FILM: NVA

Also, wenn ihr mal wieder einen richtig beschissenen Film schauen wollt, kann ich euch „NVA“ nur empfehlen. Dieser Film über das Leid und Leben bei der Nationalen Volksarmee schafft es, jedes Klischee zu bedienen, Witze einzubauen, die man nicht einmal als solche erkennt und Figuren so wenig stringent zu zeichnen, dass man am Ende wirklich nur vor einer Frage steht: Warum hab ich mir das gerade 94 Minuten lang angetan. Dieser Film zerstört alles, was ich jemals von Detlef Buck gehalten habe, lässt mich in Zukunft um alles, was Thomas Brussig oder Leander Haußmann verzapfen einen großen Bogen machen und DDR-Filme werde ich mir nun erst recht nicht mehr anschauen.

So, und nun guck ich mir den Rest vom gestrigen Promi-Dinner an.

FILM: Kalter Frühling

Nachdem mich die Kombination Schweighöfer/Schwarz in Kammerflimmern ja eher genervt hat, muss ich sagen, dass die beiden in „Kalter Frühling“ durchaus ansehnlich waren. Aber vermutlich hat Jessica Schwarz in der Rolle der Rache nehmenden Tochter auch einfach viel besser ihr Temperament ausspielen können. Ich mochte diesen Film.

(Puh, endlich wieder Filme.)

FILM: Frühstück mit einer Unbekannten

Bitte, liebe Freunde des Internets, glaubt nicht, wenn Christian Bartels in der Netzeitung über diesen Film schreibt:

Den notwendigen Ernst vermittelt Julia Jentsch («Sophie Scholl»), er wird durch einen Kurzauftritt Catherine Deneuves, der die junge Schauspielerin ein wenig ähnlich sieht, noch geadelt.

Glaubt auch nicht Christian Buß bei Spiegel Online (glücklicherweise haben sie nicht den Text aus dem gedruckten Spiegel online genommen, der war so unkritisch, unkritischer geht es gar nicht):

Als ultra-sanftes Warm-Up für den Run auf Heiligendamm geht die Agitprop-Schmonzette, die nicht viel wagt, aber auch nicht viel falsch macht, trotzdem auf: Kommt kuscheln!

Vergesst bitte auch Silke Burmesters Text in der taz:

Trotzdem ist „Frühstück mit einer Unbekannten“ eine erstaunliche Produktion: ein Film der unterhält, der lehrreich ist und in den letzten Tagen vor dem G-8-Gipfel in Heiligendamm jene Bürger zu einem Unrechtsbewusstsein animieren könnte, die sich vom politischen Lenor-Gelabere um gute Absichten einflauschen ließen und geneigt sind, an Politiker als „Volksvertreter“ zu glauben.

Sie alle versuchen diesem Film, der heute abend auf Sat.1 läuft, etwas Gutes abzugewinnen, loben ihn, auch wegen des Einsatzes der hochkarätigen Schauspieler (Jan Josef Liefers, Julia Jentsch, Iris Berben). Doch ich sage euch, wie der Film wirklich ist: Nämlich peinlich.

Da taucht wie aus dem Nichts plötzlich Bob Geldof oder auch Bono in der Gestalt von Catherine Deneuve, sagt etwas Weises und verschwindet wieder. Da kloppt die Hebamme Gina in der Gestalt von Julia Jentsch Stoppt-die-Armut-Phrasen und es ist einfach nur peinlich, dabei zuzuschauen. Noch holzhammriger geht’s nimmer.

Ja, ich als durchaus großer Fan von Schmonzetten habe mich für diesen Film geschämt und kann wirklich nicht verstehen, dass es irgendwelche Journalisten da draußen gibt, die diesem Film auch nur irgendetwas abgewinnen konnten. Es sei denn, sie sind alle gekauft. Gekauft mit U2-Tickets, Backstage-Pässen beim nächsten Life-Aid-Konzert oder säckeweisen schriftlichen Genehmigungen für die Adoption eines Kindes aus Afrika.

So.

TV-Filmvorschau (63)

Neue Woche, neues Filme! Naja, nicht ganz so neu…

Samstag, 31. März
15 Uhr: „The Big Lebowski“ (Tele 5)
Klickst du hier, weißt du mehr.

Und sonst:
DSDS gegen „Wetten, dass..?“.

Sonntag, 1. April
20.15 Uhr: „Shrek – Der tollkühne Held“ (ProSieben)
Hab den zweiten Teil ja mal gesehen. Der war durchaus nett.

20.40 Uhr: „Whale Rider“ (Arte)
Oh wie schön! Dieser zauberhafte Film über das kleine Mädchen, das in die Fußstapfen ihres Großvaters treten will und damit in ihrem Dorf aneckt.

Montag, 2. April
Und sonst:
Die Entscheidung zwischen „Dr. Psycho“, der neuen Pro-Sieben-Serie mit Christian Ulmen
und alten Folgen von „Criminal Intent“ ist leider sehr leicht zu fällen. Vincent D’Onofrio!

Mittwoch, 4. April
20.15 Uhr: „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ (Das Erste)
Oh, diesen Film mit Ben Becker wollte ich eigentlich schon im Kino gesehen haben.

23.15 Uhr: „Ich und du und alle, die wir kennen“ (WDR)
Klickst du hier, erfährst du mehr!

Donnerstag 5. April
22.45 Uhr: „Sophiiiie“ (Das Erste)
Kind oder Abtreibung: Katharina Schüttler spielt eine Frau, die sich entscheiden muss. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Film gelungen ist.

23.45 Uhr: „Hunger auf Leben“ (Bayerisches Fernsehen)
Klickst du hier, erfährst du mehr!
Und sonst:

Freitag, 6. April
15.10 Uhr: „Alles auf Zucker
“ (Arte)
Klickst du hier, erfährst du mehr.

TV-Filmvorschau (62)

Und natürlich gibt’s diese Woche wieder einmal eine TV-Filmvorschau…

Samstag, 24. März
Und sonst?
Fußball. Mit TOOOORSTEN FRIIIHINGS (20.15 Uhr, Das Erste)

Sonntag, 25. März
Und sonst?
R.I.S. auf Sat.1. Eine Serie im Stil von C.S.I. und dabei auch noch gut gemacht (21.15 Uhr).

Montag, 26. März
0 Uhr: „Dead Man Walking“ (SWR Fernsehen)
Sean Penn als Mörder im Todestrakt.

23 Uhr: „5×2 – Fünf mal zwei“ (RBB Fernsehen)
Klickst du hier, erfährst du mehr.

Und sonst?
21.15: „Dr. Psycho“ (Pro Sieben): Neue Serie mit Christian Ulmen! Ich bin sehr gespannt.

Donnerstag, 29. März
20.15 Uhr: „The Big Lebowski“ (Tele 5)
Klickst du hier, erfährst du mehr!

Und sonst?
Competition (Pro Sieben, 20.15 Uhr)!

Freitag, 20. März
20.40 Uhr: „Alles auf Zucker“ (Arte)
Klickst du hier, erfährst du mehr!

Und sonst?
Killerplautzenalarm (20.15 Uhr, ProSieben)!

TV-Filmvorschau (61)

Puh, in dieser Woche hätte ich lieber eine TV-Filmvorschau gemacht, die sich nur auf Pay-TV-Sender bezieht. Ich denke da zumindest mal drüber nach…

Samstag, 17.3.
Und sonst?
Oh, einer der schlimmsten Filme, die ich mir im Jahr 1995 im Kino angeschaut habe, läuft mal wieder (22.25 Uhr: „Showgirls“ Kabel Eins)

Sonntag, 18.3.
20.15 Uhr: „Tatort: Ruhe sanft“ (Das Erste)
Endlich mal wieder ein Tatort aus Münster.

Montag, 19.3.
Und sonst?
Letzte Woche durchaus amüsiert: Switch Reloaded (ProSieben, 22.15 Uhr)

Dienstag, 20.3.
22.25 Uhr: „Sophiiiie“ (3sat)
Katharina Schüttler soll bestechend sein.

23.35 Uhr: „5×2 – Fünf mal zwei“ (Hessisches Fernsehen)
Klickst du hier, erfährst du mehr.

Donnerstag, 22.3.
22.15 Uhr: „Klassenleben“ (Arte)
Doku über eine Berliner Integrationsklasse. Soll gut sein.

TV-Filmvorschau (60)

Und hier die umschwärmten TV-Tipps für die kommende Woche. Wenn auch diesmal arg dezimiert. Kommt halt kaum was.

Montag, 12.3.
0 Uhr: „21 Gramm“ (SWR Fernsehen)
Klickst du hier, erfährst du mehr.

Dienstag, 13.3.
23.10 Uhr: „Antares“ (3sat)
Klingt in der TV-Zeitschrift ganz vielversprechend: Episodendrama mit vielen Affären und angeblich „präzise gezeichneten Figuren. Glauben wir das mal.

FILM: The Others

Grace lebt mit ihren Kindern Nicolas und Anne in einem großen Herrenhaus. Sie steht ohne Bedienstete da und ist nicht unglücklich, als plötzlich drei Gestalten auftauchen, die ihre Dienste anbieten. Doch das Leben in dem Haus unterliegt strengen Regeln: Türen und Vorhänge müssen verschlossen bleiben, Lärm mag Grace aufgrund ihrer Migräne ebenfalls nicht. Grund für das Ausmerzen aller Lichtquellen: Die Kinder leiden an einer schweren Lichtallergie.
Ich schau ja Filme, in denen es um Geister und
ähnlich Übernatürliches geht, eigentlich sehr ungern. Und deshalb gab es gestern in den diversen Werbepausen den einen oder anderen Disput darüber, dass ich gerne wissen wollte, wie der Film ausgeht, weil mich diese Spannung zwischendurch ein wenig mitnahm. Durfte ich aber nicht, weil ich dann angeblich den Rest des Films nicht mehr schauen wollte, sagte der Mann. Ob er damit Recht hat, so im Nachhinein, bleibt ein Geheimnis.

Während des Films haben mich zwei Dinge beschäftigt. Erstens: Nicole Kidmans Gesichtsausdruck. Hab nämlich lange darüber nachgedacht, wo ich diesen schon einmal gesehen hatte. Auflösung: in „Dogville“: Dieses Verschreckte, in die Ecke Getriebene, naja.
Zweitens: Produziert wurde der Film von Tom Cruise und Paula Wagner, stand im Vorspann. Ist das eigentlich die von Scientology oder ist das eine andere?

Und wer jetzt noch wissen will, wie ich den Film fand: so mittel. Weil er viele Dinge beinhaltete, die man halt schon kannte: Lichtallergie, zwanghafte Züge, Gesichtsausdrücke. Spannend war das aber trotzdem. (Ich Memme, halt.)

TV-Filmvorschau (59)

Neue Woche, neues Glück: Die Empfehlungen für die kommenden sieben Tage.

Samstag, 3.3.
20.15 Uhr: „The Others“ (Sat.1)
Nicole Kidman als Mutter zweier Kinder, die an Lichtallergie leiden. Soll gruselig sein…

23.30 Uhr: „Wolfsburg“ (Arte)
Christian-Petzold-Film. Frau verliert Kind durch Autounfall. Der Schuldige sucht die Frau auf und sagt ihr nicht, dass er es war. Mit Benno Fürmann und Nina Hoss. Noch nicht gesehen. Hat aber einen Grimme-Preis gewonnen.

Und sonst:
Noch bis gestern war ich fest davon ausgegangen, dass „DSDS“ heute läuft. Und dann die Ernüchterung: „Wetten, dass..?“ mit Thomas Gottschalk (20.15 Uhr, ZDF).

Sonntag, 4.3.
Und sonst:
Mal wieder „Druckfrisch“ mit Denis Scheck (24 Uhr, Das Erste).

Montag, 5.3.
0.30 Uhr: „Der alte Affe Angst“ (Das Erste)
Oskar-Roehler-Film, der natürlich wieder viel zu spät läuft, als dass ich ihn jetzt doch mal sehen könnte. Ts.

Und sonst:
Neue Folgen von Stromberg (22.45 Uhr, ProSieben)

Dienstag, 6.3.
Und sonst:
Dritte Staffel von „Desperate Housewives“ wird ausgestrahlt (21.15 Uhr, ProSieben), Mist, und ich muss erstmal noch die zweite Staffel zu Ende schauen…

Mittwoch, 7.3.
22.25 Uhr: „Netto“ (3sat)
Erhielt den Preis der deutschen Filmkritik. Loser-Papa wird durch den Einzug des Sohns aus seinem trostlosen Leben gerettet, Sohnemann lernt auch was dabei. Mit Wackelkamera gefilmt und sicherlich sehr gut.

23.25 Uhr: „Nachbarinnen“ (Bayerisches Fernsehen)
Auch noch nicht gesehen, aber seit langem auf der Liste.
Geschichte von „Dagmar Menzel“ und ihrer polnischen Nachbarin.

Donnerstag, 8.3.
Und sonst:
Vorentscheid zum Grand Prix: Und wer tritt gegeneinander an? Monrose, Heinz Rudolf Kunze und dieser Roger Cicero. Na, da schaun wir mal (20.15 Uhr, Das Erste).

Freitag, 9.3.
Und sonst:
Mittlerweile schon ein Klassiker: die Wok-WM (20.15 Uhr, ProSieben).

FILM: Million Dollar Baby

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt einen Spielfilm im Privatfernsehen gesehen habe. Diese ganze Werbung zwischendurch, unfassbar. Kann mich nicht erinnern, wann ich das zuletzt hatte. Deshalb bin ich umso überraschter, dass mich dieser Film so mitgenommen hat. Dass mir in den letzten zehn Minuten eines Films (danach dann auch noch, übrigens) nur noch die Tränen über die Wangen liefen, das hatte ich schon verdammt lange nicht mehr.

Es geht um große Gefühle, ein trauriges Schicksal mit doofen Klischees (Beispiel gefällig? Die Deutsche ist natürlich die Böse, wer sonst), aber das ist alles egal, weil man Clint Eastwood zugucken darf und Morgen Freeman und – ja, das erkenne ich neidlos an – Hillary Swank. Wer sagt, sie habe den Oscar nur erhalten, weil ganz viel trainiert hat und mit blutiger Nase herumlief, hat unrecht. Ich habe ihr die Rolle – trotz doofer deutscher Stimme – abgenommen. Ohne Zweifel.

Zum Inhalt hier entlang Ich kann heute nur noch Gefühle. Keine Fakten.