FILM: Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa

Ja. Meinem Besuch und mir war heute nach einem Klassiker zumute. Da wurden Erinnerungen wach und man konnte Sätze wie „Stirbt die Mutter nicht auch irgendwann?“ sagen. Ja, sie stirbt irgendwann. Und dann weiß man wieder, warum man diesen Film damals so schön fand.

FILM: Schwabenkinder

Ein großes Dankeschön an Lu, wegen der ich bei diesem Film hängen geblieben bin. Wirklich düsterer Film über das Schicksal der Schwabenkinder, die teilweise noch bis in die 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verkauft wurden, damit die Familie überleben konnte. Zum Glück gab’s ein Happy End.

TV-Filmvorschau (7)

Natürlich nur wegen des großen Erfolges hier die siebte Ausgabe der TV-Filmvorschau mit der Woche vom 25. Februar bis 3. März.

Sonntag, 26.2., 20.15 Uhr: „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ (Kabel Eins)
So viel Auswahl an diesem Sonntag und für jeden was dabei. Nostalgie gefällig? Dann ist dieser Film zu empfehlen. Erinnert an die Jugend. Und mich daran, dass ich wohl doch noch einen Film geschaut habe, in dem Leonardo di Caprio mitgespielt hat. Und Johnny Depp.

Sonntag, 26.2., 20.15 Uhr: „8 Mile“ (RTL)
Ja, den habe ich gesehen. Er ist nicht wirklich gut, aber auch nicht so schlecht. Also dann,…

Sonntag, 26.2., 20.15 Uhr: „Hero“ (Pro Sieben)
Und sollte ich am Sonntag Zeit zum Fernsehen haben und der Versuchung widerstehen, mir im Zweiten die Rosamunde-Pilcher-Scheiße reinzuziehen, dann würde ich es mit diesem Film probieren. Kenn ich nämlich noch nicht. Würde mich aber interessieren.

Sonntag, 26.2., 22.25 Uhr: „City of God“ (Arte)
Äh, schon wieder? Erst in der ARD, dann auf Arte. Sehr interessant. Ob da ein System dahinter steht? Fernsehjunkies! Ich bitte um Aufklärung.

Montag, 27.2., 20.15 Uhr: „Zimmer mit Aussicht“ (Tele 5)
Klassiker.

Dienstag, 28.2., 20.15 Uhr: „Der Alte Affe Angst“ (Arte)
Wieder so ein Film, den ich vor kurzem schon empfohlen habe. Damals lief er im Bayerischen Fernsehen.

Dienstag, 28.2., 23 Uhr: „Zum Sterben schön“ (BR)
Ein Typ erbt ein Bestattungsunternehmen. Das könnte doch was werden.

Freitag, 3.3., 22 Uhr: „Fargo“ (Tele 5)
Klassiker der Coen-Brüder.

Freitag, 3.3., 23.05 Uhr: „Der Grenzer und das Mädchen“ (WDR)
Klar, gibt’s auch noch was Deutsches im Programm. Unter anderem mit dem wunderbaren Axel Prahl. Grimme-Preis-nominiert, übrigens.

FILM: Olgas Sommer

Ein Sommer mit der 16-jährigen Olga, die sich an den 40-jährigen Comiczeichner Daniel ranhängt, weil sie der Meinung ist, dass er der richtige für die erste Liebe, den ersten Sex, den ersten Mann ist. Passiert dann auch alles so. Warum er sich auf sie einlässt? Weil sie noch keine Angst hat. Keine Angst vor dem Ende einer Beziehung, die so viele nach dem ersten Scheitern eine Beziehung entwickeln. Und zurück bleibt er, dessen Ehe ein endgültiges Ende gefunden hat. Der diese unbeschwerte Liebe nicht vergessen wird. War eigentlich ganz nett, der Film. Ich hatte ja zunächst Bedenken, weil die Programmzeitschrift das ganze als „Roadmovie“ bezeichnete.

Was auch mal gesagt werden muss

Seitdem Heiner Lauterbach nicht mehr säuft (dass er das nicht mehr tut, habe ich durch das Stern-Interview erfahren), sieht er verdammt ungesund aus.

FILM: Urlaub vom Leben

Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie sich Rolf Köster zu Beginn des Films fühlt. Seit Jahren ist er Kassierer in einer kleinen Filiale in der Sparkasse Bremen, täglich die gleichen Gesichter. Jeden Morgen geht er joggen, legt die Rückkehr in den Schoß der Familie immer genau so, dass er seiner Frau, dem kleinen Paul und Berit, die in der Schule zu den Außenseitern gehört, nicht mehr begegnen muss. Der Weg zur Arbeit im öffentlichen Bus, immer die gleichen Rituale, keine neuen Gedanken, keine neuen Impulse. Rolfs Körper rebelliert. Sein Chef schickt ihn nach Hause, Urlaub. Urlaub vom Leben für eine Woche.
Seltsamerweise musste ich während des Films immer wieder an eine Freundin denken, die nach sechs Jahren in der Bankfilale den Job an den Nagel hing und noch einmal studieren gegangen ist. Nach einer Woche Urlaub kündigt auch Rolf. Durch die Auszeit hat er erfahren, dass seine Frau ihn mit dem Schuldirektor betrügt und dass ihm wohl doch mehr an seinen Kindern liegt, als er bisher zugeben wollte. Er interessiert sich wieder für seine Familie und er hat endlich wieder das Gefühl, glücklich zu sein.
Klingt alles ein bisschen zu toll? Ja, das ging mir auch so. Der Film war zu glatt und die schönen, leisen Momente zu rar gesät. Eine Woche Urlaub und dann weiß man, dass das Leben so nicht mehr weitergehen kann? Zu wenig merkt man Gustav Peter Wöhler an, dass sich in ihm etwas regt, was man sieht, ist der immer gleiche Blick, dem zwar im Laufe des Films dann und wann ein Lächeln über dem Gesicht breit macht. Ich musste die ganze Zeit an Axel Prahl denken, dem die Rolle wohl auch ganz gut gestanden hätte.
„Urlaub vom Leben“ ist der erste abendfüllende Film von Neele Leana Vollmar, der übrigens in Zusammenarbeit mit „ZDF – Das kleine Fernsehspiel“ produziert wurde. Und auch wenn es doof klingt, kann schon sein, dass das der Grund dafür ist, dass man dann und wann das Gefühl nicht loswurde, dass der Film auf der Stelle trat. Und vielleicht entfaltet er an einem Montag vor dem Fernseher auch eine ganz andere Wirkung.

TV-Filmvorschau (6)

Wegen des großen Erfolges die sechste TV-Filmvorschau. Mit der Woche vom 18. bis 24. Februar.

Sonntag/Montag, 19./20.2., 20.15 Uhr: „Die Sturmflut“ (RTL)
Das wird bestimmt ganz schlimm. Kitschig und so. Ich empfehle auch ausschließlich wegen der wunderbaren Nadja Uhl.

Sonntag, 19.2., 20.15 Uhr: „Larry Flynt – Die nackte Wahrheit“ (kabel 1)
Keine Ahnung, ob der gut ist, aber ich hatte damals mit dem Gedanken gespielt, ihn mir im Kino anzuschauen. Es dann aber doch nicht getan.

Montag, 20.2., 15 Uhr: „Bloody Sunday“ (Arte)
Für die Urlauber, Studenten und Hausfrauen unter uns. Wiederholung von vergangener Woche.

Donnerstag, 23.2., 0.35 Uhr: „Preis des Verlangens“ (ARD)
Die TV-Zeitschrift meines Vertrauens sagt, dass der super ist. Mit Daniel Auteuil, der ja gerade im Kino zu sehen ist (Caché). Erotikthriller.

Donnerstag, 23.2., 20.40 Uhr: „Rendez-vous“ (Arte)
Und da hätten wir noch einen französischen Film mit Juliette Binoche, die sich in so genannte verhängnisvolle Affären verheddert. Ist übrigens ihr erster Film und der Regisseur wurde in Cannes ausgezeichnet. Für diesen Film.

FILM: Elementarteilchen

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich in letzter Zeit sehr gerne den Stern lese. Wegen toller Sprache, tollen Themen und der meist tollen Umsetzung. Seit letzter Woche weiß ich, dass es sich auch aus anderen Gründen lohnt. Weil man sich dort nämlich Karten für eine Preview von „Elementarteilchen“ sichern konnte. So gab es ein bisschen Berlinale-Feeling in Düsseldorf. Wie gesagt, ein bisschen. Ach ja, und gleichzeitig gibt’s Premium Content fürs Blog.

Nein, ich habe das Buch, welches als Vorlage für das Drehbuch diente, nicht gelesen. 40 Seiten habe ich geschafft, dann musste ich es beiseite legen. Kann mich nicht mehr erinnern, wahrscheinlich bin ich einfach nicht warm geworden, mit dem Stoff. Und hätte ich das Buch gelesen, dann wäre ich wahrscheinlich auch nicht ins Kino gegangen, nach den schlechten Erfahrungen, die ich in der Vergangenheit mit Buchverfilmungen machen musste.
Und auch wenn ich das Buch nicht gelesen habe, verstört es ein wenig, die Halbbrüder Michael und Bruno, in einer Berliner Bar (Warum in alles in der Welt nicht in Paris?) sitzen zu sehen. Beide teilt das gleiche Schicksal. Ihre Mutter zog es vor, ein Leben ohne ihre Kinder zu führen. Beide wuchsen bei ihren Großmüttern auf, wobei Bruno ab seinem 13. Lebensjahr im Internet lebte. Beide sind mit dieser frühen Zurückweisung nicht klargekommen. Während sich Bruno als gescheiterter Lehrer, Ehemann und Vater in den Alkohol und sexuelle Exzesse stürzt, zieht es Michael vor, ein Leben ganz für die Wissenschaft zu führen. Keine Frauen, keine Gefühle, nur die beinahe autistische Hingabe zur Molekularbiologie. Bruno, der sich nach einer Annäherung an eine Schülerin zunächst freiwillig in psychologische Behandlung begibt, lernt in einem Hippie-Camp Christiane kennen und Michael trifft bei einem Besuch in der Heimat seinen Jugendschwarm Annabelle wieder. Doch natürlich geht auch das alles nicht gut.
„Elementarteilchen“ ist kein Film, in dem man sich mit einer der vielen handelnden Personen identifizieren kann. Zu verstörend, zu durchgeknallt ist jeder einzelne Charakter und es fällt schwer, zu folgen, was in ihnen wirklich vorgeht. Ich hoffe, das Buch gibt da weniger Rätsel auf. Doch werde ich das Gefühl nicht los, dass eben diese Distanz, die der Film aufbaut, auch etwas mit den Schauspielern zu tun hat. Denn auch wenn ich Christian Ulmen wieder einmal brillant fand und ich immer wieder betonen muss, was für eine verdammt tolle Schauspielerin Martina Gedeck (Äh, wieso steht in der Wikipedia, welchen Body-Mass-Index sie hat?) ist, war ich von Moritz Bleibtreu, der den depressiven Bruno spielt, eher enttäuscht. Ich hab ihm die Rolle einfach nicht abgenommen. Wären da noch ein paar Anmerkungen, die ich zum Ende des Films machen muss. Denn nach allem, was ich von Michel Houellebecq gehört habe, war mir das Ende hier ein wenig zu happy-endig, zu glatt, zu, ach was weiß ich. Hab ich etwa im Abspann überlesen, dass Annabelle am Ende stirbt (Steht zumindest in der Wikipedia!)?
Ein Fazit? Schwierig. Nicht gerade befriedigend, dass ich mich bei der Interpretation des Films so sehr nach der Vorlage, dem Buch sehne. Muss wohl daran liegen, dass mich der Film nicht so richtig überzeugt hat.

Nicht nur dass die Kommentare bei der Sport-Live-Berichterstattung immer nur so von Floskeln und dummen Sprüchen sind. Eben „Waldi & Harry“ geschaut. Stammtisch galore. Niveau kaum vorhanden. Dazwischen pseudolustige Filmchen auch mit Harald Schmidt. Und Zoten. Lustig ist was anderes. Und informativ auch.

TV-Filmvorschau (5)

Wegen des großen Erfolges die fünfte TV-Filmvorschau. Diesmal ausnahmsweise schon am Freitag. Mit der Woche vom 11. bis 17. Februar.

Montag, 13.2., 20.15 Uhr: „Frida“ (Sat.1)
Wow, wie mir scheint, programmiert Sat.1 den Montag neu. Letzte Woche „Billy Elliot“ (Hat den eigentlich jemand von euch gesehen und auch geheult?) und diese Woche also „Frida“. Gesehen habe ich den aber nicht.

Montag, 13.2., 20.15 Uhr: „Liebe nach dem Tod“ (ZDF)
Hat Potenzial, ein guter Film zu sein. Mit August Zirner und Maja Maranow.

Montag, 13.2., 20.40 Uhr: „Bloody Sunday“ (Arte)
Und noch ein Film, der zur gleichen Zeit läuft. Entscheiden Sie selbst. Ich bin zu dieser Zeit in einer Kino-Preview.

Dienstag, 14.2., 0.00 Uhr: „Der Glanz von Berlin“ (ZDF)
Dokumentarfilm über drei Berliner Putzfrauen. Dafür haben Anja Kruska und Judith Keil (beide Buch und Regie) einen Grimme-Preis bekommen. Leider aber sehr spät.

Dienstag, 14.2., 22.55 Uhr: „African Queen“ (WDR)
Humphrey Bogart und Katharine Hepburn. Klassiker.

Tja. Und mehr finde ich einfach nicht. Liegt’s an der Berlinale? Oder an Olympia? Mannmannmann.