ein solcher ist) um Jimi Blue Ochsenknecht noch ein bisschen auszuschöpfen. Denn die Wilde-Kerle-Generation wird älter und verliebt sich auch einmal und deshalb gibt es im April auch gleich noch einen Film. „Sommer“ heißt er und wenn ich den Trailer richtig verstanden habe, geht es darum, dass Jimi Blue auf eine Nordseeinsel muss, sich dort in ein Mädchen verliebt, die ihn dann auch ganz dufte findet und er sich ein Schwimmduell mit ihrem derzeitigen Lover bestehen muss. Also Sommer, große Liebe, Duell, Happy End – klingt stark nach Rosamunde Pilcher für Teenies. Und dann macht dieser Jimi Blue auch noch Musik.
Seltsam, seltsam. Auch, dass das alles so komplett an einem vorbeigeht.
