Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich mich darüber freue, dass mich der Türsteher mit den Worten „Oder seid ihr schon über 21?“ nach meinem Ausweis fragt.

(Nein, nicht getuggt, ich finde doch um diese Uhrzeit den „Create a story“-Button nicht so schnell.)

TV-Filmvorschau (44) – Classic Version

Äh, ja, das sind alle Filme, diese Woche.

Sonntag, 12.11., 23.30 Uhr: „21 Gramm“ (Das Erste)
Klickst du hier, erfährst du mehr.

Montag, 13.11., 20.15 Uhr: „Franziskas Gespür für Männer“ (ZDF)
Keine Ahnung, ob der gut ist, der Titel des Films ist aber spitze!

Freitag, 17.11., 23.25 Uhr: „Ende der Saison“ (Das Erste)
26-jährige Tochter nimmt krebskranke Mutter bei sich auf, doch dann verliebt sie sich in den Freund der Mutter. Mit Anneke Kim Sarnau, Hannelore Elsner nicht schlecht besetzt.

FILM: Borat

Was schreib ich nur, was schreib ich nur über den Film mit dem Reporter aus Kasachstan, der von seiner Regierung in die USA geschickt wird, um das Land kennenzulernen und vielleicht das eine oder andere Erlernter seinen Landsleuten beizubringen? Der in der New Yorker U-Bahn die Mitmenschen mit Küssen begrüßen will? Der sich in Pamela Anderson verliebt und deshalb nicht in New York bleibt sondern nach Kalifornien reist? Der bei einer Dinnerparty mit einer Prostituierten aufkreuzt? Der sich eine Waffe kaufen will, um sich gegen Juden zu schützen?

Nun ja, so richtig gut fand ich „Borat“ nicht. Vielleicht weil ich mehr erwartet habe. Mehr als der übliche Brachialhumor von Raab und Co. oder Scherze, die auch in schlechten Otto-Filmen zu finden sind. Oder bei „7 Zwerge“. Nur dass man sich dort auf den Kopf haut. Der äquivalente Witz bei „Borat“ findet sich in der Szene, als sie sich nackt zunächst auf dem Bett wälzen und später dann in ähnlicher Bekleidung die Veranstaltung der Hypothekenmakler sprengen. Weitere Gründe, warum „Borat“ bei mir nicht wirklich zündete, waren die doch recht vorhersehbaren Interviews mit „den“ Amerikanern und diese peinlich zusammengestrickte Liebesgeschichte zwischen Borat und der Prostituierten. Nun ja.

Natürlich habe ich durchaus auch gelacht. Nur halt nicht so oft. Zumal diese Art von Witzen nicht unbedingt taugen, um mich ganze anderthalb Stunden lang zu begeistern. Und schon gar nicht, wenn ich neben Typen sitze, die sich bereits beim Erblicken des ersten kasachischen Hauses kaum halten können?!

Herr Jörges, wir müssen reden.

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(Bildunterschrift: Der alte Herr Jörges.)

Ich hätte nie gedacht, dass es einmal soweit kommen würde. Aber. Sagen Sie, auch wenn sie bald – ich vertraue einfach mal dem Eintrag in der Wikipedia – ihren 55. Geburtstag feiern. Ist es eigentlich wirklich notwendig, die Klischees, die es über Männer in ihrem, nun ja, sagen wir mal, Alter gibt, zu bedienen?

Sie scheinen doch ein intelligenter Mann zu sein, jede Woche diese Kolumne, dann auch noch stellvertretender Chefredakteur beim „Stern“? Da müssten ihnen doch die Damen zu Füßen liegen. Also nicht nur in der Redaktion. 55 Jahre, das ist doch kein Alter! Und ist es nicht so, dass Männer, die sich ihrem Alter angemessen kleiden und stylen, besonders attraktiv auf das weibliche Geschlecht wirken?

Herr Jörges, ich sage es Ihnen hier in aller Vertrautheit mit einem hinreißenden Augenaufschlag, kleinem Schwarzen (Ja, nur für Sie Herr Jörges, habe ich mich zu später Stunde noch einmal umgezogen) und einem wunderbaren Glas Rotwein in der Hand: Bitte machen Sie sich nicht weiter so lächerlich.

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(Bildunterschrift: Der neue Herr Jörges.)

Über Verdrossenheit

Wenn ich den „SPIEGEL“ in den vergangenen Wochen gelesen habe, dann habe ich meistens hinten begonnen. In Tageszeitungen erwische ich mich dabei, möglichst schnell die Politikseiten hinter mir zu lassen, um mich anderen Themen zu widmen. „Christiansen“ schaue ich schon seit Monaten nicht mehr und wenn ich mir den „STERN“ anschaue, dann habe ich das Gefühl, dass es nicht nur mir so gehen kann: Erste Geschichte nach dem Vorgeplänkel ist nicht etwa eine Inlandspolitikgeschichte, sondern mit „Die Rückkehr der Taliban“ eine Geschichte aus dem Ausland.

Klar, könnt ihr sagen, man kann auch ohne leben. Gerade ohne Christiansen und Co. Aber was ich sagen will: Während ich mich in den vergangenen Jahren gerne mit den Positionen der einzelnen Akteure auseinandergesetzt habe, versucht habe, nachzuvollziehen, was sich da auf dem politischen Parkett so tut, welche Themen gesetzt sind und welche Vor- und Nachteile der einzelnen Reformvorschläge haben, ist mir Inlandspolitik mittlerweile so egal geworden. Ein Jahr Große Koalition – und mein politisches Interesse ist verschwunden. Für mich ist diese Regierung immer noch ein Fremdkörper, der nicht zu meiner Haltung, meiner Stimmung, meinen Ansichten passt. Das Treiben in Berlin ist wie eine zu dick geratene Vanillesoße, die wie ein dicker Klumpen auf der roten Grütze liegen bleibt. Es interessiert mich nicht, welcher der vielen CDU/CSU-Ministerpräsidenten mal wieder gegen Frau Merkel schießt und womit. Es interessiert mich nicht, auf welchen Kompromiss sich die Damen und Herren bei den verschiedenen Reformpaketen einigen werden. Oder dass mal wieder einer vor einem höheren Renteneintrittsalter warnt. Diese Große Koalition hat in mir eine sonderbare Haltung geschaffen. Ich beobachte das mit Schrecken. Besonders, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass nur ich dessen überdrüssig bin.

Hören!

Ein Spreeblick-Podcast, den sich wohl die meisten nicht bis zum Schluss anhören werden. Herr Heusinger von der Zeit erklärt die Welt.

Befindlichkeitsscheisse (11)

Natürlich war Tomtom dabei, auf dem Weg zum Kino. Und leider konnte das Spielzeug nicht dabei helfen, eine Kinokarte zu ergattern. Für Borat. Scheint ein guter Film zu sein. Warum? Ankunftszeit: 19.50 Uhr. Relativ zügig Parkplatz gefunden. Trotzdem: Ausverkauft. Next try on Thursday.

Blogs got it first!

Britney Spears lässt sich jetzt wohl doch endlich scheiden. Sagen die hier zumindest!

Über gehypten Scheiss

Ich hab ja auch einen Job und durch den findet man sowas.

Hihi, jetzt gibt es sogar schon einen Index zum Thema „Web 2.0“. Den hat die Stuttgarter Börse aufgelegt und die Deutsche Bank hat sogleich ein Zertifikat herausgebracht, das auf diesen Index lautet. Der Index besteht aus folgenden Unternehmen: Google, Yahoo, Ebay, News Corp., Amazon, Mixi, Dena, Cyberagent und Kakaku.com. Natürlich ist Google mit 20 Prozent das Schwergewicht in dem Web-2.0-Barometer.

Wer mehr erfahren will, sollte sich den Text bei faz.net durchlesen.