Sie nennen es Arbeit


Wenn ihr mal genau schaut, dann scheine ich einen der seltenen Momente eingefangen zu haben, in dem Holm Friebe, Volkswirt und für den „theoretischen Unterbau“ zuständig, gelächelt hat. Aber vielleicht stimmt das auch gar nicht und seine Hände haben auch nur stark gegen seine rechte Gesichtshälfte gedrückt und so einen Grinsen-ähnlichen Gesichtsausdruck geformt. Weiß man nicht, wird man vielleicht nie erfahren.

Ach ja. Naja. Die Lesung.

Ich hab das Buch. Ich habe auch schon ein bisschen drin gelesen. Und weil ich noch nicht fertig bin, will ich auch gar nicht so viel zum Inhalt sagen. Aber bei der Lesung oder bei dem Danach, da fühlte ich mich manchmal ein bisschen wie bei Christiansen. Und wenn das alles nicht ein bisschen zu weit weg vom Mainstream und die beiden nicht unangepasst oder zu saucool oder was-auch-immer wären, dann säßen die beiden am nächsten Sonntag womöglich wirklich dort. Plaudernd mit Ulrich Beck (Ja, er lebt noch) über die Zukunft der Arbeit sprechend. Und womöglich würden sie sich auch dort so ironisch streiten. Was ja zu Christiansen passt, auch wenn dort meines Wissens auf Ironie verzichtet wird.

Ich könnte jetzt noch so Mädchensachen schreiben. So Dinge, in denen ich bekenne, den Lobo total gern angeguckt zu haben. Beispielsweise wie er beim Biertrinken immer den Oberkörper nach hinten gelehnt, den Kopf nach rechts gedreht und den Hals der Bierflasche angepackt (ja, dieses Wort habe ich mit Bedacht gewählt) und zum Mund geführt. Leider gelang es mir nicht während des Starrens meine Kamera zu zücken und ein Foto der Silouette zu knipsen, aber ich verspreche euch, ihr hättet mich verstanden.

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Hammer-Spartipp

Einfach die angefangene (mindestens halb leer!) Wasserflasche unauffällig und in greifbarer Nähe auf dem Schreibtisch der Kollegin platzieren. Achtung: Kollegin muss sehr erkältet sein, Herpes oder andere ansteckende Krankheiten haben. Warten. Bis sie nach der Flasche greift. Angewidert gucken. Mit Sicherheit packt sie ihr schlechtes Gewissen und tauscht die angefangene (mindestens halb leere!) Wasserflasche gegen eine neue ein. Am nächsten Tag wiederholen. Oder warten, bis der nächste krank ist.

Da ich mir gestern Nachmittag mit einem Hammer auf den linken Zeigefinger gehauen habe und dieser nun mit einer dicken blutunterlaufenen Blase ausgestattet ist (ich erspare euch die Bebilderung), entfällt dieser Blogeintrag.

Franziskas Frucht

Nachtrag: LuckyKVD und „huetsche“ vermuten, dass es eine Art von Brotfruchtbaum ist. Klingt plausibel, oder?

Befindlichkeitsscheisse (9)

Seit Tagen haben die S-Bahnen morgens Verspätung. Meistens so um die zehn Minuten. An den meisten Tagen ärgere ich mich darüber. Weil es nämlich morgens sehr kalt ist und ich dann immer auf dem Bahnhof stehe und friere. Denn tagsüber ist es ja immer wieder warm. Keine Chance also für den Wintermantel. Heute wollte ich die Verspätung der Anschlussbahn am Hauptbahnhof aber dafür nutzen, mir einen STERN zu kaufen. Donnerstags, morgens warten, kann man ja mal machen, so eine Zeitschrift zu kaufen. Daraus wurde aber nichts. Denn die Entscheidung, statt der schwarzen Jacke heute wieder die grüne anzuziehen, war eine weitreichende. Dort am Hauptbahnhof hatte sie erste Konsequenzen. Als ich gerade die Treppe herunter gehen wollte, bemerkte ich, dass etwas fehlte: mein Portmonnaie. Kein Geld für den STERN und schwarz war ich auch noch gefahren.

Im Büro angekommen, fragte mich ein Kollege, ob ich mit in den Supermarkt kommen wolle. Was zu essen kaufen. Da ich mich dunkel an meine zu Ende gehenden Wasservorräte erinnerte, sagte ich zu. Und borgte mir Geld bei dem Kollegen. Natürlich gleich soviel, dass ich davon auch noch ein Mittagessen, die Rückfahrt mit der Bahn und die Praxisgebühr bezahlen konnte. Denn ich hatte ja noch diesen Zahnarzttermin am Abend.

Den Rest des Tages überstand ich mühelos und mit Geld in der Tasche. Bis zum Zahnarzttermin. Nachdem ich bei den vergangenen Besuchen in der Praxis aufgrund von viel zu spätem Losfahren in Kombination mit Verspätungen der Bahn (sic!) immer recht unpünktlich ankam, klappte diesmal alles wie geschmiert. Als ich auf dem Bahnsteig stand, kam die Bahn, am Hauptbahnhof fuhr die Straßenbahn ebenfalls sofort ein, hach, war das herrlich. Geht doch. Auch ohne Portemonnaie. Ich war sogar zehn Minuten vor der Zeit in der Praxis (die ich dann damit verbrachte, ausführlich die GALA zu lesen. Die arme Jennifer Aniston! Der doofe Brad Pitt! Was hat Martina Gedeck in Hamburg nur für ein hässliches Kleid an?). „Ich hab einen Termin“, sagte ich noch und legte der Begrüßungsdame stolz den Zehner vor die Nase. ‚War ja doch noch alles gut gegangen, auch ohne Portemonnaie‘, dachte ich und betrachtete die Schale mit Äpfeln, die am Ende des Tresens stand. Komisch. Bisher hatten die immer diese Granny-Smith-Äpfel feilgeboten. Wahrscheinlich nur wegen der Zahnarztwerbung. Oder habt ihr schon einmal eine Zahnarztwerbung mit Braeburn-, Cox-Orange- oder Boskop-Äpfeln gesehen? Eben. Doch entweder gibt es seit neuestem doch Spots mit Cox-Orange oder die gehen jetzt eigene Wege.

Das alles ging mir durch den Kopf, als die gute Frau in ihrem Computer nach meinem Namen suchte. Dann fragte sie nach meiner Versicherungskarte. Dreimal dürft ihr raten, wo die war.

Befindlichkeitsscheisse (8)

Da wohne ich mittlerweile zweieinhalb Jahre in dieser Stadt. Und über den Rhein bin ich nun auch schon ein paar Mal gefahren. Auch über diese Brücke. Deshalb hätte ich eigentlich wissen müssen, dass DIESE der drei Brücken die ist, auf der man NICHT auf dem schnellsten Weg nach Heerdt kommt. Sondern dass DIESE der drei Brücken die ist, auf der gerade eine blöde Baustelle ist und ich zudem auch noch an jeder erdenklichen Ampel halten muss. An JEDER. Und ANHALTEN. Obwohl ich meinen Zeitpuffer doch schon mit dem Stop an der Tankstelle aufgebraucht hatte. Und den Tankdeckel auch nicht gleich aufbekommen habe. Und dann auch noch der Parkplatz belegt war und ich mich dem Pförtner erklären musste.

(Man wird auch mal jammern dürfen.)

Grosse Vorfreuden (2)


Grosse Vorfreuden (1)


Befindlichkeitsscheisse (7)

Ich kenne sie seit zweieinhalb Jahren. Und auch wenn ich nie richtig viel mit ihr zu tun hatte, hat mich ihr Anruf sehr bewegt. Vor einer Woche hatten die Ärzte während einer Operation festgestellt, dass er an Bauchspeichdrüsenkrebs litt, Endstadium, vielleicht wird er nach der Operation gar nicht mehr wach. Er wurde wach, nahm die Welt um sich allerdings kaum noch wahr. Am Wochenende ist er verstorben.

Noch eine ohne Papa. Noch eine, der demnächst bei dieser Merci-Werbung im TV Tränen in die Augen schießen. Weil die Tochter ihrem Vater, der dann schon lange Opa ist, eine Packung Merci schenkt. Für alles, was er in den vergangenen Jahren für sie getan hat.

Scheiß Fernsehen, scheiß Schokolade, scheiß Schicksale.

Super-Ideen für Wetten, dass…?

Am Geschmack erkennen können, ob Eier aus Boden-, Freiland-, Käfig- oder Biohaltung kommen