FILM: Annapolis

Ich muss ja noch meine Flugzeug-Filme besprechen. Dieser hier handelt von einem jungen Mann aus einfachen Verhältnissen, der sich gegen den Willen seines Vaters durchsetzt und zur Navy geht. Nach einigen Rückschlägen und ein paar Auseinandersetzungen mit den Vorgesetzten macht sich auch noch einen Namen als Boxer. Natürlich ist auch sein Vater beim Boxfinale dabei und auch wenn er nicht gewinnt, ist dieser natürlich stolz auf seinen Sohn. Nicht vergessen darf man natürlich auch nicht, dass er sich in eine seiner Vorgesetzten verliebt und sie sich am Ende ebenfalls glücklich in den Armen liegen.

Alles sehr vorhersehbar, aber was will man erwarten von einem Film, der es in Deutschland laut kino.de nicht ins Kino geschafft hat, allerdings ab 17. August 2006 auf Video/DVD erhältlich ist.

TV-Filmvorschau (21)

Auch wenn ich verreise, gibt es in gewohnter Form und wegen des großen Erfolges die TV-Filmvorschau vom 3. bis 9. Juni. Ich hoffe ja, dass ProSieben während der WM wirklich ein paar nette Filmchen bietet, so dass diese Vorschau dann nicht zu einem leeren Posting führt. Oder ich womöglich irgendwelche Fußballbegegnungen empfehlen muss.

Sonntag, 4.6., 22.10 Uhr: „Jackie Brown“ (Vox)
Wer nach der CSI-Doppelfolge ohnehin noch im Tarantino-Fieber ist, sollte den hier ruhig mal wieder schauen. Mit dem unvergleichbaren Samuel L. Jackson, Pam Grier (die spielt übrigens auch in „The L-Word“ mit) und all den anderen. Super Film.

Montag, 5.6., 20.15 Uhr: „Die Unbestechlichen“ (Tele5)
Die Watergate-Affäre verfilmt mit Dustin Hofman und Robert Redford als Starreporter Bob Woodward und Carl Bernstein.

Montag, 5.6., 23.35 Uhr: „Memento“ (Sat.1)
Er hat ein einziges Ziel: Er will den Mann töten, der seine Frau umgebracht hat. Das Problem: Er vergisst ständig alles. Ein wahnsinnig guter, sehr intelligent erzählert Film, den jeder gesehen haben sollte. Auch wegen des gutaussehenden Hauptdarstellers.

Mittwoch, 7.6., 23.15 Uhr: „Das andere Endspiel“ (WDR)
Nicht die besten, sondern die schlechtesten Mannschaften spielen hier gegeneinander. In 2600 Metern Höhe: das buddhistische Buthan gegen die Karibikinsel Montserrat. Die Fernsehzeitschriften loben allesamt, da lohnt es sich sicherlich, mal reinzuschauen.

man in the box

Hach, war das spannend. (Danke, CSI. Danke Quentin Tarantino.)

The L-Word

Gab ja schon viele so genannte Nachfolger von „Sex and the City“. Die Hausfrauen, dieses deutsche „Alles außer Sex“ und ich weiß gar nicht, was da noch so war, in den vergangenen Jahren. Jetzt also die Lesben. In Los Angeles. Mit ner Journalistin, ner Café-Besitzerin, einer ehemaligen Museumsleiterin, die jetzt schwanger werden will, ihre Freundin, die irgendwas Wichtiges in der Kunstszene ist, ner Tennisspielerin und einem heterosexuellen Nachbarpärchen. Die wurde natürlich gleich von einer der Lesben geknutscht, woraufhin sie ihrem Freund erstmal einen runtergeholt hat. Und nun ist die Süße verwirrt. Was für ein Cliffhanger. Aber das Schlimme: Allein um zu wissen, wie diese Geschichte weitergeht, und trotz aller Klischees würde ich wieder einschalten. Dabei läuft doch Dr. House parallel!

FILM: 21 Gramm

Was in „21 Gramm“ passiert, ist eigentlich ganz schnell erzählt. Ein Mann kriegt das Herz eines anderen eingepflanzt, der mit seinen beiden Töchtern bei einem Autounfall gestorben ist. Als er von den Umständen des Todes erfährt, will er die Witwe kennenlernen, in die er sich auch recht schnell verliebt. Gemeinsam beschließen sie, den Fahrer des Wagens zu töten. Was den Film aber ausmacht, ist neben Sean Penn (!) die Erzählweise. Die Handlung wird in Häppchen gereicht, so dass man zunächst ziemlich verwirrt ist. Doch nach und nach baut sich ein Bild zusammen und herausgekommen ist ein guter Film. Selbst Naomi Watts nervte nicht. Oh Wunder.

TV-Filmvorschau (20)

Die Woche vom 27. Mai bis 2. Juni. Natürlich wie immer wegen des großen Erfolges. Und endlich mal wieder ein wenig ausführlicher, ich hoffe, ihr freut euch.

Samstag 27.5., 22 Uhr: „Bube, Dame, König, GrAs“ (Tele5)
Vorneweg: Ich habe den Film nicht gesehen. Wollte es aber. Regie führt Guy Ritchie und es geht um ein paar Gangster in London, die einen Überfall planen, wenn ich die Fernsehzeitung richtig verstanden habe. Der Film wurde mir bisher immer von Kerlen empfohlen.

Sonntag, 28.5., 23.45 Uhr:, „Ein Fisch namens Wanda“ (NDR)
Das ist einer dieser Filme, von denen ich gar nicht weiß, wie oft ich sie schon gesehen habe. Zwar in den vergangenen paar Jahren nicht mehr, aber John Cleese, Jamie Lee Curtis und Kevin Kline bleiben einfach in guter Erinnerung. Klassiker.

Montag 29.5., 22.55 Uhr: „Halbe Treppe“ (MDR)
Oh, der schöne Andreas-Dresen-Film wird wiederholt. Ich habe diesen Film (und den Regisseur und Axel Prahl undundund) schon oft genug gelobt.

OFF TOPIC: Mittwoch, 31.5., 21.15 Uhr: „CSI – Grabesstille“
Zum Ende der fünften Staffel hat sich Quentin Tarantino bitten lassen, eine Folge „CSI“ zu inszenieren. Und da ich ja mittlerweile zum CSI-Fan mutiert bin, werde ich diese Folge auf jeden Fall gucken. Trotz guter Konkurrenz (siehe unten).

Mittwoch, 31.5., 20.15 Uhr: „Leo“ (Das Erste)
Ein Pfarrer findet eine Leiche und muss der Familie dann auch noch den letzten Willen verlesen, in dem sie Indianern in Brasilien ihr Vermögen vermacht. Klingt erstmal ziemlich scheiße, aber wenn ich sage, dass Matthias Brandt mitspielt, wisst ihr sicherlich, warum ich diesen Film hier empfehle.

Freitag, 2.6., 20.40 Uhr: „Marias letzte Reise“ (Arte)
Die krebskranke Maria Stadler will die letzten Tage ihres Lebens in Oberbayern verbringen. Der Film wurde mit Preisen überhäuft. Ich erinnere mich an sehr bewegende Momente auf dem „Deutschen Fernsehpreis“, bei dem sich der Sohn der Hauptdarstellerin (Moritz Bleibtreu) so dermaßen ehrlich für seine Mutter freute, dass es mich richtig berührte. Leider habe ich den Film immer noch nicht selbst gesehen. Wird wohl wieder nichts werden.

Eurovision Song Contest 2006

So, ihr Lieben, ich mach mal wieder mit. Liveblogging mit den Kollegen Popkulturjunkie und Sichelputzer.

1. Schweiz: six4one – if we all give a little
Hui, ne Sechser-Kombi. Hat ein bisschen was von Bro’Sis. Nur in älter.

2. Moldau: Arsenium & Natalia Gordienko – loca
Noch eine Kombo, diesmal wird aber die Hip-hop-Karte gespielt. Und viel nackte Haut gezeigt. Sehr belanglos.

3. Israel: Eddie Butler – together we are one

Und schon wird’s erbärmlich langweilig. Auf der Bühne singen und tanzen wiederum sechs Menschen, doch oh, Wunder, sie tragen diesmal wieder ein bisschen mehr Kleidung. Schleimiges Rumgesinge ganz in Weiß.

4. Lettland: Cosmos – i hear your heart
Lettland traut sich was und lässt eine A-Capella-Truppe ran. Übrigens diesmal wieder sechs, ebenfalls in weiß und nur Typen. Keine Siegeschancen. Zu plätscherich, falls die Fachwelt etwas mit diesem Wort anfangen kann.

5. Norwegen: Christine Guldbrandsen – alvedansen
Wie es scheint, ist weiß DIE Trendfarbe des diesjährigen Song Contests. Singen kann die blonde Schönheit, auch wenn sie meinen Geschmack nicht trifft. (Übrigens sind sie wieder zu sechst.) So lala.

6. Spanien: Las Ketchup – bloody mary
So, jetzt raten wir mal gemeinsam, wie viele in rot gekleidete Schönheiten auf der Bühne herumhüpfen? Richtig! Die vier Damen von Las Ketchup und zwei in schwarz gekleidete Tänzer. Das Lied kommt allerdings überhaupt nicht an den damaligen Sommerhit heran, was sicher positiv ist, aber die Siegeschancen der Spanier nicht erhöht.

7. Malta: Fabrizio Faniello – i do
Iiiih, die sind ja nur zu fünft. Und leider klingt die Stimme von Herzchen Fabrizio scheiße schief. Da kann der gute auch noch so viel grinsen. Schlimmschlimmschlimm.

8. Deutschland: Texas Lightning – no no never

Und nun die deutsche Truppe: zu fünft. Ich mag das Lied ja ganz gerne. Sehr erfrischend nach all den versuchten Hymnen.

9. Dänemark: Sidsel Ben Semmane – twist of love

Die ist 17? Da sieht Britney Spears ja jünger aus. Für die Statistik: Sie sind zu fünft. Moderner Rock’n Roll, wenn es sowas gibt. Zumindest was anderes.

10. Russland: Dima Bilan – never let you go

Oh scheiße: Die Matte kommt wieder. Der Typ hat ein bisschen viel US5 geguckt, zumindest bewegt er sich so. Das Lied ist eingängig. Darauf kommt es doch an, oder?

11. Mazedonien: Elena Risteska – ninanajna

So, und endlich hat dann auch die Ostpop-Keule zugeschlagen. Ich kann damit ja nix anfangen. Aber unsere europäischen Nachbarn mögen das ja, wie wir aus den vergangenen Jahren wissen.

12. Rumänien: Mihai Traistariu – tornero
US5 auf rumänisch, also insbesondere die Tanz-Kombo im Hintergrund. Der Typ sieht leider nicht wirklich schnuckelig aus. Hat der ne Dauerwelle? Urg. Sehr ostpoppig. Und Breakdance ist doch eigentlich auch schon ziemlich out.

Puh, netterweise ist jetzt Pause. Sind die Haare der Moderatorin heute morgen unterm Fön explodiert?


14. Bosnien-Herzegowina: Hari Mata Hari – lejla

Mal wieder was Ruhigeres. Harter Tobak. So ein Rumgeschleime.
Übrigens ist Andreas von mepris.de so flink, dass er neben dem Livebloggen auch noch Fotos von den einzelnen Kandidaten reinstellt. Respekt!

14. Litauen: LT United – we are the winners

Ich hab das Lied bereits beim Vorentscheid am Donnerstag gesehen und muss sagen, dass es der absolute Ohrwurm ist, auch wenn ich das Lied nur ein einziges Mal gehört habe. Und ich find’s auch ganz witzig. Von mir aus könnten die gewinnen.

15. Großbritannien: Daz Sampson – teenage life

Das Sympatischste an diesem Song ist der wunderbar britische Akzent dieser Schulmädchen. Dieses „Todaaay“. Aber abgesehen davon: Ziemlicher Dreck.

16. Griechenland: Anna Vissi – everything

Griechenland versucht sich im Hymenhaften. Sehr Grand-Prix-mäßig. Aber warum auch was Neues wagen?!

17. Finnland: Lordi – hard rock hallelujah

Den Mut, den die Griechen nicht hatten, haben die Finnen. Lustige als Monster verkleidete Kerle singen ne Bon-Jovi-Hymne. Und die finde ich ebenso wie Lordi eher scheiße.

Dank Anke läuft hier BBC Prime, hat Urban auch die „famous kiosks“ ebenfalls kommentiert? Hihi.

18. Ukraine: Tina Karol – show me your love

Ost-Pop die X.te. Boah, diese Oberschenkel! „Bring back these Kosacks!“ (Schreibt man das so? Ach egal.) Hahaha.

19. Frankreich: Virginie Pouchain – il était temps
Ich will der guten Frau ja nicht zu nahe treten, aber wenn sie ein wenig öfter die Töne treffen würde, wäre dieser Beitrag sicherlich erträglicher.

20. Kroatien: Severina – moja Å¡tikla

Äh, kann das sein, dass die Lippen ein bisschen zu dick geworden sind beim Aufspritzen? Ganz schlimmer Folklore-Pop.

21. Irland: Brian Kennedy – every song is a cry for love

Puh, Ob’s auch noch ein bisschen langweiliger geht?

22. Schweden: Carola – invincible
Diesen Song hätte auch Ralph Siegel schreiben können. Endlich mal wieder was Schnelles. Sehr eingängig.

23. Türkei: Sibel Tüzün – superstar
Irgendwoher kenn ich das Lied, aber vielleicht ist das ja das Konzept. Ich bin ja ein wenig anfällig für diesen Türk-Pop.

24. Armenien: Andre – without your love
Die haben auch zuviel US5 geschaut. Allerdings geben sie die Bondage-Variante.

Geschafft.

Nana Mouskouri „zündet“ die Sanduhr. Wie? Darf die nicht singen? Jetzt geht’s ans Voten. Hahaha. Meine Prognose, wer recht weit vorn liegen könnte: Russland, Litauen, Bosnien-Herzegowina oder Schweden.

(Ich mach jetzt mal mit Zeitangaben weiter.)
23 Uhr: Abstimmphase ist beendet. Die hat die Haare jetzt übrigens anders.

23.07 Uhr: Der BBC-Kommentator ist großartig. Wir lachen gerade gemeinsam über die Tanzperformance. Toll.

23.09 Uhr: Die Moderatorin hat sich umgezogen. Schönes schwarzes Kleid. Muss man ihr lassen.

23.12 Uhr: Was ist das denn für ein Dreck? Die zeigen nur noch die Kategorie 8, 10 und 12 Punkte. Alles andere wurde schon vorher eingegeben. Die schöne Abstimmzeremonie!

23.21 Uhr: Dieses beschissene Lied aus England hat mehr Punkte als Texas Lightening. Und diese blöden Finnen haben gute Chancen, zu gewinnen. Mannmannmann.

23.22 Uhr: Uuuuh. Die Norwegerin im knalligen Rot.

23.31 Uhr: Was hat der Typ aus den Niederlanden denn genommen?

23.37 Uhr: Die Polen konnten auch schon mal besser Englisch…

23.39 Uhr: Selbst die Engländer. Diese Finnen, wirklich, unfassbar. Diese furchtbare Retro-Scheiße.

23.54 Uhr: Finnland hat bereits gewonnen, obwohl noch zwei Länder ausstehen. Das Schlimme an diesem Gewinner ist, dass im kommenden Jahr dann wohl auch die anderen Länder auf die Idee kommen werden, lustige Kostüme anzuziehen.

Fazit: Dass Deutschland keine Chance auf einen der vorderen Plätze mehr hat, ist bekannt und ich denke, dass auch keiner mit einer guten Platzierung gerechnet hat. Aber dass beim Eurovision Song Contest neuerdings Schlagermonster gewinnen? Nun gut, neue Ära. Mannmannmann.

(Endet hier. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.)

Lustige Kommentare der anderen:
Mayweather: „Fehlt nur noch, dass hinter allen Masken der finnischen Sänger Hape Kerkeling steckt.“

Bud Naked: „Manchmal macht mir die Macht meines Blogs Angst.“

(Jetzt aber.)

TV-Filmvorschau (19)

Und wieder einmal wegen des sagenhaften Erfolges die Woche vom 20. bis 26. Mai. Sehr HR-lastig, muss ich sagen.

Sonntag, 21.5., 23.30 Uhr: „Nichts bereuen“ (Das Erste)
Den hab ich doch letztens erst gesehen.

Montag, 22.5., 20.15 Uhr: „Barton Fink“ (Tele5)
Mal wieder ein Film von den Coen-Brüdern schauen?

Dienstag, 23.5., 23.15 Uhr: „Sprich mit ihr“ (HR)
Na, der wird jetzt wohl mal wieder durchgereicht.

Donnerstag, 25.5., 21.40 Uhr: „Der Pianist“ (HR)
Polanski. Und für alle, die ihn mögen: Adrien Brody. Adrien ist übrigens ein schöner Name.

Donnerstag, 25.5., 22.30 Uhr: „A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“ (Das Erste)
Eigentlich mochte ich den Film ja nicht so gern. Zuviel Russel Crowe, zu hollywoodesk. Und andere Gründe.

Freitag, 26.5., 20.15 Uhr: „Nichts als die Wahrheit“ (Vox)
Mal wieder. Einer der besten deutschen Filme, meine Meinung.

TV-Filmvorschau (18)

Wegen des großen Erfolges hier die 18. TV-Filmvorschau mit der Woche vom 13. bis 19. Mai. Nicht viel, ich weiß.

Sonntag, 14.5., 20.15 Uhr: „Die Mutter“ (Tele5)
Ziemlich guter, britischer Film über Liebe im Alter. Könnte einige von euch verstören. Ich fand den Film sehenswert.

Montag, 15.5., 20.40 Uhr: „Sweet Sixteen“ (Arte)
Glasgow. Liam wohnt in einer Vorstadt und fängt an zu dealen, um sich und seiner heroinsüchtigen Mutter ein besseres Leben zu ermöglichen.

Dienstag, 16.5., 20.15 Uhr: „Wayne’s World“ (SuperRTL)
Hahaha. Ok, nicht ganz ernst gemeint.

Mittwoch, 17.5., 0 Uhr: „Live Flesh – Mit Haut und Haar“ (HR)
Almodovar. Siehe hier.

FILM: Der Tintenfisch und der Wal

New York in den Achtzigern. Die Berkmans sind wohl das, was man eine Intellektuellen-Familie nennt. Er, mittlerweile erfolgloser Schriftsteller, sie mittlerweile erfolgreiche Buchautorin und die beiden Kinder, Walt und Frank. Der eine, der ebenfalls gerne als Intellektueller gelten möchte und mit dem von seinem Vater erlernten Halbwissen über Literatur prahlt, um Mädchen zu beeindrucken, der andere, der die Liebe zum Tennissport entdeckt hat und in den Augen seines Vaters ein Banause ist. In diese kindliche bzw. jugendliche Orientierungslosigkeit platzt die Scheidung der Eltern. Es beginnt ein Hin und Her an immer tiefer gehenden Verletzungen, Affären und der Kampf um die Kinder.
So richtig überzeugt hat mich der Film dann aber doch nicht. Klar, Laura Linney ist ne super Schauspielerin und auch den Kindern nimmt man ab, was da in ihrer Familie gerade passiert. Doch blieb ich am Ende ein wenig hilflos in meinem Kinosessel zurück. Haben die einzelnen Figuren jetzt etwas aus der Situation gelernt? Sind sie sich vielleicht sogar wieder ein bisschen näher gekommen? Oder soll das alles gar nicht sein und wollte der Regisseur einfach nur ein Porträt dieser Familie zeichnen? Ja, es ist die Frage, was dieser Film wollte, über die ich wohl noch ein wenig nachdenken werde.