TV-Filmvorschau (17)

Etwas verspätet, aber nicht zu spät: Hier die 17. TV-Filmvorschau mit der Woche vom 6. bis 12. Mai. Auch wegen des großen Erfolges.

Sonntag, 7.5., 14.30 Uhr: „Große Erwartungen“ (Vox)
Ihr kennt meine Schwäche für Ethan Hawke ja mittlerweile. Gwyneth Paltrow spielt auch mit. Ein netter Film für den Sonntagnachmittag. (Zumindest wenn ihr in einer Region wohnt, in der es gerade regnet.)

Sonntag, 7.5., 15 Uhr: „The Big Lebowski“ (Tele 5)
Warum bringen die die guten Filme denn alle am Nachmittag? Mannmannmann.

Sonntag, 7.5., 23.25 Uhr: „Sprich mit ihr“ (MDR)
Dieser sehr gute Film von Pedro Almodóvar. Bisschen harter Stoff, weil es um die Liebe zweier Männer zu „ihren“ im Koma liegenden Frauen geht. Mehr wird mal nicht verraten. Schaut ihn euch an!

Sonntag, 8.5., 0 Uhr: „Schiller“ (Das Erste)
Eigentlich dachte ich, dass ich den Film nicht so gerne mochte. Hab dann aber nochmal nachgelesen und was von „fesselnd“ gefaselt. Seht am besten selbst.

Mittwoch, 10.5., 20.15 Uhr: „Mit aller Macht – Primary Colors“ (Tele5)
Ach ja, das Buch liegt noch irgendwo bei mir rum und ich habe es nie geschafft, zu lesen. Muss ich mir wohl mal den Film anschauen.

Mittwoch, 10.5., 23.30 Uhr: „City of God“ (BR)
Super Film. Der wird jetzt aber bei den Dritten durchgereicht.

Freitag, 12.5., 20.15 Uhr: „Monthy Python’s – Der Sinn des Lebens“ (Das Vierte)
Hahaha.

Das Erscheinen der TV-Filmvorschau für diese Woche verzögert sich noch um wenige Stunden. Grund: Das gute Wetter (und diese Diplomarbeit, die ich gerade Korrektur lese). Samstags kommen ja erfahrungsgemäß eh nur Schrott-Filme.

FILM: Darf ich bitten?

Oh mein Gott: Wie unrealistisch ist das denn? Ein Mann, der freiwillig auf eine Tanzschule aufmerksam wird und diese dann auch noch betritt und das auch noch in der Midlife Crisis? Ein MANN! Also einen, den man auch noch ernst nehmen soll. Ich lach mich tot. Und dann bringt dieser Tanzkram auch noch wichtige Impulse für den Fortbestand der Ehe. Und neue Freunde. Und ein neues Hobby der beiden. Das ist alles ganz furchtbar kitschig. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich an der einen oder anderen Stelle „Hach“ gedacht und wohl auch artikuliert habe. (Der Mann meines Herzens saß daneben und hat gelacht und gesagt, dass ich das unbedingt in mein Blog schreiben muss, sonst outet er mich.)

FILM: Rosenstrasse

Ich bin verdammt froh, diesen Film nicht im Kino gesehen zu haben. Der Grund: Im Nachhinein habe ich mich über so viele Dinge geärgert. Warum musste Regisseurin Margarethe von Trotta unbedingt einen Film drehen, der in der heutigen Zeit und in der Geschichte spielt? Meiner Meinung nach ist der gesamte Gegenwartsteil völlig misslungen. Da erfahren wir, dass der Ruths Mann gestorben ist. Sie hält sich plötzlich an all die Rituale, die ihr ihre Religion vorschreibt, ist sogar gegen die Beziehung ihrer Tochter zu einem Nicht-Juden. Warum das so ist, erfahren wir. Warum sie aber dann doch zulässt, dass die beiden heiraten, bleibt unklar. Ebenfalls ist die Rolle der Hannah, Ruths Tochter, die von Maria Schrader gespielt wird, unausgegoren. Um zu erfahren, warum ihre Mutter die Vergangenheit ausblendet, fährt sie nach Berlin und trifft dort Lena Fischer, die Frau, die ihre Mutter 1943 aufgenommen hat. Innerlich zerrisssen zweifelt sie kurz an der Beziehung zu ihrem Freund, doch – oh Wunder – wenig später heiratet sie ihn dann doch. Einfach so. Ohne wenigstens noch einmal drüber nachgedacht zu haben. Und auch die Mutter lächelt nur kurz, gibt ihrer Tochter den Ring zurück und alle sind glücklich. Klar, musste man vielleicht nicht so genau ausbauen, aber warum man all diese Konflikte überhaupt erwähnte, ist unklar und nervt.
„Rosenstraße“ ist ein unausgegorener Film über ein außergewöhnliches Ereignis in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges. Schauen muss man ihn aber nicht.

TV-Filmvorschau (16)

Viele viele schöne Filme könnt ihr in der kommenden Woche schauen. Deshalb also nun, auch wegen des großen Erfolges, die 16. TV-Filmvorschau.

Samstag, 29.4., 22.10 Uhr: „Rosenstraße“ (Das Erste)
Lange überlegt, ob ich den empfehlen soll, obwohl ich ihn schon im Kino nicht sehen wollte wegen des Nazi-Schicksal-Overkills. Und Katja Riemann. Naja. Überlegt selbst.

Sonntag, 30.4., 12 Uhr: „Herr Lehmann“ (ProSieben)
Na, Film am Donnerstag verpasst? Dann kannste ihn schön Samstagabend-ausgehfreundlich um 12 Uhr schauen.

Nein, kein „Das Wunder von Bern“.

Sonntag, 30.4., 23.45 Uhr: „Das Fest“ (Das Erste)
Dogma, Thomas Vinterberg, Dänemark.

Montag, 1.5., 20.40 Uhr: „One day in Europe“ (Arte)
Oh, den wollte ich damals im Kino sehen. Es geht um vier Geschichten, die in vier unterschiedlichen Metropolen in Europa spielen. Regisseur ist übrigens Hannes Stöhr, der Typ, der durch „Berlin is in Germany“ bekannt wurde. Und das ist ein sehr guter Film.

Dienstag, 2.5., 20.15 Uhr: „Kick it like Beckham“ (Sat.1)
Nach diesem Film musste ich seltsamerweise mal sehr dolle heulen. Keine Ahnung warum. Ich mochte diesen Fußball-Film natürlich hauptsächlich wegen der vielen britischen Inder. Und die Kerle unter euch werden Keira Knightley lieben. Gell?

Dienstag, 2.5., 22.45 Uhr: „Die Kette“ (Arte)
Alltagsfilm einer Filmstudentin über das Leben in einer Kleinstadt, in der Bernd (Axel Prahl!!!), um eine Heldentat zu toppen, etwas tut, „was von Anfang an keiner gewollt hat.“ Nun gut. Ihr wisst ja sicherlich, warum ich meine, dieser Film könnte sich lohnen.

Dienstag, 2.5., 23.10 Uhr: „Ich bin Sam“ (HR)
Sieh an, sieh an. Die beim Hessischen Rundfunk scheinen dieses Blog zu lesen. Naja, vielleicht bleibe ich mal wach.

Mittwoch, 3.5., 20.15 Uhr: „Arnies Welt“ (Das Erste)
Provinzporträt mit Krimifaktor. Ausgangspunkt ist laut TV-Zeitschrift ein tödlicher Unfall, dem zuständigen Polizist entgeht, dass der Fahrer die Spuren verwischt hat und so tat, als ob ein Reh den Wagen von der Straße abgebracht habe. Meiner Meinung nach mit super Besetzung: Jörg Schüttauf, Matthias Brandt.

Donnerstag, 4.5., 20.15 Uhr: „Liegen lernen“ (ProSieben)
Jetzt also auch die Verfilmung von Frank Goosens Buch. Mit der wunderbaren Sophie Rois. Der Film an sich ist ganz nett. Sehr deutsch halt. Kann man schauen.

Freitag, 5.5., 20.15 Uhr: „The Big Lebowski“ (Tele 5)
Oh wie schön, der läuft mal wieder…

FILM: Inside Man

Den perfekten Banküberfall, den will uns Dalton Russell (Clive Owen) zeigen. Warum? „Weil er es kann“, sagt er uns gleich zu Beginn und dann später auch nochmal. Und was sehen wir? Einen perfekt geplanten Banküberfall. Mit vielen Geiseln, die man schon bald nicht mehr von den Tätern unterscheiden kann. Und sehr vielen intelligenten Schachzügen, mit denen Russell die Polizei vorführt. Allen voran Cop Keith Frazier, der wegen eines anderen Falls unter Druck steht und seinem Vorgesetzten beweisen will, dass er ein guter Polizist ist. Doch Russell und seinen Verbündeten geht es nicht um Geld. Es geht ihm um das gut gehütete Geheimnis des Besitzers von Schließfach 392. Dieser – nervös, weil er die Aufdeckung fürchtet – heuert Madeleine White an, die ihre Kontakte nutzt, um mit den Bankräubern zu verhandeln.

Spike Lee gelingt mit „Inside Man“ ein durch und durch intelligent gemachter Film, in dem ich mich nur manchmal ein klitzekleines Bisschen gelangweilt habe. Denn besticht dieser Film insbesondere zu Beginn durch sein Tempo, flacht dieses zwischendrin deutlich ab. Doch was den Film für mich zu einem wirklich guten gemacht hat, ist – neben den glücklicherweise nur vorsichtigen Anspielungen auf Problemthemen wie Rassismus, Vergangenheitsbewältigung etc. – das Ende. Gerade als ich dachte, „Bitte, lieber Spike, mach das jetzt nicht kaputt, indem du mir sagst, was nun passiert“, begann der Abspann. Perfektes Timing. Schöner Film.

TV-Filmvorschau (15)

Wegen des großen Erfolges hier die 15. TV-Filmvorschau mit der Woche vom 22. bis 28. April. Viel Patrick Swayze. Aber die empfehle ich ja nicht alle…

Dienstag, 25.4., 23.45 Uhr: „Hohe Erwartungen“ (NDR)
Klingt interessant: Althippie Cyril muss sich mit der senilen Mutter, dem Kinderwunsch seiner Freundin und der Restverwandschaft herumplagen. Die Schauspieler haben viel improvisiert und dann ist dieser britische Film draus geworden. Könnte also was sein. Aber keine Garantie.

Mittwoch, 26.4., 22.25 Uhr: „Ins Leben zurück“ (3sat)
Tja, warum ich diesen Film über eine Frau, die acht Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter glaubt, sie in einer Zeitschrift wiedererkannt zu haben, empfehle? Wegen Martina Gedeck natürlich.

Mittwoch, 26.4., 23.25 Uhr: „Dancer in the Dark“ (BR)
Zum 50. Geburtstag von Lars von Trier wiederholt das Bayerische Fernsehen mal wieder den tollen Film. Mit Björk, na, ihr wisst ja Bescheid.

Donnerstag, 27.4., 0.20 Uhr: „1984“ (Das Erste)
Ach ja, was das Erste so alles mitten in der Nacht zeigt: Die Verfilmung von George Orwells „1984“.

Donnerstag, 27.4., 20.15 Uhr: „Herr Lehmann“ (ProSieben)
Ich fand den Film zwar nicht so gut wie das Buch von Sven Regener, aber Christian Ulmen und Detlev Buck sind in diesem Film absolut sehenswert.

Donnerstag, 27.4., 20.15 Uhr: „Dirty Dancing“ (Vox)
War ja klar, dass die den Film jetzt, wo das Musical anläuft, nochmal ausgraben. Empfohlen wird dieser Film allein aus Nostalgie, damit das klar ist.

FILM: In Sachen Kaminski

Mannmannmann, wirklich lange her, dass mich ein Film im Fernsehen (!) so mitgenommen hat wie dieser hier. Martin und Petra Kaminski leben mit ihrer Tochter Lona in einfachen Verhältnissen. Als der Hausarzt den Eltern für die 5-Jährige Frühförderung empfiehlt, um das Kind besser auf das Leben und die Schule vorzubereiten, wird das Jugendamt auf die Familie aufmerksam. Die Verantwortlichen halten die beiden Eltern für zu wenig intelligent, ein Kind groß zu ziehen und entziehen das Sorgerecht. Nun beginnt der Zug durch die Gerichte, der vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte endet. Was diesen Film ausmacht? Neben dem wirklich packenden Stoff brilliert vor allem Matthias Brandt als Vater Martin. Nicht wieder zu erkennen, wenn man ihn als Günter Guillaume oder inoffizieller Mitarbeiter in Erinnerung hat. Aber auch Juliane Köhler habe ich die Rolle der zurückgebliebenen Mutter jede Minute abgekauft. So sehr, dass ich hier saß und hoffte, dass das alles jetzt möglichst schnell vorbei ist. Gruselig. Unbedingt anschauen.

Und falls gleich jemand fragt: Nein, der läuft nicht im Kino. Nur im Fernsehen.

TV-Filmvorschau (14)

Weil Ostern ist und wegen des großen Erfolges schon heute die 14. TV-Filmvorschau für die Woche vom 15. bis 21. April. Habt Spaß und schaut euch am Mittwoch alle das Wagner-Porträt an.

Sonntag, 16.4., 20.15 Uhr: „Rain Man“ (Vox)
Ja, ihr Lieben, ihr erlebt es: Ich empfehle einen Film mit Tom Cruise. Würde auch nur noch einmal bei „Magnolia“ vorkommen. Aber das ist natürlich nicht der Grund, warum ich den empfehle: Absoluter Klassiker aus den 80ern. Oscarprämiert.

Montag, 17.4., 20.15 Uhr: „Loriots Ödipussi“ (3sat)
Den Klassiker von 1987 kann man eigentlich immer mal wieder schauen…

Montag, 17.4., 20.15 Uhr: „Shakespeare in Love“ (Vox)
Schlimm, was? Dass ich euch sowas empfehle. Ich mag Gwyneth Paltrow irgendwie. Und ich mochte diesen Schmacht-Streifen. Aber keine Angst, Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen werde ich sobald nicht empfehlen…

Montag, 17.4., 22 Uhr: „Matrix“ (RTL)
Ach herrjeh, noch so eine Offenbarung. Hab ich auch noch nicht gesehen, diesen Film. Vielleicht schau ich ihn mir ja mal an. Irgendwann.

Dienstag, 18.4., 0.25 Uhr: „Das große Fressen“ (Vox)
Noch ein Klassiker aus den 70ern. Vier Männer treffen sich in einer Villa, um sich stilvoll zu Tode zu fressen.

Mittwoch, 19.4., 20.15 Uhr: „In Sachen Kaminski“ (Das Erste)
Martin und Petra Kaminski leben glücklich mit ihrer Tochter Lona zusammen. Der Haken: Die Eltern sind minderbegabt und deshalb soll Lona speziell gefördert werden, was den Eltern nicht gefällt. Der tolle Matthias Brandt! Bestimmt ein schöner Film. Lief glaub ich auch schon mal irgendwo, oder? Zumindest kommt mir der Titel sehr bekannt vor.

OFFTOPIC, weil ein TV-Porträt! Thomas Leif (ja, DER Thomas Leif), porträtiert Franz-Josef Wagner (ja, DEN Franz-Josef Wagner). Um 23 Uhr schaltet ihr also für 30 Minuten in den NDR. Danke!

Freitag, 21.4., 23.15 Uhr: „Lebe lieber ungewöhnlich“ (RTL2)
Und noch einmal ein „Ach herrjeh“. Beinahe hätte ich den Film nicht gefunden, weil dieser in meinem Kopf unter „A life less ordinary“ abgespeichert ist. Ist der zweite Film von Danny Boyle nach „Trainspotting“. Die schöne Cameron Diaz gibt die gekidnappte reiche Tochter Celine und das alles ist eigentlich ganz nett anzuschauen. Soweit ich mich erinnere.

FILM: Terminal

Was für ein Dreck! Was anderes kann man über diesen Film nicht sagen. Könnte auch als Nachmittagsfilm im ZDF laufen. So eine seichte Scheiße. Aber Futter für meine Vorurteile gegenüber Filmen mit Tom Hanks. Mannmannmann.